altonainfo-kuchenIn eigener Sache…

Unser neues Leserabo, es läuft zwar gut an (jeden Tag kamen seit Einführung Ende Juni bislang Abos rein), aber es gibt auch Kritik von Leser/innen-Seite. Auf eine haben wir zuletzt geantwortet und das Sozialabo für 29,90 statt 69,90 Euro eingeführt. Wir haben nun im Folgenden auf eine allgemeine Preiskritik (Preis sei zu hoch) geantwortet, die unsere Situation hoffentlich etwas verständlicher darstellt.

“Vielen Dank für die Kritik.

Wir sind eine Lokalzeitung. Ein Titel, der in einem kleineren Marktausschnitt arbeitet, hat ein geringeres Refinanzierungspotential. Bereits dadurch steigt der Preis.

Hier eine kleine Musterkalkulation:

69,90 Euro pro Jahr, davon gehen 19% an den Hamburger Finanzsenator Tschentscher und Finanzminister Schäuble als Umsatzsteuer weg. Bei einem nicht-rabattierten Abo sind es also 58,74 Euro netto. Davon können Sie etwa 25% an sonstigen Unternehmenssteuerarten wegrechnen – 44,05 Euro. 5 Euro sind reiner Buchhaltungsaufwand. Sicherheitsabschlag -10% bei Zahlungsausfällen. Zwischensumme 35,15 Euro. Ungefähr 20% unseres Umsatzes kalkulieren wir für Server-/Technik-/Büro- und Lizenzkosten ein. 28,12 Euro bleiben übrig.

Nur rein hypothetisch, ein Redakteur verdiente, wie im aktuellen Tarifvertrag für Zeitungen vorgesehen, 3.108 Euro brutto pro Monat im ersten Arbeitsjahr (Arbeitgeber = 45.000 Euro Jahreskosten). Wie viele nicht-rabattierte Jahres-Abos müssen wir als Lokalzeitung verkaufen, um damit eine Redakteur/innen-Stelle finanzieren zu können?

45.000 Euro / 28,12 Euro = 1.600 Abos.

Wie viele Abos müssten wir verkaufen, um Ihren Preisvorstellungen zu entsprechen? Wie viele Redakteure sollen bei Ihrer Lokalzeitung arbeiten?”

Hier können Sie etwas dafür tun. Sie können uns auch als Unternehmen/Institution fördern und etwas dazu beitragen.

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