Flüchtlingsunterkunft Holmbrook verzögert sich wegen Gutachten

Hamburg / Altona / Othmarschen. Kommt nun eine Flüchtlingsunterkunft oder keine? Ende letzten Jahres hieß es noch, ab Januar schon könnten Flüchtlinge eine dringend benötigte Folgeunterbringung mit 200-300 Plätzen in Holmbrook, in einem Park auf dem A7-Tunnel, erhalten. Das Sicherheits- und Ordnungsgesetz (SOG) sollte genutzt werden, damit es besonders schnell geht.

Nach Informationen von ALTONA.INFO, ist der rechtliche Rahmen „SOG“ nun vom Tisch. Das spiele jetzt keine Rolle mehr und soll ein reguläres Bauverfahren werden, so Bezirksamtssprecher Martin Roehl gegenüber unserer Zeitung. Einer der Hauptkritikpunkte aus der bezirklichen Politik, die Maßnahme in diesem Wege durchzuführen, ist damit offenbar abgewendet. Andererseits dauert es viel länger, als ursprünglich angenommen.

Wie bereits berichtet, gab es bereits vor Jahren, als der Bezirk den Standort selbst in Erwägung zog, Anmerkungen zur Baustatik. Ein Gutachten dazu – immerhin werde auf einem anderen Bauwerk, d.h. dem A7-Tunnel gebaut – werde gerade gefertigt und verzögert auch die Kommunikation gegenüber Bürgerinnen und Bürgern. Ursprünglich hieß es, bereits im Januar könnte die Folgeunterbringung, die für dringend anspruchsberechtigte Flüchtlinge aus der überlaufenden Schnackenburgallee benötigt wird, stehen.

Besonders zu loben sei, so der BA-Sprecher, dass sich bereits Nachbarn und Anwohner zur Unterstützung zusammengeschlossen hätten. Eine offizielle Infoveranstaltung werde schnellstmöglich nach Vorlage des Gutachtes erfolgen, verspricht das Bezirksamt Altona.

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