Genehmigte Wohngebäude und Wohnungen in Hamburg in den letzten 12 Monaten Stand: Juni 2014, Quelle: Statistikamt Nord

Hamburg. Das Statistikamt Nord berichtete von rückläufigen Baugenehmigungen in Hamburg gegenüber dem Vorjahr. Im ersten Halbjahr ist demnach der Bau von 3.910 Wohnungen genehmigt worden. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 4.588 WE (Wohneinheiten) – ein Minus von 14,8 Prozent. Die FDP sieht Ursachen dafür in der Einführung der Mietpreisbremse oder in Sozialen Erhaltungsverordnungen.

Im Bundestrend hatte es im ersten Halbjahr aus sehr schwachen Vorjahren einen Anstieg von fast 10 Prozent bei Wohnungsbaugenehmigungen gegeben, während die Zahlen in Hamburg kalkulatorisch bei –14,8 Prozent liegen.  Der Bürgerschaftsabgeordnete Dr. Kurt Duwe (FDP) sieht die Stadt Hamburg vom Trend “abgehängt” und wiederholte Forderungen der Fraktion “investitionshemmende Maßnahmen” zurückzufahren. “Die geplante Mietpreisbremse ist dabei das schädlichste Instrument. Auch die inflatorische Ausweitung sozialer Erhaltungsverordnungen oder das unflexible Festhalten am Prinzip des Drittelmix aus Sozialwohnungen/Eigentumswohnungen/frei finanzierten Mietwohnungen ist nicht hilfreich. Der SPD-Senat sollte hier endlich umsteuern, um eine wahrhaft mieterfreundliche Politik zu betreiben, die den Wohnungsmarkt langfristig belebt“, so Dr. Duwe.

Wiederspricht Senat der Darstellung?

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2014 sind nach Angaben der Hamburger Bezirke „4.954 Baugenehmigungen erteilt worden“, berichtete Senatssprecher Christoph Holstein. Die entspreche einer Steigerung um rund 6,7% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Von Januar bis Juni 2013 seien in Hamburg nach Angaben aller Bezirke 4.640 Wohnungen genehmigt worden. Die Zahlen, insbesondere aber die Angabe zu einem Wachstum, stehen im Widerspruch zu Angaben des Statistikamtes Nord.

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