Das Foto zeigt das betroffene Einsatzfahrzeug. Foto: Polizei HH
Das Foto zeigt das betroffene Einsatzfahrzeug. Foto: Polizei HH

Hamburg. Die Hamburger Polizei sucht nach Zeugen, die einen “versuchten Mord an zwei Polizeibeamten” verübt haben sollen. Nach der „Revolutionären Demonstration“ am 1. Mai gegen 23:00 Uhr, etwa eine Stunde nachdem an der Ecke Feldstraße / Holstenglacis der Demonstrationszug an der Stelle vorbeigezogen war, sei es zu einem Wurf zweier Molotowcocktails auf ein Einsatzfahrzeug von zwei Verkehrspolizisten gekommen, die auch die Route des Demonstrationszuges abgesichert haben.

Der Fall war in dem Polizeibericht über die Ereignisse des 1. Mai zunächst unerwähnt geblieben, da eine genaue kriminaltechnische Untersuchung (KTU) ausstand. Diese habe dann ergeben, so Polizeisprecher Schöpflin auf Anfrage, dass die Molotow-Cocktails zündfähig waren. Zu dem Zeitpunkt des Wurfes, davon einer durch die Heckscheibe und einer unter das Fahrzeug um 23:00 Uhr, saßen zwei Polizeibeamte im Einsatzwagen. Staatsanwaltschaft und LKA ermitteln jetzt wegen versuchten Mordes gegen zwei unbekannte und schwarzgekleidete, vermummte Täter, die anschließend in Richtung Glashüttenstraße geflüchtet seien. „Wer hat die Tat beobachtet oder kann Angaben machen, die zur Aufklärung der Tat führen könnten?“

Die Polizisten kamen unversehrt aus dem Fahrzeug, das als ziviler Funkstreifenwagen durch Magnettafeln mit der Aufschrift „Polizei“ und durch das eingeschaltete Blaulicht als Einsatzfahrzeug zu erkennen war. Zeugen gaben gegenüber der Polizei an, dass der unter das Fahrzeug geworfene Brandsatz kurz aufflammte. Der in das Fahrzeug geworfene Brandsatz fing aus ungeklärter Ursache kein Feuer, so die Polizei.

Hinweise nimmt die Verbindungsstelle im Landeskriminalamt unter Tel. 040-4286-56789 entgegen.

Tatzeit: 01.05.2014, 23:00 Uhr
Tatort: Hamburg-St. Pauli, Feldstraße/Holstenglacis

6 KOMMENTARE / LESERBRIEFE

    • Zitat

      …wie das mit ner Wunderkerze funktionieren soll weiss wohl nur die Polizei.

      Zitatende

      Nein, das weiss nicht nur die Polizei. Das ist sogar eine sehr gaengige Methode, die auf zahlreichen ‚autonomen‘ Foren, Wikis und Websites ausfuehrlich dargestellt und erlaeutert wird – inklusive Bauanleitung. Links zur Internetseiten die erlaeutern wie potenziell toedliche Waffen herzustellen sind, moechte ich an dieser Stelle und mit Ruecksicht auf Altona.info als Letztverantwortlichen fuer die Foreninhalte hier nicht posten.

      Ob Sozrom uns jetzt gleich sagen will, dass all diese Foren und Websites natuerlich von einer speziellen Geheimabteilung der Hamburger Polizei gefaelscht und ins Netz gestellt wurden?

      • „Das ist sogar eine sehr gaengige Methode, die auf zahlreichen ‘autonomen’ Foren, Wikis und Websites ausfuehrlich dargestellt und erlaeutert wird – inklusive Bauanleitung. “

        Jana, auf was für Seiten treiben Sie sich denn rum?
        Muss ich mir sorgen machen?

        „Immerhin hat es ja gereicht, dass die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen versuchten Mordes aufnimmt.“

        Ja, immerhin. Beim NSU war man dafür ja nun nicht annähernd so aktiv. Aber wenn es politisch in den Kram passt…

        „da haben Sie sich beschwert, dass sich im Nachhinein die Situation anders dargestellt hat als zuerst berichtet “

        Haha, ja: „anders dargestellt, als berichtet“. Schöne Umschreibung für GLATT GELOGEN. Äh, und wer ist nochmal drauf reingefallen und hat das als Unterfütterung für ihre merkwürdige Argumentation in puncto „Autonome sind Faschisten“ benutzt? Fängt mit „J“ an und endet mit „ana“.

        „da haben Sie sich beschwert, dass sich im Nachhinein die Situation anders dargestellt hat als zuerst berichtet “

        Siehe oben, bzw habe ich mich über die Lüge als solches und die dazugeörige Berichtserstattung beschwert.

        „Jetzt werden Sie das als Indiz fuer ‘alles gelogen’(…)“

        Ja, EIN Indiz unter VIELEN.

        „nur eben nicht direkt vor der Davidwache sondern 200m weiter“.

        Genau. Das scheint entweder dem Angegriffenen Polizisten (der lt. Zeugen vorher selbst Angreifer war) bei seiner Befragung „entfallen“ zu sein oder seinen Vorgesetzten oder der PR-Abteilung (aka Pressestelle) der Polizei.

  1. Märchenstunde der Polizei die dritte:

    Nach den offensichtlichen Lügen rund um den „Angriff“ auf die Davidwache, sowie die an den Haaren herbeigezogenen Rechtfertigungen für das Aufstoppen/Auflösen der Flora-Demo am 21.12. nun der nächste PR-Coup:

    Angebliche Anschläge mit Molotowcocktails auf ein Polizeifahrzeug.
    Hätte der Angriff tatsächlich so stattgefunden, wäre die Pressestelle der Polizei sofort aktiv geworden und noch am Abend des 1. Mai hätten diverse Medien „Versuchter Mord“ getitelt.
    Stattdessen kommt das ganze dann 5, 6(!) Tage später.
    Als einziger „Beweis“ muss eine eingeschlagene Heckscheibe eines Polizeiautos herhalten.
    „Komisch“ auch, dass gleich 2 Brandsätze nicht zünden.
    Und Wetten, dass die Zeugen selbst Polizeibeamte sind?

    L.Ä.C.H.E.R.L.I.C.H.!

    • Immerhin hat es ja gereicht, dass die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen versuchten Mordes aufnimmt.

      > Und Wetten, dass die Zeugen selbst Polizeibeamte sind?

      Klar, dass wenn es nach Hannes geht am besten nur die Taeter als Zeugen zugelassen werden…

      Ausserdem sollten Sie sich mal mit sich selbst einigen was sie denn un eigentlich wollen.

      Als bei der Sache mit der Davidwache noch in der Nacht offizielle Meldungen herausgingen, da haben Sie sich beschwert, dass sich im Nachhinein die Situation anders dargestellt hat als zuerst berichtet (was nichts daran aendert, dass ein Polizist mit diversen Knochenbruecken im Gesicht ins Krankenhaus musste – nur eben nicht direkt vor der Davidwache sondern 200m weiter).

      Jetzt werden sich ein paar Tage Zeit genommen, Zeugen befragt, die Staatsanwaltschaft eingechaltet und erst DANACH wird eine Meldung herausgegeben. Jetzt werden Sie das als Indiz fuer ‚alles gelogen‘ denn…

      Zitat Hannes:

      Hätte der Angriff tatsächlich so stattgefunden, wäre die Pressestelle der Polizei sofort aktiv geworden

      Zitatende.

      Na, das ist mal eine ‚Logik‘. Nun, egal, wir wissen hier ja alle mit welcher Klientel Sie sympathisieren. Von daher bin ich nicht ueberrascht.

Antwort hinterlassen