SC Sternschanze verweigert Spiel wegen rechtsextremer Hintergründe des Gegners

Altona / Sternschanze. Einer Mannschaft des SC Sternschanze lagen nach Angaben des Fußballbundes detaillierte Hinweise über rechtsextremistische Hintergründe einzelner Spieler des SC Osterbek vor. Am Wochenende stand ein Spiel gegen die Mannschaft an und man schrieb einen offenen Brief an den Hamburger Fußballbund und den betroffenen Verein. Der Verband steht nun nach Angaben seines Vorstandes mit dem Landesamt für Verfassungsschutz in Kontakt und geht den „detaillierten Beschreibungen aus öffentlichen Quellen“ nach. Das Spiel wurde vorerst abgesetzt und könne aber nach Klärung der Vorwürfe wieder angesetzt werden.

Ergänzung vom 12.09.:

Der aktuelle Brief an den Fußballbund (liegt unserer Redaktion trotz Anfrage nicht vor) kann nicht veröffentlicht werden, zumal er Namen der Betroffenen enthalte, heißt es am Freitag. Ein Exemplar dieses Briefes liege dem Hamburger Abendblatt exklusiv vor. Ein früherer Brief einer anderen Mannschaft des SC Sternschanze – an den Meiendorfer SV – steht offenbar teilweise im Zusammenhang mit den auch hier erhobenen Vorwürfen, ist jedoch nicht konkret zuzuordnen. Der SC Sternschanze hatte uns gebeten, dies richtig zu stellen. Von dem Medienecho auf die Vorfälle sei man überwältigt, so ein Sprecher gegenüber ALTONA.INFO. Man habe sich dazu entschlossen, vorerst keine weiteren Infos herauszugeben. Unsere direkte Anfrage an den SC bliebt am Vortag unbeantwortet. Für die fälschliche Zuordnung möchten wir uns dennoch entschuldigen.

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