Schüler der 4. Klassen stellten Verkehrsteilnehmer zur Rede. Foto: PK26

Altona / Osdorf / Iserbrook. Gerade in den Morgenstunden komme es immer wieder zu Störungen der Verkehrssicherheit auf den Anfahrtswegen zu Schulen. Für die Polizei am PK 26 in Osdorf, in deren Bereich auch 25 Schulen von Osdorf bis Rissen fallen, Grund, um mit  einer besondere Aktion aufmerksam zu machen.

“Die Zitronen haben nicht gereicht”, konstatiert Michael Allers, Leiter Prävention und Verkehr im PK 26. Zitronen? Er hatte für Donnerstag eine Verkehrssicherheitsaktion im Hamburger Westen initiiert, die unter dem Motto „Süßes oder Saures“ Schülerinnen und Schüler in Polizeikontrollen eingebunden hat.  Schüler und Schülerinnen einer 4. Klasse wurden vor der Grundschule in der Schenefelder Landstraße am Donnerstagfrüh zu Geschwindigkeitsmessungen mitgenommen. Im Rahmen der Verkehrskontrolle wurden den Fahrzeugführern mit deren Einverständnis durch die Schüler und Schülerinnen vier Fragen gestellt. So wollten die Schüler und Schülerinnen von den Autofahrern etwa wissen, ob sie das Verkehrszeichen zulässige Höchstgeschwindigkeit „30 km/h“ gesehen haben und ob sie wissen, um wie viele Meter sich der Anhalteweg bei Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit um 20 km/h verlängere. Für vorbildliches Fahrverhalten der Autofahrer gab es von den Schülern entweder einen süßen Apfel oder bei Geschwindigkeitsüberschreitungen eine saure Zitrone.

Insgesamt wurden 56 Fahrzeuge mit einer Laserpistole angemessen und die Fahrzeugführer überprüft. 23 Fahrer überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h in dem Umfeld und es kam sogar zur Einleitung von drei Bußgeldverfahren mit dem Spitzenwert 54 km/h. Darüber hinaus wurden weitere Ordnungswidrigkeiten geahndet und Gespräche mit Bürgern geführt, die die Aktion vor Ort verfolgten.  „Wir erhoffen uns durch diese Maßnahme zusammen mit den Schulkindern einen nachhaltigen Lern- und Erziehungseffekt insbesondere bei den Erziehungsberechtigten“, so Polizeiverkehrslehrer Andree Koschitzki. Er weiß auch zu berichten, dass es ausgerechnet häufig die Eltern von Kindern selbst sind, die aufgrund des „Zeitdrucks und fehlender Rücksichtnahme Geschwindigkeits- und Parkverstöße begehen und Ihre Vorbildfunktion vernachlässigen“.

Aufgrund der großen Resonanz beabsichtige die Polizei die Aktion „Süßes oder Saures“ künftig sogar hamburgweit in anderen Stadtteilen durchzuführen.

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