Am 29. Juli haben die Vertrauensleute des Bürgerbegehrens „Spritzenplatz bleibt!“ – drei Wochen nach Beginn – das erste Drittel der notwendigen Stimmen beim Bezirksamt eingereicht. Knapp 2.800 Unterschriften lägen vor, das sogenannte Drittelquorum für eine Sperrwirkung sei erreicht, so die Ini in einer Stellungnahme. Das Bezirksamt Altona hat bis zum 12. August Zeit, die Unterschriften zu prüfen und entsprechende Sperrwirkung amtlich festzustellen.

Die Ini wendet sich mit ihrem Begehren gegen einen futuristischen und mehrgeschossigen Neubau am ‚Ottenser Kreuz‘. Der Grundeigentümer hatte für das Eckgebäude zwischen Ottenser Hauptstraße und Spritzenplatz nach Informationen von ALTONA.INFO bereits Anträge gestellt. Die Bezirksversammlung Altona lehnte zuletzt einen Antrag vor der parlamentarischen Sommepause ab.

Ob auch hier, ähnlich wie zuvor im Rahmen des Verfahrens rund um die Bebauung des Zeiseparkplatzes, eine tatsächliche Sperrwirkung erreicht werden kann, ist zu bezweifeln. Das Bezirksamt Altona hatte für den Zeiseparkplatz trotz Sperrwirkung durch das Bürgerbegehren, sogar nach Erreichen der Hürde zur Durchführung eines Bürgerentscheides bei allen Wahrberechtigten im Bezirk, einen Bauantrag genehmigt. Aufgrund entsprechender Unklarheiten zum Verfahren bat ALTONA.INFO das Amt auch in diesem Verfahren um weiterführende Informationen (liegen noch nicht vor).buergerbegehren-spritzenplatz-vertrauensleute

Die Vertrauensleute vor dem Rathaus. Foto: Ini

2 KOMMENTARE / LESERBRIEFE

  1. Der Grundeigentümer wollte Ottensen „was Gutes tun“ und hat Herrn Daniel Libeskind engagiert, der sich leider nur oberflächlich mit Ottensen befaßte. Nun – der Schuss ging „nach hinten los“. Allerdings ist das „Telekom-Gebäude“ an der Ecke zum Spritzenplatz keineswegs ein Rest der dörflichen Bebauung Ottensens (solche Reste finden sich zum Beispiel im Baublock östlich davon, an der Holländischen Reihe und an der Zeisstraße). Das „Telekom-Gebäude“ ist ein Behelfsbau aus der unmittelbaren Nachkriegszeit (und war einschließlich davorliegender Freifläche auf das Fischrestaurant Daniel Wischer zugeschnitten). Vor dem Bombenkrieg stand an dieser Stelle übrigens ein 4-geschossiges Wohn- und Geschäftshaus.

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