Hamburg. Die Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) hat einen von Dienstagabend 21 Uhr bis einen Mittwochfrüh 6.00 Uhr befristeten, flächendeckenden Streik angekündigt. 91 Prozent der mehr als 16.000 befragten GDL-Mitglieder hatten zuvor Anfang Oktober in der Urabstimmung für Streik votiert, so eine frühere Mitteilung. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hatte im Sommer der Deutschen Bahn Forderungen für die Tarifrunde vorgelegt. Den GDL-Katalog „mit überhöhten Tarifforderungen und ausgeweiteten Zuständigkeiten“ bezeichne die DB als „maßlos und fern jeder Realität“.

Die DB AG teilte nun mit: „Die GDL hat ihre Mitglieder für heute Abend ab 21 Uhr bis Mittwoch, 6 Uhr, zu einem neunstündigen, flächendeckenden Streik aufgerufen. Der GDL-Streik wird sich bundesweit auf den Nah-, Fern- und Güterverkehr auswirken. Damit die Kunden am Dienstagabend noch ihre Reiseziele erreichen, empfiehlt die DB, Züge zu benutzen, die vor 21 Uhr im Zielbahnhof eintreffen. Die Folgen der Arbeitsniederlegungen werden auch am Mittwoch nach Streikende um 6 Uhr zu spüren sein. Es ist mit erheblichen Beeinträchtigungen im morgendlichen Berufsverkehr zu rechnen. Voraussichtlich wird es Auswirkungen bis in die Mittagsstunden geben.“

In vorangegangen Verhandlungen hatte die GDL nach Darstellungen der Bahn fünf Prozent mehr Lohn, zwei Wochenstunden weniger und weitere Wünsche vorgelegt. Der Gesamtwert des Forderungskatalogs liege nach DB-Kalkulationen „deutlich über 15 Prozent“, was angesichts einer nicht einfachen wirtschaftlichen Lage und eines herausfordernden Wettbewerbsumfeldes als „absolut unverhältnismäßig“ bezeichnet wurde.

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