Hamburg / Altona. „Die Notwendigkeit einer zusätzlichen weiterführenden Schule und des zügigen Ausbaus bestehender Schulstandorte wurde im Schulentwicklungsplan 2012 von der BSB ausdrücklich betont“, heißt es einleitend in der Antwort der Schulbehörde auf einen Beschluss der Bezirksversammlung. Die Lokalpolitik in Altona hatte die Hamburger Schulbehörde vor dem Hintergrund von Erweiterungsproblemen aufgefordert, eine vollständig neue Schule für Altona vorzusehen und die Umwidmung für Wohnungsbau auf dem Gelände der Tucholsky-Schule zu hinterfragen. (XIX-4105, wir berichteten).

Die Schulbehörde / Schulbau antwortete zweigeteilt. In Bezug auf den massiven Zuzug am Othmarschen Park oder die geplante Bebauung der Trabrennbahn ergäben sich gerade in diesem Gebiet außerhalb des Kernbereiches von Altona Notwendigkeiten. Für einen möglichen zusätzlichen Schulstandort (wie gefordert) sollen die Bezirkspolitiker in ihren B-Plänen deshalb Platz zwischen der S-Bahn-Linie Altona-Pinneberg (S3), dem Elbtunnel und dem Altonaer Volkspark freihalten. Eine neue Schule in Altona kann hier dann offenbar kommen – nur wo genau?


Zubauten am Gymnasium Allee und Gymnasium Altona weiter geplant

Kommunalpolitiker aus der BV forderten auch die Prüfung einer Beibehaltung und Ausbaus des jetzigen Standortes der Kurt-Tucholsky-Schule. Zur Bebauung des gesamten Areals ist allerdings bereits eine städtebaulich-landschaftsplanerische Rahmenplanung (Tucholsky-Quartier) fortgeschritten. Dieser Schulstandort soll auch laut Schulbehörde für Wohnungsbau hergegeben werden.

Zur Begründung: Er sei von seiner Randlage wenig attraktiv eingeschätzt worden, antwortete die Behörde wiederholt. Schließlich sei er umgeben von vier- und sechsspurigen Straßen und auch in den bezirklichen Ausschüssen eher als Übergangslösung betrachtet worden.

Ein Neubau passiere ja mit der Kurt-Tucholsky-Stadtteilschule auf der Mitte Altona. Wie und wann genau, das ist laut vorgestelltem städtebaulichen Vertrag jedoch recht unklar (wir berichteten). Lärmschutz an den Bahnanlagen könnte noch ein Problem sein sowie die wenige Grundfläche. Ein Schule mit vielen Stockwerken, die Rede ist von sieben, wäre ungewöhnlich und kaum erweiterungsfähig, war bereits auf den Fluren im Rathaus zu vernehmen.

Zum weiteren Kernbereich rund um Ottensen / Altona-Altstadt hält die Schulbehörde an Plänen für Zubauten am Gymnasium Allee und Gymnasium Altona fest, gab sie bekannt. Konkretes solle bald vorgestellt werden, heißt es ohne weitere Terminangabe. „Der Bedarf an weiterführenden Schulen im Bereich Altona-Altstadt/Altona-Nord“ könne „aus Sicht der BSB damit gedeckt werden können“.

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