DESY: Zentrum für Forschung an Krankheitserregern entsteht (CSSB)

DESY-Bauleiterin Verena Börschmann, Oberpolier Bernd Kretschmär, Senatorin Dorothee Stapelfeldt und Staatssekretärin Andrea Hoops (v.l.) präparieren den CSSB-Grundstein. Foto: Desy

Altona / Bahrenfeld. Auf dem DESY-Campus entsteht mit dem Centre for Structural Systems Biology (CSSB) ein interdisziplinäres Zentrum mit Partnern verschiedener Universitäten und Forschungseinrichtungen, vornehmlich aus Hamburg und Niedersachsen. Gemeinsames Ziel sei ist, mit verschiedenen experimentellen Methoden den Angriffsmechanismen von Krankheitserregern atomgenau auf die Spur zu kommen, teilte die Forschungseinrichtung aus Bahrenfeld mit.

Die Forschung soll Angriffsmechanismen von Viren, Bakterien und Parasiten atomgenau enträtseln, um eine Grundlage für maßgeschneiderte Medikamente zu bilden. Hamburgs Wissenschaftssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt, Staatssekretärin im Wissenschaftsministerium Niedersachsens Andrea Hoops und CSSB-Gründungsdirektor Dr. Matthias Wilmanns legten Ende August zusammen mit Vertretern der CSSB-Partner den Grundstein für das neue Forschungsgebäude des Zentrums.

Den Wissenschaftlern geht es insbesondere auch um die interdisziplinäre Forschung mit neuartigen Methoden am Standort. Dazu stünden bei DESY einmalige Lichtquellen zur Verfügung, die optimale Bedingungen für die Strukturbiologie bieten. Mit „Supermikroskopen“ wie PETRA III und künftig European XFEL könnten Forscher etwa biologische Proben von der Strukturanalyse von Einzelmolekülen bis hin zur Echtzeit-Darstellung von Abläufen in lebenden Zellen analysieren.  Mit dem CSSB soll ein „Brückenschlag zwischen physikalischer Grundlagenforschung und den Lebenswissenschaften“ erfolgen, sagte Hamburgs Wissenschaftssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt. Eine typische Fragestellung sei zum Beispiel, wie der Malariaparasit in die roten Blutkörperchen eindringt.

So soll das neue Gebäude aussehen / Visualisierung: Architektenbüro Hammes & Krause
So soll das neue Gebäude aussehen / Visualisierung: Architektenbüro Hammes & Krause

Das Gebäude wurde vom Architektenbüro Hammes & Krause entworfen und soll auf drei Geschossen mit etwa 11 000 Quadratmetern Platz für 180 Wissenschaftler bieten. Die insgesamt rund 2 800 Quadratmeter großen Labore würden zudem mit modernsten Geräten wie beispielsweise Kryo-Elektronenmikroskopen ausgestattet. Bis zu einem Fünftel der Fläche des CSSB werde für Juniorforschergruppen und Gastforscher reserviert. In gut zwei Jahren soll der 50 Mio. teuere Bau eröffnet werden. Der Bund übernimmt 73 Prozent dieser Kosten, Hamburg 17 Prozent und Niedersachsen 10 Prozent.

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