Seit Gründung wurden rund 500 frühgeborene und schwer kranke Kinder unterstützt. Anfang Juli feierte Leuchtturm Hamburg e.V. fünfjähriges Jubiläum. Der Verein ist im Bereich der sozialmedizinischen Nachsorge tätig und wurde 2010 mit dem Ziel gegründet, Familien mit frühgeborenen oder schwer kranken Kindern im Anschluss an einen Klinikaufenthalt zu unterstützen. Bis heute konnte mit ehrenamtlichem Engagement etwa 500 Kindern und deren Familien geholfen werden.

Dabei arbeitet der Verein arbeitet eng mit dem Altonaer Kinderkrankenhaus zusammen.  „Von den ca. 670.000 Kindern, die in Deutschland pro Jahr auf die Welt kommen, ist fast jedes zehnte Kind zu früh geboren. Organisationen wie der Leuchtturm Hamburg e.V. haben eine elementare Bedeutung nicht nur in der sozialmedizinischen Nachsorge sondern auch in der präventiven Hilfestellung, um weitere Klinikaufenthalte zu vermeiden und somit das gesamte System zu entlasten“, berichtete Silke Mader, Vorstandsvorsitzende der European Foundation for the Care of Newborn Infants (EFCNI) anlässlich einer Feier.

Der Gesetzgeber habe lediglich die Finanzierung der Nachsorgeleistungen für Patienten mit schwerwiegender, medizinischer Indikation eindeutig geregelt. Viele Familien jedoch, für die eine Betreuung ebenfalls notwendig und wertvoll wäre, fallen bislang durch das Raster der Kostenträger. Der Verein schreibt in einer Mitteilung von einer „eklatanten Versorgungslücke im Gesundheitssystem“.

Die Betreuung der Familien macht rund ein Drittel der Leistungen des Leuchtturms aus und wird aus Vereinsmitteln getragen. Der Verein ist kontinuierlich auf Geld- und Sachspenden angewiesen. Bislang wurden durch Leuchtturm Hamburg e.V. jährlich rund 100 Kinder und ihre Familien betreut. Und die Tendenz steige. Im ersten Halbjahr 2015 ware es nach Angaben bereits 81 Kinder. Als neuer „Botschafter des Vereins“ soll die Hamburger Band „Deine Freunde“ nun mithelfen, die als Unterstützer gewonnen  werden konnte.

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