Hamburg. Etwa 5.000 Menschen haben sich zu einer kurzfristig einberufenen Kundgebung am Montag unter dem Motto: ‚Égalité, Fraternité, Liberté‘ (Gleichheit, Brüderlichkeit, Freiheit) versammelt. Am Gerhart-Hauptmann-Platz setzten die Hamburger ein Zeichen der Solidarität angesichts des terroristischen Mordanschlags auf die Redaktion der französischen Satirezeitschrift “Charlie Hebdo”. Am Sonntag kam es in Hamburg zu einem Brandanschlag bei der Hamburger Morgenpost; die Hintergründe hier sind weiter ungeklärt, jedoch hatte die Zeitung Mohammed-Karikaturen von “Charlie Hebdo” als Zeichen der Solidarität auf dem eigenen Titel abgedruckt.

Der Demonstration und Kundgebung schlossen sich neben den Spitzen des Hamburger Senates zahlreiche Hamburger Politiker an. Auf den zahlreichen Schildern war etwa zu lesen “Muslime gegen den Terror – nicht in unserem Namen” oder “Je suis Charlie”. Der Deutsche Journalisten-Verband Hamburg verurteilte den Brandanschlag auf die Redaktion der Hamburger Morgenpost in der Nacht zum Sonntag. Gewalt gegen Redaktionen sei immer auch ein Anschlag auf die Presse- und Meinungsfreiheit und damit auch auf eine demokratisch verfasste Gesellschaft. Die Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit stellte sich stellvertretend für das Parlament hinter die Demonstranten und formulierte: „Je suis Charlie“. Die Türkische Gemeinde, der Rat der Islamischen Gemeinden, der türkisch-islamische Dachverband Ditib, der DGB und die Kirchen hatten sich ebenfalls dem Aufruf angeschlossen.

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