• Die ehemalige Schule Röbbek in Groß Flottbek wird mit Wohnungsbau überplant.
  • Ein denkmalrechtlicher Erhalt der Turhalle erfolgt, allerdings nicht für öffentliche Nutzung.
  • Es entstehen etwa 20 Reihenhäuser und ein Café.
  • Ein öffentlicher Betreiber, etwa Sportverein, sei als Betreiber nicht gefunden worden.

Seit Anfang 2014 liegt das Ergebnis eines Konzeptausschreibungsverfahrens des Landesbetriebes Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) vor. Seitdem versuchten Beteiligte nach eigenen Angaben einen Betreiber zu finden, der die Turnhalle zu Stadtteilkulturzwecken nutzen möchte. Diese Suche scheiterte offenbar. Die Bezirksversammlung Altona machte nun im nicht-öffentlichen Teil Ende März nach Informationen von ALTONA.INFO den Weg für Loftwohnungen und ein Café frei.

„Unter den drei Bewerbern wurde zunächst ein Konzept favorisiert, welches auf dem ca. 7600 qm großen  Gelände die denkmalgeschützte Schule mit Turnhalle erhält und im Wesentlichen eine Wohnnutzung im Bestand und ein Zubau von weiteren 5 Gebäuden für altengerechte Wohnungen, sowie Einfamilienhausnutzung vorsieht“, berichtete das Bezirksamt Altona auf Anfrage von ALTONA.INFO im Herbst 2014. Ein Vorbescheid lag zum damaligen Zeitpunkt noch nicht vor.

Ein Verkauf der öffentlichen Liegenschaft war auch noch nicht erfolgt, weil die Nachnutzung der denkmalgeschützten Turnhalle noch nicht abschließend geklärt war. Wegen des Erdfallgebiets gab es nach amtlichen Darstellungen erhebliche Schäden an der Sporthalle. Die Bodenplatte im Kellergeschoss hatte sich um ca. 45 cm abgesenkt und es bestanden in der Turnhalle selbst lange Risse von 3cm.  Die Turnhalle sei nur „unter erheblichem Aufwand (Verbesserung der Gründung) zu halten bzw. umzunutzen“, wusste man damals. Tatsächlich sichert der jetzige Investor nach Informationen dieser Zeitung mit einem aufwändigen Tiefbau und anpassungsfähigen Untergrundbauten Voraussetzungen für einen denkmalgerechten Erhalt zu.

Die „öffentliche Nutzung“, die zuletzt über eine Teilausschreibung der Halle selbst vorangetrieben worden ist, ist nun jedoch aus Kostengründen und mangels Interesse eines Betreibers gescheitert, heißt es. Offenbar war ist der Erhalt der Turnhalle in der Gesamtkalkulation jedoch darstellbar. Mehr Zeit für einen weiteren Anlauf in der Sache blieb jedoch nicht. Durch den Leerstand war es nach Amtsangaben zwischenzeitlich auch zu Beschädigungen an den Gebäuden gekommen. Irgendwann, so heißt es aus der Politik, hätten offenbar wirtschaftliche Gründe den Erhalt des Denkmals so stark gefährdet, dass nur noch ein Abriss in Frage gekommen wäre.

Das zu beplanende Gelände - Darstellung: BA Altona
Das zu beplanende Gelände – Darstellung: BA Altona

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