Im Rahmen behördlicher Aufforderungen hat das BA Altona nach Befassung des Hauptausschusses im August mehrere weitere Standorte für die Unterbringung von Flüchtlingen bzw. Wohnungslosen zusammengestellt. „Als Ergebnis einer qualifizierten Flächensuche schlägt das Bezirksamt Altona vor, der BASFI und der BIS folgende Flächen zu benennen“, heißt es in der Drucksache. Benannt wurden:

  • Bebauungsplan Rissen 45/ Sülldorf 22: Suurheid 22/ Marschweg 100 (ehemalige Kaserne), Rissen
  • Grundstück östlich der Straße In de Bargen gelegen, Blankenese
  • Teilfläche des Reichspräsident-Ebert-Kasernenareals (östlich der Schenefelder Landstraße gelegen), Iserbrook
  • Teilbereich des Kasernenareals am Blomkamp/ Grubenstieg, Osdorf

Die Flächen wurden in einer Übersicht mit Kapazitäten dargestellt. Laut Andreas Grutzeck (CDU, stellv. Vors. der BV), handelt es sich hier um lose Vorschläge. Man ist schließlich turnusgemäß dazu verpflichtet, den Hamburger Behörden entsprechende Flächen zu benennen. Die Praxis der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass der Hamburger Senat entsprechende Unterbringungen häufig selbstständig plant und den Bezirk dann häufig im Nachgang zu grundlegenden Entscheidungen informiert, bzw. ‚beteiligt‘.

Als Appell dürfte zu bewerten sein, dass inbesondere Flächen von Bundeswehrstandorten in Osdorf und Iserbrook in die Vorschlagsliste integriert wurden. Die Einrichtung neben dem Golfplatz in Rissen/Blankenese wurde bereits medial thematisiert. Fest steht: In den süd-westlichen Stadtteilen von Altona werden nach wie vor viel weniger Kapazitäten geplant, als in den nord-östlichen Gebieten des Bezirkes. Als besondere Erleicherung nahm man in der Altonaer Politik wahr, dass Anwohnerinnen und Anwohner in Othmarschen (zweithöchstes durschnittliche Einkommen pro Haushalt) eine ausgesprochen große Hilfbereitschaft bei der Schaffung von zwei Standorten zur Flüchtlingsunterbringung zeigten.

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