Hamburg. Die Hamburgische Bürgerschaft hat dem Senatsentwurf zur Absenkung der Kitagebühren zugestimmt. SPD, GRÜNE und LINKE stimmten für die Änderung, die jährlich etwa 75 Mio. Euro kostet. Eine Regelbetreuung von fünf Stunden, bislang mit maximal 192 Euro zu bezuschussen, wird damit für alle Eltern ab August 2014 in Gesamt-Hamburg kostenfrei. Auch die Elternbeiträge für eine längere Betreuung der jüngsten Hamburgerinnen und Hamburger in den Kindertagesstätten werden abgesenkt.

Die SPD löse damit ein Wahlversprechen ein. Die Beitragsfreiheit für die 5-stündige Grundbetreuung ab dem 1. August 2014 umfasse zudem auch das Mittagessen. Man wolle auch die „Wahlfreiheit für die Lebensentwürfe der Eltern“ mit der Maßnahme stärken, betonte die SPD-Fraktion.“Wir wollen – das gilt für die Krippe wie für die 3- bis 6-Jährigen – die Eltern ermutigen, ihre Kinder an früher Bildung und Betreuung in Kita oder Tagespflege teilhaben zu lassen“, so die familienpol. Sprecherin Melanie Leonhard (MdHB, SPD).

Das sei auch ein Erfolg der Volksinitiative ,Frühkindliche Bildung ist ein Grundrecht‘ von Landeselternausschuss, Gewerkschaften, Verbänden und Die LINKE, teilt die Oppositionsfraktion mit. In der Kritik sieht der familienpol. Sprecher Mehmet Yildi (MdHB, LINKE) noch die Verbesserung der Qualität. Hamburger Kitas hätten „nach wie vor den schlechtesten Betreuungsschlüssel in Deutschland“. Träger könnten mit Fünf-Stunden–Gutscheinen nur schwer Kosten abdecken und auch sei die Zeit dann zu wenig, um mit den Kindern „vernünftig pädagogisch arbeiten zu können“, meint Yildiz.

 

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