Hamburg / Altona / Bahrenfeld. Startschuss für das neue Gründerzentrum. Für den Technologiepark zwischen Desy-Campus und Volkspark (Standort siehe B-Plan) gab es erst vor einiger Zeit grünes Licht von der Bezirksversammlung Altona durch einen neuen B-Plan (wir berichteten). Nun stellten Bürgermeister Olaf Scholz, Senatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senator Frank Horch gemeinsam mit dem Vorsitzenden des DESY-Direktoriums Prof. Dr. Helmut Dosch und dem Präsidenten der Universität Hamburg Prof. Dr. Dieter Lenzen das neue Gründerzentrum vor, das ab 2015 gebaut wird und 2017 fertiggestellt sein soll.

Die FHH zahlt für den „Inkubator“ (Scholz) einen Zuschuss in Höhe von 14,2 Mio. Euro und beteiligt sich mehrheitlich an der Betreibergesellschaft. Dass der Desy-Campus rund um Physik, Biologie, Chemie und Medizin ein internationaler Schwerpunkt ist, zeigten auch die erheblichen Investitionen in Höhe von 1,7 Mrd. Euro der letzten Jahre in den Standort, betonte Wissenschaftssenatorin Stapelfeldt.

VorstellungDesyGruenderzentrumDoschScholzLenzen
v.l. Lenzen, Dosch, Heuer, Scholz Stapelfeld, Horch stellten bei der LPK die Pläne vor.

Auf dem 5000 Quadratmeter großen Grundstück an der Luruper Chaussee (in Nähe des geplanten Technologieparks) entstehen nun 4000m² Büros und 2600m² Nutzfläche, etwa für Experimente und Labore. Die Hälfte der Fläche sei für Büros reserviert, darüber hinaus sei die erste Zeit für Startups mietfrei bei Übernahme von Nebenkosten. Ein großer Teil soll auch für Ausgründungen von Desy dienen. Insgesamt werden etwa 15 Mio. Euro in den Bau investiert, berichtete Wirtschaftssenator Horch.

Wir wollen nun „junge Talente an die Elbe locken“, betonte der Vorsitzende des DESY-Direktoriums Prof. Dr. Helmut Dosch anlässlich der Vorstellung im Kaisersaal des Rathauses. Die wissenschaftliche Dynamik sei bei über 3000 Gastwissenschaftlern aus 40 Ländern auf dem Campus enorm und gerade auch jetzt für Unternehmer spannend, betonte Desy. Die Öffnung in Richtung privatwirtschaftlicher Unternehmen sei auch für Desy ein neuer Schritt, so Dosch.

Uni-Präsident Prof. Dr. Dieter Lenzen legte seinen Schwerpunkt bei der Vorstellung auf den Hochschul-Standort Hamburg. „Inkubator“ sei in Wahrheit genauso eine Untertreibung wie die Bezeichnung „Campus“, der ein veritabler Wissenschaftsstandort sei. „Heute ist ein guter Tag für den Standort Hamburg“, so Lenzen, der zuletzt immer wieder Investitionen in den Hochschulstandort Hamburg reklamierte.

DesyForschungscampus

1 KOMMENTAR / LESERBRIEF

  1. Es gibt einen Zuschuss aus der leeren Staatskasse in Höhe von 14,2 Mio. €.
    (Nur EIN Beispiel: Gerade geht das Gerücht herum, dass die Elternschule in Altona schließen muss, weil dort eine Stelle aus Kostengründen – oder war es eine halbe Stelle? – gestrichen „werden muss“.
    Wir alle müssen sparen, den Gürtel enger schnallen!)

    „Auf dem 5000 Quadratmeter großen Grundstück an der Luruper Chaussee (in Nähe des geplanten Technologieparks) entstehen nun 4000m² Büros.“
    Ist das nicht ganz nahe bei dem „Einsteinring“?
    Wieviel Bürofläche steht da noch mal leer?

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