Altona / Osdorf. Das neue Bürgerhaus Bornheide am Osdorfer Born weist einige Mängel auf, die auch bereits Thema einiger Debatten in der Bezirksversammlung waren. Zuvor hatte es Schriftwechsel mit dem Generalunternehmer gegeben, der eine Schuld von sich gewiesen hatte. Hintergrund: Die ehemalige Schule wurde umgebaut. Sanierungen der Siele mussten nachgeholt werden, es fehlen Überdachungen und in einigen Räumen Lärmschutz. Alles zweite Priorität, hieß es von Seiten der Bezirksamtsleitung – man sei froh, dass das Bürgerhaus nun endlich da.

 

„Aktuelle Stunde“ der Märzsitzung

Die CDU setzte das Thema auf die Tageordnung – von „Bausünden“ war im Vorfeld der Bezirkswahl die Rede. Zu Beginn ergriff Bezirksamtsleiterin Melzer das Wort. Sie sei ihrem Vorgänger Jürgen Warmke sehr dankbar für die Anstrengungen rund um das neue Bürgerhaus. Ein altes Schulgelände wurde umgebaut, 11 Mio Euro investiert, davon 5,7 Mio Euro in den Bau. Aus Zeit- und Geldgründen seien zahlreiche Maßnahmen vernachlässigt worden, so hatte es etwa für die Innenausstattung immer weniger Geld gegeben, monierte die CDU.

BuergerhausBornheideCafeStatt Danke zu sagen, beschwere man sich nun, hieß es von Seiten der SPD und GRÜNEN. Jalousien, Regen- und Überdach vor den Eingängen, Lärmschutz müssen nachgebessert bzw. ergänzt werden. Viel wichtiger als diese ganzen Dinge sei jedoch, dass jetzt richtig Leben in der Bude ist, meinte die Amtsleiterin.

Die Häuser sind nicht nur von Außen bunt, sondern auch von Innen strotzt es mittlerweile vor Aktionen. Der Zirkus Abraxkadabrax schlug Zelte auf. Immer mehr Veranstaltungen finden dort gerade statt – demnächst ein SPD Kreisparteitag – und die Borner Runde kommt so richtig in Fahrt, organisierte am Rande schon erste Demos gegen eine Busbeschleunigung im nicht gerade für hohe Wahlbeteiligung berüchtigten Osdorfer Born. Sensationell günstig sind übrigens die Preise in dem Café.

Das Bezirksamt erstellte nun eine Mängelliste und legte diese dem Planungsausschuss vor. Kleinere Reparaturen sind in einem Punkt zusammengefasst. Ein anderer großer Themenblock ist der Lärmschutz, d.h. die innere Akkustik der Räume. Dem könne über eine Mängelhaftung begegnet werden. Ansonsten seien einfache Maßnahmen mit den betroffenen Engagierten erörtert worden.

Für einen Anstrich der Heizkörper und Heizungsleitungen, die Bemalung der Decke im Bewegungsraum, Beschilderungsanlagen, Wandfliesen in Teilbereichen der WC-Räume, Lüftungsanlagen in den Pavillongebäuden, Spielgeräte im Freiraum, ein Vordach am Haupthaus, Heckenpfanzungen und ein Duzend Parkbänke werden dennoch rund 300.000 Euro kalkuliert. Woher die Euronen kommen sollen ist unklar – wer spendet?

KOMMENTAR / LESERBRIEF

Antwort hinterlassen