Altona / Missoula. Markus K. (30) ist von dem Geschworenengericht in Missoula des vorsätzlichen Mordes am Altonaer Diren D. für schuldig befunden worden. Ein Strafmaß wird im Februar verkündet. Das Urteil wurde von Direns Eltern und Gasteltern im Gerichtssaal mitverfolgt.

Seit dem 1. Dezember fand in Missoula (US-Bundesstaat Montana) der Prozess gegen den Hausbesitzer statt, der den Austauschschüler in seiner Garage mit einer Schrotflinte am 27. April 2014 erschoss. Der 17-jährige Diren Dede aus Altona hatte dabei keine Chance und erlag seinen schweren Verletzungen. Während des Prozesses zeigte der nun verurteilte Mörder des Jugendlichen keine Reue. Besonders belastend war für Kaarma im Laufe des Prozesses die Aussage von Zeugen aus einem Frisörgeschäft, wo Kaarma seine Tat bereits ankündigte (“werde ein paar Kids töten”) und zudem damit prahlte so in die Nachrichten zu kommen.

Seine Anwälte plädierten auf nicht-schuldig und führten wie erwartet und im Vorfeld sehr diskutiert die sogenannte “Castle Doctrine” an, wonach der Schutz des eigenen Hauses mit Waffengewalt erlaubt sei. Der Vater hätte zudem sein Kind beschützen wollen. Das überzeugte die Geschworenen nicht. Vielmehr habe der Mörder bewusst eine Falle gestellt, als er seine Garage offen ließ und mit Überwachungsgerät präparierte. Diren Dede, so ein Zeuge, der mit ihm unterwegs war, hatte in einer Art jugendlichen Mutprobe (sog. „Garage hopping“) offenbar mehrfach fremde Garagen aufgesucht. Das kostete ihn in den USA, wo Bürger ohne Probleme an Schusswaffen kommen, das Leben.

Ein genaues Strafmaß werde am 11. Februar 2015 vom Gericht festgelegt, wobei eine Gefängnisstrafe von mindestens zehn Jahren als sicher gilt.

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