Hamburg. Die Fraktion DIE LINKE berichtet von vier Containern, die mit radioaktiver Fracht seit Juli im Hamburger Hafen lagern. Der russische Frachter „Sheksna“ habe am 13.8.2014 Hamburg erneut mit radioaktiver Fracht angelaufen, obwohl sich Container der letzten Fuhre noch immer im Hamburger Hafen befänden. In der jetzigen Fuhre hatten Anti-Atom Aktivisten das Ausladen von 18 Containern mit der UN-Nummer 2912 (gültig für Uranerzkonzentrat) beobachtet und dabei auch die alten Container auf dem Gelände der Firma C. Steinweg beobachtet.

Die Fraktion fühlt sich nun vom Hamburger Senat bei einer Auskunft über die lagernden Behälter getäuscht. Dieser hatte auf eine Kleine Anfrage von Dora Heyenn (MdHB) geantwortet: „Sie wurden mit der Bahn zu dem nächstmöglichen Termin abtransportiert.“ Die Innenbehörde räumte nun eine Falschinformation ein. “DIE LINKE erwartet eine vollständige Aufklärung und eine Entschuldigung für die Falschinformation”, fordert Heyenn von Innensenator Neumann. Dieser Vorgang lasse zudem die Skepsis gegenüber der Informationspolitik des Senats leider wachsen, meint die Abgeordnete.

Insgesamt lagern nach Angaben von AtomkraftgegnerInnen derzeit 36 Container mit radioaktivem Uranerzkonzentrat im Hamburger Hafen. Sie hatten diese geheimen Atomtransporte vor einigen Tagen im Hamburger Hafen entdeckt, die nächste Woche per Zug abtransportiert werden sollen. Die LINKE hatte schon mehrfach die Teilentwidmung des Hamburger Hafens für Atomtransporte gefordert.

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