Hamburg. Das ist eine lustige Geschichte, die aufgeschrieben gehört. Nachdem sich professionelle Fälscher jahrelang bemüht haben in dubiosen Schreiben den Staat auf Ökopapier und mit amtlich-anmutender Optik zu immitieren, sorgte jetzt ausgerechnet ein echtes Schreiben für „Verwirrung“, wie es die Stadt Hamburg schreibt. Die Zuständigkeit für die Steuer im KFZ-Bereich liegt nicht mehr bei den Ländern. Der Zoll ist dazu verdonnert. „Schreiben der Zollverwaltung löst Irritationen bei Bürgerinnen und Bürgern aus“, titelt eine Mitteilung der FB. In den vergangenen Tagen hätten zahlreiche Hamburgerinnen und Hamburger ein Schreiben der Hauptzollämter zum Lastschrifteinzugsverfahren erhalten und massenhaft bei der Finanzbehörde angerufen. Logisch eigentlich. Finanzen, Steuern zahlen – Finanzbehörde anrufen. Aber weshalb eigentlich? …

„Oftmals wurde hinter dem Schreiben sogar ein Betrugsversuch vermutet, da der offizielle Charakter des Schreibens nicht erkannt wurde. Dies ist ausdrücklich nicht der Fall“, so die Finanzbehörde, die versucht die Telefonstürme abzuhalten. Die Schreiben „Änderung der Bankverbindung für die Entrichtung der Kraftfahrzeugsteuer (KraftSt)“ fallen aber nicht mehr in den Zuständigkeitsbereich der Hamburger Finanzämter. Seit Übernahme der Verwaltung der Kraftfahrzeugsteuer durch den Bund, in Hamburg seit März 2014 – müssen auch sämtliche Fragen in dem Zusammenhang von der Zollverwaltung beantwortet werden.

Die Hamburger, die dem Papier nicht über den Weg trauen, sollen bitte in dem Servicecenter der Zollverwaltung Rufnummer 0351/44834-550 oder beim Hauptzollamt Hamburg-Stadt, Dienstsitz Süderstraße 040/2395-6555 anzurufen, sofern weitere „Irritationen“ bestehen.

KOMMENTAR / LESERBRIEF

Antwort hinterlassen