Hamburg. Durch mehrere Medienberichte wurde am Mittwoch bekannt, dass der Verlag Gruner + Jahr in den nächsten drei Jahren 400 Stellen abbaut. Der Deutsche Journalistenverband (DJV) forderte im Gegenzug eine „Investition in den Journalismus“. Das Haus Gruner + Jahr sei immerhin für den Medienstandort Hamburg von besonderer Bedeutung.

Beim 74,9-Prozent-Gesellschafter Bertelsmann ist von „strategischer Neuausrichtung mit Kosten- und Effizienzmaßnahmen“ die Rede. 75 Mio Euro sollen durch die Desinvestition eingespart werden. Nachhaltige Kostensenkungen in veränderten Marktumfeldern seien notwendig, alle Bereiche von G+J Deutschland müssten einbezogen werden. Rückläufige Marktentwicklungen im Printgeschäft werden als Grund ausgemacht.

Das Haus spricht schon länger von einer angeblichen „laufenden strategischen Transformation“, die ihre Vorstandsvorsitzende vorantreibe. Offenbar ist mit „organisatorische Ausrichtung nach Communities of Interest“ eine Konzentration auf Fachmedien gemeint. Das Haus hatte mit der Einstellung der Financial Times Deutschland (FTD) bereits im letzten Jahr hunderte Arbeitplätze ersatzlos gestrichen.

KOMMENTAR / LESERBRIEF

Antwort hinterlassen