Holmbrook: Anhörung zur Flüchtlingsunterkunft am 13. April

Altona / Ottensen / Othmarschen. Die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) plant auf dem Grundstück hinter den Hausnummern 1- 5 am Holmbrook, auf der sogenannten Zirkusfläche, eine Wohnunterkunft zu errichten (wir berichteten).

Geplant sind demnach acht zwei- und ein eingeschossiges Modulhaus, die 208 Menschen Wohnraum im Rahmen sog. Folgeunterkünfte bieten sollen. Mit der Einrichtung von entsprechendem Wohnraum, auf den die Menschen gesetzlichen Anspruch haben, ist Hamburg im Hintertreffen. Die Aufnahmekampazitäten in Erstaufnahmeeinrichtungen, etwa im Gewerbegebiet an der Schnackenburgallee, sind deshalb sehr stark angewachsen. Offenbar stehen bautechnische Gründe nun nicht mehr im Weg. Zuletzt hieß es, dass zur Statik eines Bauwerkes auf dem A7-Tunnel noch ein Gutachten erstellt werden müsse, was die Einrichtung verzögerte.

Fragen der Anwohner sollen bei einer öffentlichen Informationsveranstaltung am Montag, 13. April 2015 (von 18:00 bis 20:00 Uhr in der Aula der Elbschule BildungsZentrum Hören und Kommunikation
Holmbrook 20, 22605 Hamburg) geklärt werden. Bereits seit Wochen formiert sich Unterstützung aus dem Umfeld der Kirchengemeinde. Die Altonaer Bezirksamtsleiterin lobte wiederholt gesellschaftliches Engagement aus dem Umfeld von Bürgerinnen und Bürgern.

Bei der „Öffentlichen Anhörung“ werden die Baupläne vorgestellt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger seien herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen, Fragen zu stellen und Anregungen zu geben. Teilnehmen werden neben der Altonaer Bezirksamtsleiterin auch Vertreter der BASFI und des Betreibers der Unterkunft fördern & wohnen.

1 KOMMENTAR / LESERBRIEF

  1. Nachdem bereits vor einem halben Jahr die ersten Gerüchte und Teilinformationen auftauchten findet – endlich! – die überfällige Bürgerversammlung statt. Als „öffentliche Anhörung“ ist es aber vonseiten der städtischen bzw. bezirklichen Behörden aber gerade nicht angekündigt, sondern als „Informationsveranstaltung“. Bemerken Sie den Unterschied?

    Als Baubeginn für die Containersiedlung wurde vor wenigen Wochen „Mitte April“ angekündigt. Sollten diese Planungen noch gelten hieße das: Die Bürger im Stadtteil würden vor vollendete Tatsachen gestellt, können – obwohl sie die Verhältnisse vor Ort am besten kennen – keinerlei Einfluss nehmen auf die Ausgestaltung der Maßnahme. Das wirft zwangsläufig die Frage nach dem Demokratieverständnis der Behördenmitarbeiter auf, die für die Planungen verantwortlich sind. Dies umso mehr, als die so gewünschte Integration nur MIT den Bewohnern in der Umgebung gelingen kann.

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