Hamburg / Altona / Bahrenfeld. Ein leuchtender roter Punkt am Ende eines Glasfaserkabels verkündete für die Forscher und Ingenieure Mitte April das erfolgreiche Ende einer langen Etappe. Glasfaserkabel und die zugehörige Infrastruktur wurden installiert. Die erste direkte Verbindung zwischen DESY-Bahrenfeld und der 3,4 km entfernten Experimentierhalle in Schenefeld in Betrieb genommen.

Alle für die Inbetriebnahme erforderlichen Daten- und Kontrollverbindungskabel sind in den unterirdischen Tunneln verlegt. Die Trasse folgt dem Tunnel für die Elektronenbeschleuniger und führt dann weiter über die Undulator-Tunnel, in denen die Röntgenstrahlung erzeugt wird, und die Photonentunnel bis in die Experimentierhalle, berichtet DESY. In der Betriebsphase würden auf diesem Weg Informationen von den Instrumenten in Schenefeld an das Rechenzentren bei DESY übertragen, aber auch die Kontrollkommandos der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, um die Instrumente und den Beschleuniger zu steuern.

Auf das ‚Licht am Ende der Leitung‘ haben die Forscher lange gewartet. „Darauf haben wir über Jahre hingearbeitet, und ich bin stolz, dass es nun geschafft ist“, so European XFEL-Wissenschaftler Chris Youngman. Nach dem ganzen Kabelgestrüpp werden jetzt noch Netzwerk-Komponenten und ab nächstem Jahr Instrumente, mit denen die Experimente durchgeführt werden, installiert.

Der unterirdische Tunnel erstreckt sich vom Campus Bahrenfeld durch die Altonaer Stadtteile Osdorf und Iserbrook bis nach Schenefeld. Darstellung: DESY
Der unterirdische Tunnel erstreckt sich vom Campus Bahrenfeld durch die Altonaer Stadtteile Osdorf und Iserbrook bis nach Schenefeld. Darstellung: DESY

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