Hamburg / Altona. Die Fahrradstaffel der Polizei hat am Mittwoch an drei Kontrollstellen Fahrradfahrer samt ihrer Räder überprüft. Die Kontrolle zielte insbesondere auf das Fehlverhalten von Radfahrern ab, die verbotswidrig den Gehweg befuhren oder das Rotlicht missachteten. Eine falsche Straßennutzung durch Radfahrer, z.B. die Benutzung des Gehweges, gehöre neben der Missachtung des Rotlichtes zu den Hauptunfallursachen bei Radfahrerunfällen, bei denen der Radfahrer durch sein Fehlverhalten die Ursache gesetzt habe, so die Polizei.

Innerhalb des halben Tages von 8:30 Uhr bis 14:00 Uhr stellte man insgesamt 197 Verkehrsverstöße fest. Unter den insgesamt 179 Radfahrverstößen wurde u.a. 41 mal das Rotlicht missachtet. 129 Radfahrer befuhren verbotswidrig den Gehweg, während vier Radler ein Mobiltelefon während der Fahrt nutzten. Es wurden weiterhin 18 Parkverstöße geahndet, bei denen Kraftfahrzeuge auf Geh- oder Radwegen geparkt wurden. Ein Rotlichtverstoß mit dem Fahrrad wurde mit einem Bußgeld von 60 Euro, ein qualifizierter Rotlichtverstoß (mehr als eine Sekunde Rotlicht) mit einem Bußgeld von 100 Euro geahndet.

Die Fahrradstaffel werde auch zukünftig verstärkt Fahrradkontrollen durchführen, heißt es. Ziel sei es schließlich, Verkehrsunfälle mit Radfahrbeteiligung zu reduzieren.

Zeit: 14.10.2014, 08:30 – 14:00 Uhr
Ort: Hamburger Stadtgebiet (Eimsbütteler Chaussee/Schulterblatt, Gaußstraße und Hallerstraße)

10 KOMMENTARE / LESERBRIEFE

  1. Ja Hamburgs Radwege sind oft murks. Nochmals Ja verdammt viele Radler glauben das ihr Schutzengel vorweg fährt. Aber nur, bis es knallt. Es gibt Ecken in Ottensen, da könnte die Polizei im Sekundentakt Tickets verteilen und da gibt es keine Not (Kopfsteinpflaster) , sondern nur Radfahrer die alles über Geschwindigkeit und Bremswege vergessen. Bis es eben knallt.

  2. Es wäre sehr hilfreich, wenn auf den alten Kopfsteinpflasterstraßen ein Radwegstreifen (von mir aus auch in rot) aus Asphalt aufgebracht würde, dann würden wesentlich weniger Radler die an sich schon viel zu engen Gehwege nutzen. Ferner ist die Gehwegnutzung durch Radler als Flucht vor den Autofahrer zu sehen, die häufig Radfahrer schneiden und drangsalieren. Da fühlt sich der RAdler auf dem Gehweg sicherer. Die vorhandenen Radwege sind häufig von einer derart schlechten Fahrdeckenqualität, dann man ebenfalls auf den Gehweg ausweicht. Besondere Gefahrenstelle mit häufiger Gehwegnutzung ist die Kreuzung Max-Brauer-Allee/Goethealle. Hier müsste straßenbautechnisch etwas zum Schutz der Radler getan werden.

    • Schon klar…mal was von Schuldenbremse gehört?

      Der neue Asphalt wird dann mit weiteren Schlaglöchern an anderer Stelle erkauft.
      Oder eben mit den „vorhandenen Radwegen mit schlechter Fahrdeckenqualität“.

      An der Sternschanze kannst du es bewundern….Millionen verballert um das alte Pflaster zu tilgen, damit
      der Mövenpick seine teuren Stossdämpfer schonen kann.

  3. Wenn ich das schon lese könnte ich mich aufregen. In der Gaußstraße gibt es keinen Radweg. Dafür – wie so oft in Ottensen – ein schönes altes Kopfsteinpflaster, das den Radfahrer auch wenn er das nicht will auf den Gehweg zwingt, weil er sonst gar nicht richtig fahren kann. Der Gehweg (teilweise auch nur einseitig) ist wiederum so schmal, dass man natürlich immer wieder in Konflikt mit Fußgängern kommt. Da sollte die Politik mal drüber nachdenken statt die Fahrradstaffel loszuschicken!

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