Hamburg / Altona / Bahrenfeld. Am Dienstag ging die Spurensuche der Kripo-Ermittler am abgebrannten “Bahrenfelder Forsthaus” weiter, nachdem sich diese am Vortag durch Nachlöscharbeiten der Feuerwehr schwieriger gestalteten. Nach Überzeugung der Ermittler wird der Brandort nun zum Tatort.

Entsprechende Funde haben überzeugt, dass es Brandstiftung war, berichtet Polizeisprecherin Sadowsky gegenüber ALTONA.INFO. Aus ermittlungstaktischen Gründen mache man jedoch keine weiteren Angaben. Ein Zeugenaufruf dürfte folgen.

Dem Bezirksamt Altona lag jüngst ein Antrag auf Erteilung eines Bauvorbescheides vor, dem die Bezirksversammlung im Februar sehr knapp zustimmte (GRÜNE und CDU gegen SPD, LINKE, FDP, AFD – es fehlten einige Abgeordnete der SPD). Der Beschluss wurde jedoch von Bezirksamtsleiterin Melzer beanstandet, wie bereits direkt nach Fassung angekündigt, auf amtsdeutsch: Für nichtig erklärt, da mit den Gesetzen nicht vereinbar. Die Beanstandung sei auch erfolgt, bestätigte der stellv. Amtsleiter Kersten Albers am Dienstag gegenüber ALTONA.INFO. Die knappe Abstimmung kann in der Filmaufzeichnung der letzten Sitzung ab Minute 1:19:59 „Von-Hutten-Str“ nachvollzogen werden.

Ein Zusammenhang zwischen dem Verwaltungsakt einerseits und einer Brandstiftung andererseits ist nicht erwiesen. Altonaer Politiker spekulierten jedoch entsprechend. Das gültige Baurecht ist, wie berichtet, im Bebauungsplan Bahrenfeld 10 geregelt.

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Auszug aus der Planzeichnung zum gültigen B-Plan. Offenbar scheiterte daran auch der Beschluss der Politik.

 

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