Altona / Ottensen. Der Planungsausschuss hat am Mittwoch dem Bauausschuss eine Ablehnung eines vorliegenden, allerdings nicht vollständigen Bauantrages zur Randbebauung am Spritzenplatz empfohlen. Hier wollte ein Eigentümer einen mehrgeschossigen Bau mit Glasfassade errichten, etwa die vierfache Baumasse zwischen Ottenser Hauptstraße und Spritzenplatz realisieren, was nach Bekanntwerden auch zu Protesten im Stadtteil führte.

Der Altonaer Planungsausschuss beschloss neben der Empfehlung für eine Ablehnung des Bauantrages (wir berichteten) einen Antrag zur Einleitung eines neuen Bebauungsplanverfahrens für das Gebiet. Auch eine Zurückstellung des Bauantrages wird erwogen. Final soll hierzu der Hauptausschuss am 11. Dezember beschließen.

Laut aktuellem B-Plan Ottensen 35 aus dem Jahr 1995 ist in dem Bereich ein Erhaltungsgebot und gleichzeitig, zumindest in einem eingezeichneten Teilbereich auf der Seite des Spritzenplatzes, eine vier-fünfgeschossige Bebauung festgelegt. Nach Informationen von ALTONA.INFO führte diese Widersprüchlichkeit zu Abwägungsschwierigkeiten. Mit dem eingezeichneten Erhaltungsgebot ist in jedem Fall einer Bebauung allerdings auch die Politik zu befassen. Die breite Mehrheit der politischen Vertreter votierte auch aus Gründen der bedeutenden Lage nun für eine neue öffentliche Plan-Diskussion.

Wie der vorliegende Bauantrag endgültig behandelt wird, ist nach Informationen von ALTONA.INFO noch offen. Die Ablehnung eines Bauantrages begründe gegebenenfalls auch noch eine Klagemöglichkeit, während eine Rückstellung vor dem Hintergrund eines neuen Bebauungsplanverfahrens eine Sperrwirkung für ein-drei Jahre auslöse. Im vorliegenden Fall sind Streitigkeiten jedoch sehr unwahrscheinlich, da der Bauherr nach Informationen dieser Zeitung bislang vollständige Unterlagen für einen qualifizierten Bauantrag schuldig blieb. ottensen35

Auszug aus der Planzeichnung B-Plan Ottensen 35. Quelle: FHH

KOMMENTAR / LESERBRIEF

Antwort hinterlassen