Umweltaktivisten sprechen von weiteren rostigen Fässern in Brunsbüttel

Nord / Hamburg. In unterirdischen Lagern auf dem Gelände des von Vattenfall betriebenen Atomkraftwerks Brunsbüttel sind zehn weitere „rostige und zum Teil undichte Atommüllfässer” entdeckt worden. Die Umweltaktivisten kritisieren den unverantwortlichen Umgang mit dem Atommüll: „Der Fund weiterer Rostfässer ist alarmierend. Dass Atommüllfässer bereits innerhalb weniger Jahrzehnte nicht nur rosten, sondern auslaufen, stellt die Lagerung von Atommüll in diesen Fässern grundsätzlich in Frage“, so Robin-Wood-Sprecher Florian Kubitz. Dies zeige ferner, dass das Atommüllproblem völlig ungelöst sei und Vattenfall Atommüll nicht sicher lagern könne. Die Forderung sei daher, alle Atomkraftwerke sofort abzuschalten.

Nach einem Bericht des schleswig-holsteinischen Umweltministeriums ist aus den rostigen Fässern Verdampferkonzentrat aus der Behandlung von radioaktiv kontaminiertem Wasser ausgetreten. Dies befinde sich nun in breiiger Form neben den Fässern und in einem Fall sei der Deckel nicht mehr mit dem Fass verbunden. Zurzeit laufen noch Untersuchungen in den Atommüll-Kavernen am AKW, nachdem bereits 2012 ein durchgerostetes Atommüllfass auf dem AKW-Gelände entdeckt worden war. Bislang ist jedoch völlig unklar, wie die hier gefundenen kaputten Fässer mit strahlendem Müll geborgen werden sollen.

Der Umweltverband kritisiert weiterhin, dass die Stadt Hamburg trotz solcher Umstände den Betreiber Vattenfall eine Bühne für “Greenwashing” biete. Die Aktivisten kündigten etwa Proteste bei den Cyclassics am kommenden Sonntag an.

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