Hamburg. Die Initiative „G9-Jetzt-HH“ wird heute das Volksbegehren offiziell beim Senat anmelden. Am Donnerstag werde man bei der Senatskanzlei im Rathaus vorstellig – 17 000 Unterschriften habe man bereits, teilte die Sprecherin Dr. Mareile Kirsch mit. Hamburgerinnen und Hamburger sollen bald selbst entscheiden können, ob das Abitur nach 13 Jahren (G9) an den Gymnasien in Hamburg wiedereingeführt werden soll oder ob es bei bei dem bisherigen System bleibe. Bei einer Umsetzung des Volksentscheides im Sinne der Initiative solle Wahlfreiheit an Gymnasien zwischen G8 und G9 bestehen. Beide Varianten sind im Hamburger Schulwesen auch heute möglich, allerdings nur durch vorherige Auswahl der Schulform Gymnasium (G8) oder Stadtteilschule (G9) möglich.

Ein Argument der Initiative ist, dass Schülerinnen und Schüler weniger Freizeit durch den Leistungsdruck hätten. Die Umstellung auf G8 sei damals insbesondere aus Kostengründen erfolgt, so die Behauptung. Eltern und Pädagogen fordern nach Darstellung der Initiative „mehr Zeit für nachhaltiges Lernen, Persönlichkeitsentwicklung und Freiräume für Kinder und Jugendliche durch Wiedereinführung des G9 mit Wahlfreiheit zwischen G8 und G9.“

Mit der Anmeldung stünde auch der Termin für das Volksbegehren fest. Start sei der 18. September, innerhalb von drei Wochen müssen dann rund 63.000 Unterschriften in Hamburg gesammelt werden. Erst wenn diese Unterschriften vorliegen, kann es auch zu einem Volksentscheid in Hamburg kommen.  Verhandlungen zwischen Senat und Ini bzw. zwischen den Bürgerschaftsfraktionen und  der Initiative sind offenbar gescheitert. Der Schulsenator hatte eine Umfrage unter Hamburger Schulkonferenzen organisiert, nachdem sogenannte repräsentative Umfragen bereits ein Meinungsbild der Hamburger zu der Frage verkündeten. Eine Bestätigung der Anmeldung durch den Senat steht noch aus.

 

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