Bürgerforum Zeisestudios – Fragen und Antworten zu Zeise 2

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Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Bürgerinnen und Bürger in Hamburg-Altona!

Die Grundstücksgesellschaft Zeise II mbH & Co KG hat ALTONA.INFO den Auftrag für die Moderation eines ‚Frage-Antwort-Forums‘ zu den Zeisestudios in Ottensen erteilt. Hintergrund ist das Bauprojekt des Eigentümers auf dem Grundstück des ehemaligen Zeiseparkplatzes in Ottensen an der Friedensallee.

Entsprechend steht hier ein ‚Bürgerforum‘ zur Verfügung, das auf Einzelfragen und Sachthemen rund um die Bebauung eingehen soll. Unsere Redaktion moderiert eingehende Fragen und Kritik journalistisch frei und neutral. Weisungsbefugnis ist ausgeschlossen, der Pressekodex als Grundlage anerkannt. Uns als Moderator wurde weiterhin zugesichert, dass gestellte Fragen direkt, schnell und für alle sichtbar beantwortet werden.

Grundlage sind unsere allgemein üblichen Regeln zur Kommentierung, zusammengefasst in unserer Netiquette.

61 KOMMENTARE / LESERBRIEFE

  1. Guten Tag an das Team der Zeisestudios,

    vorausgeschickt zu meinen Fragen folgendes:
    1. als Bewohner des Schanzenviertels tangiert mich ein Neubau in Ottensen eher indirekt.
    2. Als Werber habe ich aus nichts gegen mich selber und ziehe mir so eine Argumentation auch nicht an

    Wogegen ich als Bürger aber sehr wohl etwas habe, ist, wenn jemand seine eigentlichen Absichten verschleiert und nicht offen und ehrlich zur Diskussion und Abstimmung stellt. Und nach der Berichterstattung in der Presse habe ich den Eindruck, daß da zumindest manche Dinge sehr seltsam abliefen. Auch wenn der Vorgang an sich legal ist.

    Und darauf beziehen sich meine Fragen an Euch:

    1. Nach eigener Aussagen ist die Procom Invest ein sehr erfahrenes und sehr professionelles Planungsbüro in Sachen Bauvorhaben in Hamburg. Man muß also davon ausgehen, daß Euch geläufig ist, daß das Thema „Bauvorhaben“ in Altona und speziell Ottensen sensibel zu handhaben ist und die dortigen BürgerInnen auch gewillt sind, über entsprechende Vorhaben zu diskutieren.
    Bleibt Ihr trotzdem bei Ihrer Aussage, daß es ein reines „Versäumnis“ war, die allgemeine Öffentlichkeit und die politische Öffentlichkeit zu informieren, sobald Ihr bei euch intern den Beschluß gefaßt hattet, das vorher öffentlich vorgestellte eigentliche Bauvorhaben hin zu einem reinen Bürobau zu ändern?

    2. Auf eine Frage zur Bürgerbeteiligung für ein Vorhaben in den Jahren 2014/15 verweist ihr auf ein Planungsverfahren von 1997 und daß dort eine Bürgerbeteiligung stattgefunden habe. Meine Frage an Euch: meint Ihr das bei nochmaligem Nachdenken ernst?
    Auch vor dem Hintergrund, daß es ja sogar einen öffentlichen Wettbewerb im Jahre 2013 (hier bei altona.info nachzulesen) gab, dessen Ergebnis Anfang 2014 veröffentlicht wurde? Seid Ihr nicht der Meinung, daß dieser öffentliche Wettbewerb eine Öffentlichkeitsbeteiligung aus 1997 abgelöst hat?
    Und wenn ihr (völlig legitim) auf einmal ein lukratives Angebot für Bürobauten auf dem Tisch liegen hattet, trotzdem dazu dann erstmal die Öffentlichkeit in entsprechenden Info-Veranstaltungen hättet informieren müssen?

    3. Ihr wehrt Euch gegen den Vorwurf der „Hinterzimmer-Politik“. Leider muß ich sagen, daß das bisher schon alles ziemlich alles danach klingt. Könnt Ihr dann bitte mal angeben, wann und wen Ihr zum allerersten Mal davon in Kenntnis gesetzt habt, daß Ihr jetzt doch ein reines Bürogebäude baut statt die in der Öffentlichkeit vorgestellten Pläne mit kombiniert mit Wohnungsbau?
    Und wann wurden diese Pläne für das Bürohaus zum ersten Mal in den öffentlichen politischen Gremien vorgestellt?

    4. und letzte Frage:
    Hattet Ihr den Mietvertrag mit WPP bereits abgeschlossen, bevor Ihr zum ersten mal die politische Öffentlichkeit informiert habt? Oder danach?

    Nochmals: ob jetzt die Umverteilung von 850 Büroarbeitsplätzen von der Hafencity nach Ottensen gut oder schlecht ist, kann und will ich nicht beurteilen, weil das über mein Urteilsvermögen hinausgeht. Aber mir liegt sehr viel an Transparenz und Offenheit. Und bei allen größeren Vorhaben in Hamburg und speziell in Altona, gerade auch Bauvorhaben, habe ich den Anspruch, daß der Vorhabenträger sich eine öffentliche Mehrheit besorgt (Beispiel IKEA, wo es immerhin eine lange öffentliche Debatte gab, dann wurde abgestimmt. Ihr nennt ja selber IKEA als Beispiel).

    Noch etwas: laßt doch mal die persönlichen Seitenhiebe gegen Herrn Zibell und Herr Sann. Das macht nicht den Eindruck einer faktenbasierten Auseinandersetzung.

    Besten Gruß

    MB

    • Hallo „MB“!

      Vielen Dank für Ihre ausführlichen Fragen, die wir gern wie folgt beantworten:

      Zu 1.: Ja, es handelt sich um ein reines Versäumnis, das wir weiterhin sehr bedauern. Für uns gab es – bis zur Einigung mit unserem Mieter – keinerlei strategische Gründe, mit dem Vorhaben gegenüber der breiten Öffentlichkeit hinterm Berg zu halten. Das Projekt war und ist auf diesem Grundstück für Ottensen das mit Abstand beste. Dem geforderten sozialen Wohnungsbau kommen wir in der Behringstraße 38 sowie an vielen weiteren künftigen Standorten nach.

      Zu 2.: Für uns als Projektinvestor ist relevant, was wir gemäß gültigem Bebauungsplan auf einem Grundstück errichten dürfen und ob es eine parlamentarische Mehrheit dafür gibt (von den Bürgerinnen und Bürgern gewählten Volksvertretern). Die hohen Güter Recht und Gesetz sind in unsere Demokratie keine „Optionen“, die man nach Lust und Laune ernst nehmen oder links liegen lassen sollte.

      Zu 3.: Am 14.10.2014 hat der Bauausschuss unseren Antrag auf Bauvorbescheid für den Hochbau sowie den Antrag für die Baugrube vom 10.09.2014 nach einer ersten Befassung mit dem Thema am 23.9. mehrheitlich beschlossen. Zuvor haben wir das Bauvorhaben – wie bereits in zahlreichen Präsentationen und Diskussionen mit den Fraktionen während der Vormonate – erneut ausführlich dargestellt. Durch die Bank ein üblicher Vorgang. Im Sommer fanden übrigens mehrfach intensive Gespräche mit der Initiative statt, in denen das Vorhaben und die Gründe ausführlich dargestellt wurden.

      Zu 4.: Selbstverständlich fand ein informeller Austausch vor Vertragsunterzeichnung mit der Politik statt. Alles andere wäre unseriös und für ein verantwortungsvolles Unternehmen völlig abwegig.

      Beste Grüße vom Zeise2-Team

  2. Moin „Zeise2-Team“,

    mich würden die strategischen Gründe interessieren, aus denen Sie Geld und Zeit investieren, um erstens hier, zweitens auf Ihrer Internetseite und drittens per offenbar großflächig verteiltem Flyer dafür zu werben, für die Vorlage der Bezirksversammlung zu stimmen. Zugleich machen Sie ja immer wieder deutlich, dass der Bürgerentscheid keinerlei Auswirkungen auf das Bauprojekt haben wird. Falls es Ihnen um eine Erhöhung der Akzeptanz für „Zeise 2“ in der Bevölkerung geht, könnte ich mir sinnvollere Maßnahmen vorstellen. Was beabsichtigen Sie also mit Ihrem Vorgehen udn warum haben Sie sich für die angesprochenen Maßnahmen entschieden?

    • Moin „sb“,

      danke für Ihre Einschätzung. Die vielen zustimmenden, dankbaren und konstruktiven Rückmeldungen aus allen Teilen des Bezirks der vergangenen Tage und Wochen bestätigen uns in unserer Informationskampagne. Zu Ihrer Beruhigung: Alle unsere Aktivitäten sind privat finanziert.

      Wir machen uns – wie viele andere Bürgerinnen und Bürger auch – vielmehr Gedanken über den mehr als 280.000 Euro teuren Bürgerentscheid, dessen Ziel der Sprecher der Bürger-Ini mittlerweile selbst nur mehr als „Abrechnung mit dem Politikstil der Stadt“ (Hamburger Abendblatt) benennt. Hierbei handelt es sich 100% um öffentliches Geld.

      Beste Grüße vom Zeise2-Team

      • Hallo Procom PR-Team,

        der Bürgerentscheid wurde als demokratisches Kontrollinstrument eingeführt, um den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, bei politischen Kontoversen mittels direkter Demokratie Einfluss zu nehmen. Vor allem, wenn sie der Meinung sind, dass die von Ihnen gewählten Volksvertreter in diesem Punkt nicht in Ihrem Sinne handeln.
        Auf Wikipedia heißt es dazu:

        „Bürgerbegehren und Bürgerentscheide können dabei helfen, wichtigen und möglicherweise auch kontroversen kommunalen Themen einen Raum für den öffentlichen Diskurs und die Auseinandersetzung mit den jeweiligen Pro- und Contra-Argumenten zu bieten. Der Bürgerentscheid spielt in diesem Zusammenhang die wichtige Rolle des Prozessabschlusses. Er beendet den öffentlichen Diskurs durch einen demokratischen Abstimmungsakt und legt die tatsächlichen Präferenzen der Abstimmenden offen. Sofern das Ergebnis von allen Beteiligten anerkannt wird, leistet der Bürgerentscheid damit einen wichtigen Beitrag zur Offenlegung und demokratischen Klärung von Interessensgegensätzen in der Kommune.“

        Sie als Investor und auch die SPD versuchen aber von Anfang an, Bürgerbeteiligung zu verhindern und berufen sich stattdessen auf einen veralteten Bebauungsplan und auf Recht und Gesetz. Dass Sie und die SPD aber versuchen, auch den Bürgerentscheid zu verhindern, durch eine widerrechtlich erteilte Baugenehmigung trotz Sperrwirkung des Bürgerbegehrens und dadurch, dass Sie den BürgerInnen einzureden versuchen, der Bürgerentscheid, der ihr demokratisches Recht ist, sei völlig irrelevant und würde nur über 200.000€ Steuergelder verschwenden, empfinde ich als geschmacklos. Versuchen Sie eine hohe Wahlbeteiligung zu verhindern, um ein Votum des Entscheids gegen den Bürobau anfechten zu können?
        Wenn der Bürgerentscheid so irrelevant wäre, wie Sie behaupten, wie erklären Sie dann, dass Sie selbst einen vermutlich 6-stelligen Betrag in die Hand nehmen, um durch großflächige Anzeigen in den Zeitungen, Plakat-Werbung, Postwurfsendungen u.v.m. Werbung dafür machen, dass die BürgerInnen beim Entscheid zu Ihren Gunsten stimmen?
        Darüber hinaus suggerieren Sie bewusst mit Ihrer Kampagne „850 Jobs für Altona“, es würden diese Arbeitsplätze neu geschaffen. Geben hier im Forum aber zu, dass diese Arbeitsplätze nur innerhalb Hamburgs umziehen.
        Wenn der Bürgerentscheid keine Bedeutung hätte, wie Sie behaupten, wozu all diese Anstrengungen und Versuche, den Entscheid zu verhindern, bzw. zu manipulieren?
        Für die LeserInnen: die Anwälte der Bürgerinitiative gehen davon aus, das unsere Klage gegen die Baugenehmigung Erfolg hat, da nachweislich gegen Verfassungsrecht verstoßen wurde (siehe Post weiter unten). Zusammen mit einem positiven Bürgerentscheid (gegen Bürobau), darf dann nicht mehr einfach so weiter gebaut werden (sofortiger Baustopp). Dann ist Politik und Investor gezwungen, sich mit den BürgerInnen an den Verhandlungstisch zu setzen und eine Einigung zu erzielen.
        Und genau das will man aber verhindern, von Anfang an! Deshalb: Nutzen Sie Ihre Stimme! Es ist Ihr verfassungsmäßiges Recht.

        Freundliche Grüße,
        Frank Zibell (Pro Wohnen Ottensen e.V.)

          • An alle hier mitlesenden Einbrecher: an Wertsachen besitze ich nur ein iPad, und das hab ich dabei. Und außerdem sind wir in Kürze zurück ;-)

            @Zeise-2 Team: Ich würde es den LeserInnen überlassen, die verschiedenen Argumente zu bewerten. Wenn auch aus unseren/meinen Statements oft die Entrüstung über die Intransparenz des Vergabeverfahrens, Taschentricks der SPD und die Nicht-Einbeziehung aller in diesem Stadteil lebenden BürgerInnen hervorsticht und zugegeben einige Wiederholungen dabei waren, sind unsere Argumente gegen den Bürobau nachvollziehbar. Prestigebauten wie Ihr Bürobau für die weltgrößte Werbeagentur oder der geplante (hoffentlich nicht kommende) Libeskind-Glaspalast am Spritzenplatz, würden weiter Mietsteigerungen in Ottensen anfachen, mit den bereits in den Diskussionen in den unten stehenden Posts aufgeführten Folgen und der damit einhergehenden Zerstörung des Stadtbildes von Ottensen, wie wir es kennen und wie es weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und geschätzt ist. Auf unserer FB-Seite brachte es der Kommentar einer Leserin auf den Punkt: „Goodbye Vielfalt, welcome Starbucks.“

            Apropos Behinderung des Bürgerentscheides: Wie uns von vielen Facebook-Usern auf unserer FB-Seite berichtet wurde, sind die Wahlunterlagen in weiten Teilen Ottensens und Altonas noch immer nicht zugestellt worden, obwohl der Bürgerentscheid nächste Woche endet. Auch in meiner Straße nicht. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt?

            Grüße,
            Frank Zibell (Pro Wohnen Ottensen e.V.)

      • Moin „Zeise2-Team“,

        danke für Ihren Beitrag. Schade, dass Ihr anderer Eintrag offenbar wieder gelöscht wurde, denn darin befand sich wenigstens ein Halbsatz mit ein bisschen Antwort auf meine Frage. Ich hatte meines Erachtens keinerlei Kritik ab Ihrer Kampagne formuliert (und noch weniger Sorgen zur Finanzierung geäußert), sondern lediglich nach Ihren Beweggründen gefragt.

        Viele Grüße

        sb

      • Guten Morgen zeise2-Team,

        wie schade, dass Sie in keiner Weise auf die wie ich finde klugen und sehr berechtigten Fragen eingehen, die sb gestellt hat. Stattdessen stellen Sie heraus, dass Ihre Kampagne die vermeintlich gute ist, da sie sie ja privat finanziert wird (wie auch sonst? Ja wohl kaum aus öffentlichen Geldern, oder?). Und stellen Ihrer angeblich guten Aktivität die aus Ihrer Sicht schlechte und vermeintlich öffentliche Gelder verschlingende eines Bürgerentscheids gegenüber. Diese Art der Argumentation ist nicht besonders originell. Viel interessanter ist doch, warum Sie offensichtlich viel Geld in eine Kampagne investieren, obwohl Sie propagieren, dass das Ergebnis des Bürgerentscheides keine Auswirkungen auf Ihr Bauvorhaben hat. Das ist auch meine Frage, die ich Ihnen stelle. Da passt etwas nicht zusammen.

        Frank Zibell liefert eine plausible Erklärung für Ihr Vorgehen, indem er aufzeigt, wie Ihnen ein Bürgerentscheid doch noch unbequem werden kann. Auch darauf sind Sie nicht eingegangen, sondern kanzeln seine Darstellungen kurz und beiläufig ab.

        Für mich steht aus, dass Sie die Fragen von sb und auch meine beantworten.

        Ich bin gespannt.

        Freundliche Grüße

        Patricia Theobald

        • Hallo Frau Theobald!

          Die Antwort auf Ihre Frage ist denkbar einfach: Da die Ini mit Falschbehauptungen, Halbwahrheiten und Spekulationen „Wahlkampf“ betreibt, möchten wir mit Fakten dagegenhalten. Und da es der Ini erlaubt ist, auf öffentlichem Grund zu plakatieren (übrigens mit Plakataufstellern von „DIE LINKEN“) müssen wir auf private Medien zurückgreifen.

          Das Ergebnis wird gleichwohl keinen Einfluss auf die Bautätigkeit haben, da wir nach geltendem Recht und politisch mehrheitlichem Willen handeln und unserem künftigen Mieter gegenüber verpflichtet sind. Daher bauen wir ja auch ersatzweise 47 Sozialwohnungen in der Behringstraße 38. Dort wären ansonsten von einem anderen Entwickler 12 Luxuswohnungen gebaut worden…

          Beste Grüße vom Zeise2-Team

          • Guten Tag,

            ehrlich gesagt erinnern mich Ihre Antworten daran, wie Beschwerdemanagement funktioniert: Einige glatte, wenig aussagekräftige Textbausteine werden entwickelt, die je nach Fall zusammengesetzt und/oder wiederholt und ggf. modifiziert werden. Ja, Sie sind geschult in dieser Art der Kommunikation. Ihre Antworten überzeugen mich nicht, sie sind einfach zu glatt.

            Sie müssen enormen Druck haben wegen des Bürgerentscheides, andernfalls würden Sie nicht großflächig plakatieren, Haushalte flächendeckend mit Handzetteln versorgen, Schüler zur Handzettelverteilung ins Mercado stellen etc. Sie täten gut daran, nicht zu wiederholen, dass der Bürgerentscheid keine Relevanz hat. Sofern die Klage der Initiative Erfolg hat und der Bürgerentscheid gegen Ihr Bauvorhaben ausgeht, kommt es zumindest zunächst zu einem Baustopp. Warum erwähnen Sie diesen Fakt nicht?

            Dass Sie der Initiative in Ihrer Antwort an mich Wahlkampf für bzw. mit den Linken unterstellen, ist schlechter Stil und diente nicht der Beantwortung meiner Frage.

            Freundliche Grüße

            Patricia Theobald

            • Hallo Frau Theobald,

              es freut uns, dass Sie sich mit unseren Aktivitäten zur versachlichten Information der Bürgerinnen und Bürger beschäftigen und kritisch auseinandersetzen. Das zeigt, dass unsere Informationen wahrgenommen werden. Eine ernsthafte Frage zum Bauprojekt können wir in Ihren Beiträgen leider nicht erkennen. Eben um solche Fragen zu beantworten, haben wir dieses Forum initiiert.

              Eine Anmerkung noch: Sie scheinen einen Baustopp für einen erstrebenswerten Erfolg zu halten. Glauben Sie wirklich, Ottensen wäre damit ein Gefallen getan? Worauf soll das Ganze hinauslaufen? Auf den sozialen Wohnungsbau, der eingefordert wird, den wir aber bereits ersatzweise an der Behringstraße zugesagt haben und realisieren werden? Haben Sie mal überlegt, warum die Initiative diesen Fakt wohl so konsequent verschweigt?

              Da Sie unsere Informationen offenbar nicht trauen, schauen Sie doch mal ins Abendblatt von heute. Auf Seite 2 wird das Thema ausführlich kommentiert.

              Beste Grüße vom Zeise2-Team

  3. Hallo Herr Zibell!

    Wir möchten bestätigen, dass der Kontakt zu Ihnen offen und freundlich ist. Gegenseitiger Respekt ist für uns eine Grundvoraussetzung für konstruktive Gespräche. Herr Sann erfüllt dieses Kriterium derzeit leider überhaupt nicht. Wir waren und sind allerdings nach wie vor bereit, mit Ihnen zu diskutieren. Bedauerlicherweise knüpfen Sie aber unerfüllbare Bedingungen („Baustopp“) an etwaige Gespräche. Das ist schade.

    Zum Thema „Kultur und Kreative“ noch einige Hinweise: Ihre Ini wirbt neuerdings mit einem Musiker, dem Sie den Satz „Konzerne und Ketten… verdrängen Kultur und Kreative aus Altona!“ in den Mund legen (Herr Oerding wohnt doch in der Schanze, oder?). Hierzu folgende Feststellungen:
    1. Weder bei uns als Investoren noch bei unseren künftigen Mietern handelt es sich um Konzerne, sondern um mittelständische Unternehmen.
    2. 850 kreative Menschen werden hier ihren Arbeitsplatz haben, viele von ihnen wohnen im Bezirk Altona. Das ist also exakt das Gegenteil von Verdrängung (by the way, nach wie vor empfinden wir Ihren Slogan „Scholz & Friends bleibt in der HafenCity“ als Ausgrenzung…!).
    3. Herr Sann hat mit seinen verbalen Attacken gegen die Künstler (Sprayer) am Bauzaun – und deren Vertreibung – genau das getan, was Ihre Ini hier anprangert. Das ist nicht hinnehmbar. Gleichwohl wissen wir, dass Sie persönlich dies auch nicht gutheißen.

    Mit besten Grüßen vom Zeise2-Team

    • Hallo Procom PR-Team,

      Danke für die Blumen, aber ich möchte zu Ihren Äußerungen folgendes anmerken:

      Googelt man nach „WPP Group“ erscheint als Haupttreffer folgender Text: „Die WPP plc ist ein britischer Konzern aus Werbedienstleistern und Medienunternehmen. Mit einem Umsatz von 16 Mrd. US-Dollar war die WPP Group im Jahr 2011 […] die weltweit größte Werbeholding.“ Der WPP gehört in Deutschland u.a. das Meinungsforschungsinstitut Infratest Dimap und 50% aller Werbeplätze in deutschen Printmedien. Zweifellos ein Werbe- und Mediengigant. Nun will die WPP ihre Tochterunternehmen, die bereits in HH sitzen, unter einem Dach versammeln. Sie behaupten, dass dies nicht auch zum Zweck der Nutzung von Synergieeffekten und damit verbundener Einsparungen von Arbeitsplätzen stattfinden soll? Das wäre schon sehr außergewöhnlich.
      Die Hafencity wurde doch (auch mit Steuergeldern) genau für solche Agenturen wie Scholz & Friends entworfen und gebaut. Nun ziehen viele der dort angesiedelten Firmen wieder weg und es droht ein massives Abwandern aufgrund eines Dominoeffektes (siehe Presseberichte). Stattdessen würden S & F und die anderen Töchter, die z.B. von der Hafencity nach Ottensen ziehen sollen, massive Auswirkungen auf die Entwicklung des Quartiers haben (Mietsteigerungen, Gastromonokultur etc. siehe Posts unten). Wir wollen niemanden ausgrenzen, sondern appellieren mit unserer Aussage an S & F, ihre in ihrer eigenen Image-Broschüre herausgestellte „Social Responsibilty“, also ihre soziale Verantwortung, wahrzunehmen.
      Dass ein Teil der Mitarbeiter bereits verstreut in Altona wohnt mag sein, ändert aber nichts an den Auswirkungen auf die Entwicklung des Stadtbildes rund um die Zeisehallen (siehe Beschreibung Mittagstisch-Effekte usw. unten), wenn knapp 1000 von ihnen gebündelt im Kern von Ottensen am Zeise-2-Areal ihrer Arbeitsbeschäftigung nachgingen.

      Sie behaupten, die Bürgerinitiative würde pauschal gegen Werber hetzen (Ihr Post weiter unten). Wie dort bereits erwähnt ist das nicht der Fall. Einige SPD-Politiker und auch Sie legen uns dies gerne des Öfteren in den Mund. Leider hat die Presse das teilweise aufgegriffen und übernommen. Der Ausdruck „Werbefuzzies“ stammt von einer der Oppositionsparteien in Altona, wie Sie sicher wissen. Da Ihnen bestimmt auch alle unsere Pressemitteilungen vorliegen, verweise ich auch darauf. Wir haben dort immer betont, dass wir nicht gegen Werber als solche sind, sondern dass knapp 1000 Mitarbeiter einer Werbeagentur vereint am Zeise schlicht viel zu viele sind. Schließlich ist es ja so, dass u.a. auch in der BI selber Mitglieder sitzen, die in der Medienbranche arbeiten. Bitte nehmen Sie davon Abstand, die BI mit solchen Behauptungen zu diffamieren!

      Freundliche Grüße,
      Frank Zibell (Pro Wohnen Ottensen e.V.)

      • Hallo Herr Zibell,

        seit Tagen wiederholen Sie hier täglich dieselben unbelegten Meinungsäußerungen.

        Wir müssen Sie nochmals korrigieren: Nicht die WPP-Holding (zweifelsohne ein Konzern) wird sich hier ansiedeln, sondern 12 unabhängig voneinander agierende Agenturen der WPP-Gruppe mit insgesamt 850 Kolleginnen und Kollegen. Daher wird es im Rahmen der Umzüge auch nicht zu den von Ihnen willkürlich behaupteten Personaleinsparungen kommen!

        Lustig, dass Ihre Ini einerseits behauptet, der Umzug der Agenturen würde 100 Jobs kosten, Sie hier aus den 850 geplanten Arbeitsplätzen aber gleich mal 1000 machen. Sind die Fakten so unspektakulär, dass Sie diese – je nachdem, wie’s gerade passt – in alle Richtungen verfälschen müssen?

        Die Leserinnen und Leser mögen selbst beurteilen, wer dieses Frage-Antwort-Forum für sich als PR-Forum nutzt. Wir jedenfalls gewinnen immer mehr den Eindruck, dass es Ihrer Ini gar nicht um bezahlbaren Wohnraum geht, sondern um die Verhinderung von kreativen Arbeitsplätzen.

        Mit besten Grüßen vom Zeise2-Team

        • Hallo Procom-PR-Team,

          Sie betreiben Haarspalterei. Aber ich möchte nicht allzu sehr darauf eingehen, ob die WPP Group nun die Summe ihrer Einzeltöchter oder, wie Sie es darstellen, jede für sich eigenständig ist. Die Zahl 1000 wurde im übrigen von der WPP genannt.

          Mit Ihrer Behauptung, die Bürgerinitiative wäre grundsätzlich gegen kreative Arbeitsplätze, diffamieren Sie erneut. Viele in unserer BI arbeiten selbst im Medienbereich. Zum wiederholten Male: Diese Arbeitsplätze gibt es bereits in Hamburg! Sie werden nicht neu geschaffen, da die Agenturen innerhalb Hamburgs lediglich zusammenziehen! Also können und wollen wir diese auch nicht verhindern, wie Sie gerne behaupten, um die Motive der BI schlecht zu reden.

          Ob es zu Umstrukturierungen kommen wird, können wir nur mutmaßen. Ungewöhnlich wäre allerdings, wenn nicht. Wird es Kündigungen geben? Wir hoffen, dass nicht. Aber können Sie oder die WPP allen derzeit in den betroffenen Töchtern arbeitenden Angestellten garantieren, dass er/sie nicht auf Grund von Umstrukturierungsmaßnahmen im Zuge der Zusammenlegung gekündigt wird? Das wäre doch mal was!

          Was ist mit all den kleinen inhabergeführten Geschäften, Handwerksbetrieben, den kleinen Kreativbüros und Bürogemeinschaften, die zum Flair von Ottensen gehören? Welche Garantien können Sie denen geben, dass sie nicht bei der nächsten Vertragsverlängerung eine saftige Mieterhöhung bekommen? Und sagen Sie nicht wieder, das sei unrealistisch und Schwarzmalerei! Sondern trauen Sie bitte den LeserInnen dieses Forums zu, dass sie die Zusammenhänge zwischen steigenden Mieten und Aufwertung eines Stadtteils durch prestigeträchtige Bauprojekte kennen. Nicht zu vergessen, der bereits beschriebene Mittagstisch-Effekt, von dem Sie nichts wissen wollen. Mit dem Bürokomplex-Bau bedrohen Sie Existenzen und fördern Ketten und eine Gastro-Monokultur!

          Freundliche Grüße,
          Frank Zibell (Pro Wohnen Ottensen e.V.)

  4. @ herrn Sann
    Wow!
    9.000 Bürger (von knapp 250.000 ?) haben einen Bürgerentscheid durchgesetzt?
    und
    250 Ottenser (von knapp 35.000?) unterstützen die Klage?
    und
    100 Geschäfte und kulturelle Institutionen aus Altona (von ???) unterstützen diesen Bürgerentscheid?

    Sollten Sie da nicht vielleicht lieber von einem Konflikt e i n i g e r Bürger mit den Investoren sprechen?

  5. Ich vermag jetzt nicht wirklich erkennen zu können, was an einem offenen, öffentlichen und unzensierten Forum auszusetzen ist. Wichtig ist doch allein, dass jeder Teilnehmer ohne Ausnahme frei seinen eigenen Standpunkt darstellen kann. Nur dies führt zu Transparenz, welche doch auch durch die Ini eingefordert wird. Dieser Diskussion müssen sich die Ini und der Investor stellen.

    Soweit Herr Sann hier auf „Gesetz und Wahrheit“ abstellt, mag er für alle nachvollziehbar einmal darstellen, warum gegen die Baugenehmigung nicht einfach vor dem Verwaltungsgericht im Eilverfahren vorgegangen wurde. Es hätte die Frage der Rechtmäßigkeit dann nämlich bereits vor dem Bürgerentscheid gerichtlich geklärt werden können. Offenbar war eine solche Klärung aber gar nicht erwünscht. Ob die bereits mehrfach angekündigte Klage überhaupt eingereicht wurde, ist ebenfalls fraglich. Ein Aktenzeichen hierzu ist mir jedenfalls nicht bekannt.

    • also, was man so der Presse entnehmen kann, verweigert das Bezirksamt gerade die notwendige Akteneinsicht für die Anwälte der Bürgerinitiative. Dies ist aber natürlich nötig, um zu beweisen, dass ein Rechtsbruch bei der Erteilung der Baugenehmigung stattgefunden hat. Anzeichen dafür soll es zwar geben, aber ohne Akteneinsicht lässt sich das nicht beweisen.
      Ist finde ich ein Skandal, dass das Bezirksamt die vollständige Einsicht verweigert. Muss man das erst wieder einklagen? Wird auf Zeit gespielt und gehofft, dass der anderen Seite das Geld zum Klagen ausgeht?

        • Den Anwälten von Pro Wohnen Ottensen wird die Akteneinsicht in wesentlichen Teilen nicht gewährt. Frau Dr. Melzer (Leiterin Bezirksamt Altona) hatte die Baugenehmigung trotz Sperrwirkung des laufenden Bürgerbegehrens erteilt. Dafür wurde sie von allen Oppositionsparteien scharf kritisiert, was in der Presse breit berichtet wurde. Sogar eine Entlassung aus dem Amt wurde von Grünen, CDU und den Linken erwogen, da Frau Dr. Melzer auch ihren Informationpflichten der Bezirksversammlung nicht nach kam. Sie berief sich aber auf das Baurecht, wonach die Erteilung möglich wäre, wenn keine Abweichung vom Bebauungsplan notwendig ist. Dies ist aber bei Bauprojekten dieser Größenordnung immer der Fall, wie uns aus Fachkreisen berichtet wurde. Entgegen der Darstellung von Frau Dr. Melzer weißt auch der Schriftverkehr aus dem Frühjahr 2015 zwischen den Landesbehörden (ehemalige BSU) und dem Bezirksamt Altona aber genau auf solche Abweichungen hin. In den internen Behördenabstimmungen äußern Mitarbeiter der BSU vor Erteilung der Baugenehmigung durch das Bezirksamt große Bedenken. Es wurde mehrfach auf zahlreiche Abweichungen vom gültigen Bebauungsplan hingewiesen, die aufgrund der Sperrwirkung des Bürgerbegehrens rechtlich unzulässig seien. Eine Klage gegen das Bezirksamt hat somit gute Erfolgsaussichten.

          Obwohl es sich um wichtige Beweisstücke im anstehenden Prozess handelt, wird der Schriftverkehr zwischen den Behörden, den Anwälten des Bürgerbegehrens und weiteren Klageparteien vorenthalten. Ihre Existenz und ihr Inhalt sind allerdings bekannt. Mehrere Personen hatten unabhängig voneinander bereits eine vollständige Einsicht in die Unterlagen – unter anderem die Fraktionen der SPD, der CDU, der Grünen und der Linken in Altona.

          Beste Grüße,
          Frank Zibell (PWO)

          • Moin Herr Zibell,

            da Sie offenbar anderswo kein Gehör mit Ihren weiterhin unbelegten Behauptungen zu finden glauben, sind Ihre Abhandlungen hier verständlich.

            Es handelt sich aber unverändert um eine Frage-Antwort-Forum. Wo war denn nun Ihre Frage?

            Wir haben jetzt auch mal eine an Sie: Im Januar/Februar hatten wir den Bauzaun einer Gruppe von Grafitti-Künstlern zur freien (!) Gestaltung überlassen. Die Aktion sollte mit einem Workshop mit Jugendlichen zum STAMP-Festival abschließen. Die Übernahme der Kosten dafür hatten wir zugesagt. Die Idee war inspiriert von einem ähnlichen Projekt am Bauzaun Ikea Altona.

            Ihr Ini-Sprecher Hauke Sann persönlich ist Sprayer mit verbalen Attacken auf wüsteste Art und Weise angegangen.

            Nachts wurden mit breitflächig aufgebrachter brauner Farbe und Hass-Parolen die gesprühten Figuren (u.a. Raubtiere) mutwillig zerstört.

            Aufgrund der massiven Beleidigungen und des Vandalismus haben wir entschieden, die Aktion abzubrechen und den Zaun konventionell plakatieren zu lassen. Das bringt ein paar Euro, die wir in Form von Anzeigen im STAMP-Programmheft dem Festival haben zukommen lassen.

            Unsere Frage: Hat Herr Sann als Sprecher der Ini gehandelt? Wenn ja: Wie konnten Sie persönlich, den wir als harten, aber sehr besonnenen und vernünftigen Kritiker kennen gelernt haben, diese Ausbrüche von (verbaler) Gewalt legitimieren? Wenn nicht: Wie beurteilen Sie solche Mittel als Form der Auseinandersetzung?

            Beste Grüße vom Zeise2-Team

            • Sehr geehrtes Procom-Team/zeise-2,

              ich fasse hier noch einmal meine Meinung zur Sache zusammen:

              Dass es Menschen gibt, die durch die Art und Weise, wie der Verkauf des Zeise-2 Grundstückes an Sie zustande kam, verärgert sind und sich übergangen und getäuscht fühlen, kann nicht verwundern. Dies stützen auch die breiten Ausführungen in der Presse zum Thema Zeise-2. Selbst die CDU Altona, die im Endeffekt als Wirtschaftspartei für den Verkauf an Sie gestimmt hat, hat aber das Verfahren selbst und wie dabei mit den BürgerInnen umgegangen wurde, auf das Schärfste kritisiert. Auch die Erteilung der Baugenehmigung trotz laufenden Bürgerbegehrens an Sie durch das Bezirksamt wurde von CDU und allen anderen Oppositionsparteien scharf verurteilt und als demokratisch wenig feinfühlig beschrieben (siehe Presse).

              Es ist in meinen Augen nicht die BI, die für die Wut und die Frustration einiger Ottenser verantwortlich ist. Wenn man die Akzeptanz der Menschen für ein großes Bauprojekt haben möchte, muss man sie fragen und ein Mitspracherecht einräumen. Das hätte
              Ihnen doch aus vergangenen Projekten, die Sie und auch andere Akteure in Hamburg umgesetzt haben bzw. eben nicht, klar sein müssen. Bleibt zu hoffen, dass Sie für Ihre zukünftigen Projekte ALLE Akteure, also auch Bürgerinnen und Bürger, mit einbeziehen!

              Auf einen knapp 20 Jahre alten Bebauungsplan zu verweisen, ist in diesem Zusammenhang wenig hilfreich, zumal Sie ja selbst zunächst und öffentlich ein Wohnungsbaukonzept mit 50% gefördertem Wohnraum vorgestellt hatten, um dann ohne Information der Öffentlichkeit auf einen Bürokomplex umzuschwenken, der eben keine 850 neue Arbeitsplätze in Hamburg schafft, da lediglich, wie Sie ja selbst eingeräumt haben, Hamburger Standorte zusammengelegt werden.

              Von breitem politischen Konsens kann nicht die Rede sein: Sowohl Die Linke ist gegen den Bürobau als auch der Vertreter der Grünen hat in der Kommission für Bodenordnung gegen den Verkauf an Sie gestimmt.

              Abschließend noch zwei Anmerkungen:

              Zu Ihrer Frage zu dem braun übertünchten Bauzaun:
              Herr Barth, wir hatten erst kürzlich ein offenes und freundliches Gespräch und Sie kennen meine Auffassung zu gegenseitigem Respekt und Ablehnung von Gewalt doch sehr gut. Dies bitte als Antwort auf Ihre Frage verstehen. Ein PR-trächtiges Kunstobjekt am Bauzaun, das viele als Affront und Provokation aufgefasst haben (wir hatten dazu einige empörte FB-Wortmeldungen auf unserer Seite), war denke ich nicht der richtige Weg, um einen Konflikt zu befrieden.

              Wenn Sie ein Anliegen an Herrn Sann haben, sprechen Sie ihn bitte direkt an und nicht mich.

              Beste Grüße
              Frank Zibell (PWO)

    • Hallo Herr oder Frau Oschmi,

      na offenbar sind sie ja bestens in alle Details involviert ;-) Nur zur Kenntnis für Ihre Akten: Die Einreichung der Klage erfolgt voraussichtlich in der kommenden Woche. Ohne Verzögerung bei der Akteneinsicht durch das von der Bürgerinitiative beklagte Bezirksamt hätte es in der Tat noch schneller gehen können. Verfolge Sie einfach die Nachrichten in den kommenden Tagen. Herzliche Grüße

  6. Hallo,

    ich würde gerne fragen, warum es keine Bürgerbeteiligung gegeben hat. Ich hätte es gut gefunden, wenn die Ottenser in die Entscheidung, wie diese große Parkplatzfläche genutzt wird, mit eingebunden worden wären. Schliesslich war es eine einmalige Fläche in Ottensen, die viele Möglichkeiten gehabt hätte. Nun ist diese Chance vertan und die Fläche auf Jahrzehnte für einen großen Bürobau hergegeben, der meiner Meinung nach dem Stadtteil nichts bringt. Haben Sie als Investor Erfahrungen mit Projekten unter Bürgerbeteiligung? Wäre es nicht auch für Sie interessant gewesen, was die Bürger sich an dieser Stelle wünschen?
    Meine zweite Frage: ich bin irritiert über Ihre Anzeigen überall „850 Jobs für Altona“ mit den Sie für den Bürobau werben.Ich fühle mich dadurch mit Absicht als Wählerin beim jetzt stattfindenden Bürgerentscheid getäuscht. Es werden doch gar keine neuen Arbeitsplätze geschaffen, das steht doch in der Presse. Es ist doch nur ein Umzug innerhalb von Hamburg. Eine absichtliche Täuschung?

    Den Bürgerentscheid begrüsse ich, da ich durch ihn endlich mal gefragt werde nach meiner Meinung zu dem Zeise-2 Parkplatz und wie dieser genutzt werden soll. Ich bin auch sehr enttäuscht von der SPD, die einfach das Grundstück an sie verkauft hat, ohne die Bürger zu befragen. Bebauungspläne kann man ändern. Wie werden Sie reagieren, wenn sich die Mehrheit der Bürger gegen ihren Bürobau ausspricht? Ich verstehe auch nicht, dass Sie behaupten, dass der Bürgerentscheid keine Relevanz mehr hat. Es ist doch demoratisches Recht der Bürger über diesen Einfluß auf politische Entscheidungen zu nehmen. Ist es nicht normalerweise so, dass ein laufendes Bürgerbegehren erst mal abgewartet werden muss? Wieso haben Sie trotzdem eine Baugenehmigung erhalten?

    Mfg,
    Claudia Schmidt

    • Hallo Frau Schmidt,

      vielen Dank für Ihre konstruktiven Fragen!

      Zu Ihrer ersten Frage: Das Grundstück ist seit 1997 im Bebauungsplan zur Ansiedlung von Arbeitsplätzen ausgewiesen – und der Bau von Zeise 2 wurde von einer breiten parlamentarischen Mehrheit befürwortet. Entsprechende Bauanträge wurden gestellt und genehmigt.

      Ihre Einschätzung, dass es keine Bürgerbeteiligung gegeben hätte, ist übrigens nicht ganz richtig. Im Vorfeld des 1997 beschlossenen Bebauungsplans kam es zu öffentlichen Anhörungen (also Bürgerbeteiligung) zu den verschiedenen Planungsvarianten. Damals hatte sich sogar eine Bürgerinitiative GEGEN Wohnungsbau gebildet (!). Die Rechte und Pflichten des 1997 auf politischer Ebene verabschiedeten Bebauungsplans waren und sind für uns bindende Planungsgrundlage – mit allen daraus resultierenden Genehmigungspflichten.

      Zu Ihrer zweiten Frage: „850 Jobs für Altona“ ist keineswegs eine Täuschung, da durch Zeise 2 etwa 850 Arbeitsplätze im Bezirk Altona angesiedelt werden, die dort bislang nicht existieren und von dem der Bezirk Altona profitieren wird.

      Zu Ihrem letzten Absatz können wir leider nicht viel sagen, da wir – und dafür haben Sie bestimmt Verständnis – nicht für die Politik sprechen können. Es ist allerdings Fakt, dass der Ausgang des Bürgerentscheids keine Relevanz auf die erteilten Baugenehmigungen hat. Und zum Thema Mitbestimmung der Bürgerinnen und Bürger: die von uns demokratisch gewählten Volksvertreter haben zugunsten von Zeise 2 entschieden.

      Bezüglich Ihrer Frage „Wie werden Sie reagieren, wenn…“ noch eine Anmerkung: Wir haben bereits reagiert! Wir bauen STATTDESSEN 47 Sozialwohnungen (6 mehr!) in der Behringstraße 38. Hätten wir nicht interveniert, wären hier ansonsten 12 Luxuswohnungen entstanden.

      Und noch folgende Hinweise: Wir haben in den vergangenen Jahren mehr Sozialwohnungen in Hamburg gebaut, als jeder andere Projektentwickler. Außerdem werden in den kommenden Jahren zwischen 5.000 und 6.000 neue Wohnungen in Ottensen und Umgebung gebaut werden, etwa ein Drittel davon Sozialwohnungen. In Ottensen fehlt es aber nicht nur an bezahlbaren Wohnungen, sondern auch an Arbeitsplätzen. Die Ansiedlung von 850 Arbeitsplätzen ist also ganz im Sinne eines gemischten Quartiers.

      Mit besten Grüßen vom Zeise2-Team

  7. @ Redaktion und alle Beteiligten auf dieser Plattform: In diesem von den Zeise-2-Investoren Procom und Quantum bezahlten PR-Forum wird versucht, den Bau-und Politik-Skandal Zeise-2 auf eine private Fehde herunterzuskalieren und so der Konflikt Bürger-gegen-Investoren verharmlost. 9.000 Menschen haben hier einen Bürgerentscheid durchgesetzt. 250 Ottenser tragen die Klage gegen die unrechtmäßige Baugehmigung. 100 Geschäfte und kulturelle Institutionen aus Altona unterstützen diesen Bürgerentscheid. Viele Menschen unterstützen mit ehrenamtlicher Arbeit diesen demokratischen Akt. Diesen Skandal entscheiden weder ein „Herr Sann“ noch ein „Herr Barth“. Hier werden letztlich Gesetz und Wahrheit entscheiden.

    Nachtrag Glaubwürdigkeit: Falls sich Herr Onken hier noch nicht vollständig vorgestellt haben sollte: Er steht seit einigen Wochen als PR-Berater im Sold des Investors Procom. Mit diesem Filter lassen sich einige Beiträge leichter einordnen.

    • Hallo Herr Sann!

      Kurzer Hinweis: dies ist ein „Frage-Antwort-Forum“. Wie lautet denn Ihre Frage?

      Sie haben übrigens erneut unrecht, es handelt sich hierbei nicht um einen Bürger-gegen-Investoren“-Konflikt, sondern eindeutig um einen „Ini-gegen-Politik“-Konflikt. Das haben Sie sogar gegenüber dem Hamburger Abendblatt zugegeben („Der Bürgerentscheid ist eine Abrechnung mit dem Politikstil der Stadt“ vom 21.07.2015).

      Und wir können mittlerweile auch gut einschätzen, dass Sie nicht für alle Ini-Mitglieder sprechen, das hat Frank Zibell ja hier im Forum zwischen den Zeilen anklingen lassen. Mit Herrn Zibell könnten wir uns übrigens gut einen Dialog vorstellen, sofern die Ini nicht an ihrer Maximalforderung „Baustopp“ festhält.

      Zum Thema Gesetz: Wir haben einen gesetzlichen Anspruch darauf zu bauen und eine von der Stadt erteilte Baugenehmigung. Zum Thema Wahrheit: Wahr ist, dass der Ausgang des Bürgerentscheids daran nichts ändern wird. Und das ist auch gut so, denn wir sind der festen Überzeugung, dass „Zeise 2“ in Kombination mit den 47 Sozialwohnungen, die wir an der Behringstraße bauen werden, eine gute Lösung für Ottensen darstellt. Daher gibt es für „Zeise 2“ auch nicht nur eine parlamentarische sondern auch eine breite politische Mehrheit. Und unsere Einschätzung ist es, dass auch die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger nicht gegen das Bauvorhaben ist.

      Mit Herrn Onken können Sie sich dann ja am Dienstag um 20.15 Uhr bei „Schalthoff live“ austauschen. Wir sind schon sehr gespannt auf Ihren Auftritt!

      Viele Grüße vom Zeise2-Team

      • Sehr geehrtes Zeise2-Team,

        als jemand, die Ottensen seit über 20 Jahren verbunden ist und der die Zukunft dieses Stadteils mehr als am Herzen liegt, verfolge ich den Austausch zwischen der Bürgerinitiative und Ihnen aufmerksam. Es ist nicht schwer zu erkennen, dass Fortschritt und Wachstum die Werte sind, für die Sie gehen. Dies vorausgesetzt sind Ihre Argumente schlüssig – auch wenn ich sie nicht teile. Was mir bei Ihren Darstellungen fehlt, ist eine Erklärung dazu, dass auf politischer Seite Dinge nicht korrekt gelaufen sind. Dieser Umstand wurde medial mehrfach aufgegriffen. Auch vermisse ich eine überzeugende Erläuterung, warum wir Bürgerinnen und Bürger nicht frühzeitig und mit in die Planungen einbezogen wurden. Worüber ich mich in diesem Forum hier gerade allerdings besonders ärgere, ist der abschließende Satz in Ihrem Beitrag an Hauke Sann vom 7.9. „Wir sind schon sehr gespannt auf Ihren Auftritt!“ Mich wundert, dass Sie als öffentlicher Investor sich zu solch schlechtem Stil hinreißen lassen.

        Beste Grüße
        Patricia Theobald

        • Hallo Frau Theobald!

          Dass Sie sich für Ihren Stadtteil Ottensen interessieren und engagieren begrüßen wir ausdrücklich!

          Unterschiedliche Auffassungen zur Nutzung des Geländes sind normal und nachvollziehbar. Und ja: wir haben es versäumt, die Öffentlichkeit rechtzeitig über die Pläne zu Zeise 2 zu informieren. Wir haben bereits mehrfach betont, dass dies ein Fehler war. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass wir nach Recht und Gesetz handeln und davon überzeugt sind, dass Zeise 2 eine gute Lösung für Ottensen darstellt. Zumal wir ja ersatzweise 47 Sozialwohnungen in der Behringstraße bauen werden, wo ansonsten 12 Luxuswohnungen entstanden wären.

          Zu Fragen, die Sie eigentlich an die Politik richten, möchten wir uns verständlicherweise nicht äußern. Eines ist uns allerdings wichtig: Es hat zwischen uns und der Politik zu keiner Zeit „Geheimabsprachen“ oder „Hinterzimmertreffen“ gegeben – dies versichern wir Ihnen!

          Zum Vorwurf des schlechten Stils sein nur gesagt, dass wir ebenso gespannt auf die Auftritte der Herren Adrian, Jarowoy und Onken sind. Herr Sann wird schon einschätzen können, wie das gemeint war. Also bitte nicht ärgern.

          Mit besten Grüßen vom Zeise2-Team

      • @zeise2-team:
        Ich möchte Ihnen widersprechen: Ich habe nichts zwischen den Zeilen durchklingen lassen. Ich wäre Ihnen verbunden, wenn Sie solche Formulierungen nicht verwenden. Herr Sann engagiert sich sehr für ein lebenswertes Ottensen. Dass in unserer BI unterschiedliche Menschen vereint sind mit individuellen Meinungen, ist gut so. Sie eint der Wunsch nach Bürgerbeteiligung bei großen Bauprojekten in Viertel.

        Und unsere „Maximalforderung“ ist nicht Baustopp während Gesprächen mit Ihnen, sondern eine komplette Abkehr vom Bürokomplex. Aufgrund fehlender Angebote von Ihnen und der Betonung, dass am Bürobau nicht zu rütteln ist, ist eine Grundlage für Gespräche zurzeit nicht gegeben.

        Mit freundlichen Grüßen,
        Frank Zibell

        • >> Herr Sann engagiert sich sehr für ein lebenswertes Ottensen

          Das ist falsch, Herr Zibell. Herr Sann und Consorten engagieren sich fuer ein totes Ottensen, in dem sich nichts mehr veraendern soll. Sie moechten den Status-Quo zememtierten, weil dieser ihnen zufaellig grade genehm ist. Nicht mehr und nicht weniger.

          Die Arroganz mit der die Initiative, Strukturkonservativismus unter dem Deckmantel des Themas Sozialwohnungsbau, ueber Werber (Webefuzzies, Yuppies, etc.) Stimmung macht und angebliche Hinterzimmerabsprachen suggeriert (Filz, Zeise-Gate) ist ekelerregend.

          Nebenbei: Komisch, dass es anscheinend Okay ist gehen bestimmte Personengruppen plump Stimmung zu machen, wenn es (angeblich) der Guten Sache dient. Ob man bei anderen Gruppen wohl zimperlicher waere?

          • Hallo Jana,
            Die Meinungen, wie Stadtentwicklung in Ottensen aussehen soll, scheint individuell verschieden zu sein. Deshalb bin ich dafür, dass alle BürgerInnen die Möglichkeit haben sollten, bei der Entwicklung ihres Quartiers mitzureden. Vor allem bei Großprojekten wie das Zeise-2. Ein 20 Jahre alter Bebauungsplan kann nicht das Maß aller Dinge sein. Gibt es für B-Pläne eigentlich Verfallsdaten? Leider nein. Sie gelten unbegrenzt. Meiner Meinung nach ist die Stadtentwicklung zu sehr Investoren- und Wirtschafts-orientiert. Gentrifizierung wird kaum bekämpft, wodurch Mieten immer weiter steigen, die jetzt schon für viele kleinen Gewerbetreibenden und Familien mit mittlerem Einkommen nicht mehr bezahlbar sind.
            Was ist falsch daran, die BürgerInnen zu befragen bei großen Bauprojekten? Wenn man die Akzeptanz der Bevölkerung möchte, kann es nicht anders gehen. Vor den Wahlen 2014, wie die SPD es tat, auf dem Zeise-2 Wohnungen zu versprechen, in der Presse sich stolz mit einem 50%-ihren geförderten Wohnungsbau dort zu präsentieren, aber die Öffentlichkeit darüber im Dunklen zu lassen, dass längst andere Pläne verfolgt werden, finde ich persönlich sehr irritierend, um es freundlich auszudrücken.
            Ich denke nicht, dass die Bürgerinitiative Stimmung gegen Werber macht. Das haben wir immer wieder betont. Viele aus der BI arbeiten unter anderem für Werbeagenturen. Ich z.B. habe als Programmierer schon oft Projekte in Agenturen gerne angenommen. Obwohl mir durch die WPP also potentiell Aufträge winken könnten, denke ich, das an die 1000 Mitarbeiter, die aus Hamburger Tochterunternehmen hier zusammengezogen werden, für das Quartier zuviel sind und die Aufwertung in dem Quartier dazu führt, das der Charme der kleinen Läden dort durch Ketten, Gastromonokultur und teure Läden abgelöst wird. Eine Entwicklung, die schon im Gange ist.

            Grüße,
            Frank Zibell (PWO)

            • Hallo Herr Zibell,

              wie immer, wenn die Ini auf Basis vermeintlicher Fakten argumentieren möchte: Es bleibt auch hier wieder bei „ich finde..“, bei Mutmaßungen und Übertreibungen.

              Selbstverständlich haben Sie massiv gegen Werber Stimmung gemacht. Stehen Sie dazu, entdchuldigen Sie sich, aber streiten Sie nachprüfbare Fehltritte doch nicht in einer Tour ab.

              Und ja, selbstverständlich ist ein Diskurs über Stadtentwicklung richtig und sollte geführt werden. Aber Sie tun ja hier so, als habe sich Ottensen seit 1997, als der B-Plan beschlossen wurde, komplett gedreht. Das stimmt doch einfach nicht. Ottensen hat sich durch den massiven Zuzug von Kreativen wie u.a. auch Mitgliedern Ihrer Ini zu einem der beliebesten Viertel Hamburgs entwickelt. Mit allen Konsequenzen.

              Und nun soll für andere trotz geltenden Rechts die freie Standortwahl nicht mehr möglich sein, die für Sie selbstverständlich zu sein hatte? Unserer Meinung nach ist das ein schwieriger Ansatz für eine ehrliche Debatte über die Frage, wohin die Reise gehen soll.

              Ein sehr interessanter Artikel zur Sinnhaftigkeit des Bürgerentscheids ist in der taz erschienen: http://www.taz.de/!5215473/

              Der Beitrag sagt eigentlich alles.

              Beste Grüße vom Zeise2-Team

              PS: Der beschriebene Ausraster Ihres Sprechers gegenüber Künstlern am Bauzaun bleibt hier weiter unkommentiert. Deuten wir Ihr Schweigen als stille Zustimmung richtig?

  8. Wir möchten an dieser Stelle auf die Einhaltung der Netiquette hinweisen (siehe oben) und darauf verweisen, dass dies ein „Frage-Antwort-Forum“ ist. Fragen werden i.d.R. kurz und sachlich formuliert – Antworten ebenfalls. Bitte vermeiden Sie Subtext, der nicht auf eine konkrete Fragestellung eingeht. Vielen Dank.

  9. Hallo, hallo. Ich hab aus „Kreisen“ der WPP, bzw. einer der dazu gehörenden WA das Gerücht gehrt gehört, dass es gar nicht so sicher ist, dass WPP, wenn überhaupt, auch nicht insgesamt unbedingt in das Gebäude einziehen soll. Ist das so richtig, dass die WPP als Mieterin des gesamten Gebäudes noch gar nicht fest steht, oder stimmt das Gerücht nicht? Nicht das einfach Büroraum zur Spekulation gebaut wird. Das wäre ja, auch aufgrund des vernichteten Wohnraums eine totale Katastrophe.

    • Hallo Frau Verhoven,

      da haben Sie es offenbar mit einer nicht besonders gut informierten Quelle zu tun. Mit unserem Mieter wurde bereits 2014 ein langfristiger Mietvertrag geschlossen. Dieser hat ohne jede Einschränkung Bestand.

      Einen Gewerbebau dieser Art quasi „auf Verdacht“ zu bauen, wäre in hohem Maß riskant. Bedenken Sie bitte, dass es für das Areal seit 1997 einen geltenden Bebauungsplan gibt, der damals unter öffentlicher Bürgerbeteiligung entstanden ist und der dort ausschließlich Gewerbe erlaubt. Viele Versuche, die Fläche zu bebauen, waren in der Vergangenheit gescheitert (zB tesa, Greenpeace). Das liegt u.a. an den hohen Auflagen (zB Tiefgarage) des Baugrundstücks. Für das zwischenzeitlich geplante Mischprojekt (Wohnungen, Büros, Läden) wäre eine Ausnahmegenehmigung erforderlich gewesen.

      Viele Grüße vom Zeise2-Team

    • Hallo Julias,

      da der Bürgerentscheid rechtlich keine Auswirkung auf das von einer sehr breiten politischen Mehrheit in der Sache gewollte und vom Bezirk Altona genehmigte Bauvorhaben haben wird, setzen wir die Bauarbeiten uneingeschränkt fort.

      Entgegen der von der Initiative irreführend implizierten Option, auf dem Grundstück könnten ebenso gut „günstige Wohnungen“ entstehen, gab und gibt es keinen Investor, der dort ausschließlich (öffentlich geförderten) Wohnungsbau realisieren wollte oder will. In unserem alternativen Mischprojekt (Wohnungen, Büros, Läden) waren 41 Sozialwohnungen und 45 frei finanzierte Mietwohnungen vorgesehen. Um unserer Verantwortung gerecht zu werden, haben wir als Projektentwickler bereits im Februar entschieden, ersatzweise 47 Sozialwohnungen in der Behringstraße 38 (Hochbunker-Areal) zu bauen. Diese wichtige Information verschweigt die Ini der Öffentlichkeit leider beharrlich.

      Viele Grüße vom Zeise2-Team

        • Hallo Herr Claassen,

          wie kommen Sie zu der Einschätzung, belogen worden zu sein? Glauben Sie ernsthaft, wir als Projektentwickler hätten den immensen Planungsaufwand für das konzipierte Mischprojekt betrieben mit der Absicht, in Wahrheit das bauen zu wollen, was auf dem Areal seit 1997 politisch gewollt und planungsrechtlich ausschließlich legitimiert war? Welchen Sinn hätte das denn ergeben?

          Tatsächlich war es so, dass die Anfrage der Agenturgruppe just in das Zeitfenster fiel, in der die Planung der Variante Wohnen und Gewerbe kurz vor dem Abschluss stand. Der Interessent erfüllte das eigentliche Ziel der Grundstücksnutzung zu 100 %. Vor den Sommerferien kam es dann zum Vertragsabschluss.

          Dass wir den erneuten Schwenk (von Gewerbe zur Mischbebauung zurück zu Gewerbe) nicht sofort der Öffentlichkeit präsentiert haben, war ein Versäumnis, das wir heute sehr bedauern. Ursächlich dafür war eine Fehleinschätzung der Reaktion: Wir glaubten, dass gegen die Ansiedlung von 850 Jobs in Altona auf einem Gewerbeareal niemand etwas haben wird. Zumal im Umfeld ja mehr als 5.000 neue Wohnungen entstehen werden, davon etwa 1/3 Sozialwohnungen.

          Dass Sie uns den geplanten Bau von 47 öffentlich geförderten Wohnungen auf dem Bunker-Areal Behringstraße 38 per se nicht glauben wollen, ist bedauerlich. Was können wir tun, um Ihrem Misstrauen zu begegnen?

          Viele Grüße vom Zeise2-Team

          • Meiner Meinung nach fühlen sich deshalb viele Menschen in Ottensen zu Recht belogen oder übergangen, weil das ursprüngliche Konzept Wohnungsbau auf dem Zeise-2 Gelände mit Gewerbe im Erdgeschoss, so wie es noch bis Sommer 2014 angekündigt war und sich auch die SPD vor der Wahl noch damit geschmückt hat, eine breite Zustimmung in der Bevölkerung hatte angesichts der immer stärker steigenden Mieten und Verdrängung von Familien und Menschen mit kleinem bis mittlerem Einkommen und Inhaber-geführtem Kleingewerbe.
            Und dann wurde einfach von Ihnen, dem Investor und der Politik hinter verschlossenen Türen eine 180° Wende vollzogen hin zum großen Bürobau und dies unter Ausschluss der Öffentlichkeit unter Dach und Fach gebracht. Die Bürgerinnen und Bürger wurden nicht gefragt oder beteiligt. Im Gegenteil: schon der früh einsetzende Protest nach Aufdeckung durch die Presse und Forderungen nach Bürgerbeteiligung wurden immer wieder blockiert und verhindert. Dies wäre aber bei so einer wichtigen Fläche für Ottensen wie dem Zeise-2 Grundstück, das ja in Besitzt der Stadt war bis Oktober 2014, und dem Wahlversprechen der SPD, dort Wohnungen zu bauen, mehr als angezeigt gewesen.
            Nun muss sich bei diesem rigorosen Vorgehen ohne Bürgerbefragung und der Art und Weise, wie der Investor zu der Anhandgabe des Grundstückes durch die Stadt gekommen ist, nämlich mit einem Wohnungsbaukonzept, was dem Investor erst mal ein Jahr lang das Grundstück sicherte um für einen Gewerbebau zu planen, jeder Ottenser fragen, wie er die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in den Investor und die Politik in Altona bewertet.
            Dass Sie als Investor natürlich nach Profitmaximierung streben, ist nachvollziehbar. Dies hat Herr Bohlander von Quantum (Ihr Partner) ja bei einem Fernsehinterview auch zugegeben, dass der Bürobau rentabler für Sie ist als der Wohnungsbau. Dass Sie sich aber für Ihr Image und für die Akzeptanz des Bürobaus als Wohltäter des Quartiers präsentieren, ist dagegen schwer zu ertragen. Denn es werden keine neuen Arbeitsplätze geschaffen, das ist hinlänglich bekannt. Die Werbeagentur WPP zieht nur innerhalb Hamburgs um und zieht ihre Töchter unter einem Dach zusammen. Dabei werden durch Synergieeffekte sogar Arbeitsplätze wegfallen! Doch in Ihren Anzeigen (auch hier bei altona.info) werben Sie immer wieder mit 850 Jobs für Altona. Das ist meiner Meinung nach gezielte Irreführung der Wahlberechtigten, um Ihre Stimme bei dem anstehenden Bürgerentscheid zu bekommen.
            Die negativen Folgen, die durch diese Art der „Aufwertung“ in dem Quartier vorangetrieben wird, nämlich weiter steigende Mieten, wird von Ihnen als Panikmache abgetan. Schon allein die Nachfrage an Mittagstischangeboten, die durch 850 Mitarbeiter entsteht, wird im Bereich untere Friedensallee, Bahrenfelder Str. und Ottenser Hauptstraße das Stadtbild stark verändern. Teure Läden und Gastro, werden die einzigen sein, die sich die hohen Gewerbemieten noch leisten können. Kleine Läden des täglichen Bedarfs werden immer mehr verschwinden. Ketten statt Inhaber-geführter Läden und Kleingewerbe, wie es für Ottensen typisch ist.
            Und von dieser Entwicklung würden Sie als Investor wiederum profitieren, da Sie in Ottensen viele Immobilien vermieten.

            • Hallo Herr Zibell,

              Ihre Behauptung, dass „ursprüngliche“ Konzept für das Zeise-Areal sei Wohnungsbau gewesen, ist gleich doppelt falsch und leider typisch für die Art und Weise, mit der die Ini und auch Sie als deren Aktivist und zeitweise auch Sprecher, die Öffentlichkeit aufs Glatteis zu führen versuchen.

              Der uneingeschränkt geltende Bebauungsplan wurde 1997 unter Bürgerbeteiligung aufgestellt und sieht eine Gewerbeansiedlung zur Wahrung des Gleichgewichts zwischen Wohnen und Arbeiten im Viertel vor. Allein die Tatsache, dass etliche Versuche, dort Gewerbe hinzubekommen, gescheitert waren, veranlasste Politik und Investoren, sich im Zuge des Wohnungsbauprogramms des Senats Gedanken über ein MISCHPROJEKT zu machen. Dies beinhaltete 1/3 Gewerbe (Supermarkt, Drogeriemarkt), 1/3 frei finanzierte (teure) Mietwohnungen (47 Einheiten) und 1/3 Sozialwohnungen (41).

              Die Sozialwohnungen, deren Bedarf Sie völlig zu Recht reklamieren, werden wir nun ein paar Meter weiter an der Behringstraße bauen, nun sogar noch ein paar mehr als auf dem Zeise-Parkplatz. Ansonsten kehren wir mit Zeise 2 zur Ausgangslage zurück und siedeln dort 850 Arbeitsplätze der Kreativbranche an. In der Sache trägt dies ein breite parlamentarische Mehrheit, gewählt von den Bürgerinnen und Bürgern des Bezirks Altona. Und auch die Bürgerschaft sowie der Erste Bürgermeister stehen voll und ganz hinter dem Bauprojekt.

              Dass Sie den Eindruck erwecken, dass die Bezirksversammlung bzw die Verwaltung des Bezirksamts keine Legitimation gehabt hätten, über Zeise 2 zu entscheiden und das Bauvorhaben allein auf Grundlage des erwähnten Bebauungsplans zu genehmigen, zeugt von Unkenntnis der Fakten oder ist erneut Mittel zum Zweck der öffentlichen Verunsicherung. Jedenfalls ist Ihre Darstellung grundfalsch.

              Wer behauptet denn, dass am Standort neue Arbeitsplätze geschaffen werden? Darum geht es bei diesem Projekt doch gar nicht. Etwa 850 Mitarbeiter werden nach Altona umziehen, für den Bezirk ist dies sehr wohl ein Zugewinn an Jobs. Unser Mieter möchte seine mehr als zehn Agenturen unter ein Dach zusammenziehen. Darunter im Übrigen mehrere Ur-Hamburger Kreativ-Firmen. Dies ist eine freie unternehmerische Entscheidung, die man respektieren sollte. Auf Grundlage welcher Informationen Sie behaupten, es würden Jobs wegfallen, schreiben Sie vermutlich deshalb nicht, weil sie diese nicht vorweisen können.

              Der Rest Ihres Beitrags nährt sich ebenfalls von wüsten Spekulationen. Gucken wir doch in diesem Zusammenhang mal rüber zur Großen Bergstraße. IKEA Altona belebt das ganze Quartier. Allen Aussagen von Anliegern und zahlreichen Medienberichten ist zu entnehmen, dass dort die Horrorvisionen der einstigen Gegner nicht im Ansatz wahr geworden sind. Im Gegenteil: Es herrscht Einigkeit, dass die Ansiedlung zu eindeutig positiven Veränderungen führt. Und die Kritiker von gestern sind die IKEA-Kunden von heute – zumindest lassen sie ihre Kinder im „Småland“ betreuen, wie man ein wenig amüsiert lesen durfte.

              Ein Letztes: Immer wieder halten Sie uns vor, mit unserer Arbeit Geld verdienen zu wollen. Ja, wir möchten für unser Tun, von dem wir überzeugt sind, dass es ein positiver Beitrag zur Stadtentwicklung in Ottensen und im Bezirk Altona sein wird, vernünftig entlohnt werden. Wir trauen uns die These auszusprechen, dass auch Sie für Ihre Arbeit Geld sehen möchten.

              Viele Grüße vom Zeise2-Team

            • Herrn ZIbells abstruse Behauptung es handelte sich bei der Variante mit ‚reiner‘ Wohnbebauung um das ‚Ursprungskonzept‘, zeigt sehr deutlich wie wenig genau man es Seitens der Initiative mit der Wahrheit gibt.

              Wuerde es ein Politiker wagen so dermassen die Fakten zu verbiegen waere die Initiative die erste die ‚Betrug‘ schreit.

              Schon lustig, zu welchen ideologischen Verrenkungen mache bereit sind…

              :-)

        • @Zeise2-Team: Ich möchte mich bemühen, über Ihre Unterstellungen, ich würde die Öffentlichkeit gezielt aufs Glatteis zu führen versuchen, hinweg zu sehen und mich stattdessen sachlich zu Ihrem Kommentar äußern.
          Der Bebauungsplan, auf den Sie sich beziehen, wurde Anfang der 90er Jahre entworfen. Bis so ein Bebauungsplan verabschiedet wird, dauert es immer ein paar Jahre. Dies war also 1997 der Fall. Der Bedarf, der in Ottensen Anfang der 90er Jahre herrschte, war aber ein ganz anderer als heute, gut 20-23 Jahre nach dem ersten Entwurf. Die SPD selbst hat noch 2013 und 2014 Wohnungsbau auf dem Zeise-2 Areal angekündigt und sich vor den Wahlen in den Medien damit geschmückt, dies mit Ihnen als Partner umzusetzen. Ein Plan, der wie bereits erwähnt, breite Zustimmung in der Bevölkerung erfuhr aufgrund der angespannten Wohnungslage und den immer stärker steigenden Mieten vor allem in Ottensen. Selbst hier auf altona.info ist ein Kommentar von Mark Classen zu finden (man beachte die Formulierung und den Link der Redaktion unter „Zur Information, was ursprünglich geplant war, […]“ ), der Januar 2014 als Baupolitischer Sprecher der SPD Altona dort stolz kommentierte, dass 50% der geplanten Wohnungen auf dem Zeise-2 Areal geförderte Wohnungen sein werden. Dass eben dieser Mark Classen später von der SPD in eine Berater-Tätigkeit bei der Firma des Investors, also Ihnen, wechselte und seine Meinung hin zum Bürobau änderte, steht auf einem anderen Blatt. Dies möchte ich hier nicht kommentieren.

          Dass Sie hier zugeben, dass durch den Bürobau keine neuen Jobs geschaffen werden, finde ich erfreulich. Leider vermitteln Ihre Kampagnen „850 Jobs für Altona“ ein anderes Bild. Dass Jobs durch Synergieeffekte wegfallen, liegt in der Natur der Sache. Wer braucht schon mehrere Poststellen und mehrere Hausmeister? Ob sich WPP zukünftig den Luxus mehrerer Abteilungen leistet, die im Prinzip die gleiche Arbeit tun, bleibt abzuwarten. Ich wünsche es den Angestellten. Ich habe als freier Mitarbeiter selber erlebt, wie Angestellte nach Zusammenlegungen von Standorten entlassen wurden. Ob dies bei der WPP so sein wird, da haben Sie Recht. Da kann man nur spekulieren.

          Sie beziehen sich auch auf meine Schilderungen bezüglich der durch den Bürobau verbundenen Aufwertung und der damit zu erwartenden Entwicklung des Quartiers. Richtig, auch dies ist Spekulation. Aber diese Effekte sind jetzt schon in Ottensen nicht mehr zu übersehen. Und viel braucht es nicht an Vorstellungskraft sich auszumalen, wie 850 zusätzliche Angestellte zwischen 12h und 13h in Richtung Ottenser Hauptstr. ziehen. Bei einer unserer Demonstrationen gegen den Bürobau waren laut Polizeiangaben 650 Demonstranten zugegen. Damit war die komplette Ottenser Hauptstr. vom Spritzenplatz bis weit über den Kemal-Altun-Platz dichtgedrängt blockiert. Das zeigt mir deutlich, wie stark der Bedarf an Gastro in diesem Bereich von Ottensen steigen wird, was mich in meinem vorigem Post geschilderten Entwicklungen befürchten lässt, was das weitere Ansteigen an Mieten für Gewerberaum und Wohnungen angeht. Aber Sie haben Recht. Spekulation.
          Sie vergleichen dies mit IKEA und den Befürchtungen eines Verkehrskollapses und den Verdrängungen der Inhaber-geführten Läden dort. Dass der Verkehrskollaps glücklicherweise bisher ausgeblieben ist, ist wohl dem von der Presse berichteten Umstand geschuldet, dass die Filiale IKEA Altona die schlechtesten Umsätze in ganz Deutschland macht, also gewissermaßen ein Flop ist. Nur die von Ihnen angesprochene Kinderbetreuung und das Restaurant boomen dort. Wohingegen schon viele der alteingesessenen Läden im Bereich Neue große Bergstraße schliessen mussten aufgrund der gestiegenen Mieten. Ein Beispiel von vielen: Paul Hundertmark. Dafür erhalten immer mehr Coffe-2-go Läden und Ketten Einzug. Mittlerweile gibt es 5 Apotheken in der Fußgängerzone dort. Mag ja schick aussehen, aber mein Geschmack ist diese Art der Entwicklung nicht.

          Dass Sie als Investor Geld verdienen wollen, ist verständlich. Das hält Ihnen auch keiner vor! Bitte respektieren Sie aber auch, dass es Menschen gibt, die sich Stadtentwicklung anders als Sie vorstellen und die gerne ein Mitspracherecht bei der Entwicklung Ihres Wohnumfeldes hätten.

          • Hallo Herr Zibell,

            ihr Beitrag entpuppt sich bei genauer Betrachtung als Aneinanderreihung vieler vager Vermutungen, unbelegter Behauptungen und klischeehafter Bilder. Nur ein Beispiel: Gastro. Auf der Suche nach Unterschriften für ihr Bürgerbegehren ist die Ini im Winter wochenlang durch den Stadtteil gelaufen und hat Gastronomen nach deren eigener Aussage uns gegenüber regelrecht bedrängt, die Listen auszulegen. Dies geschah offenbar unter Zuhilfenahme falscher Tatsachenbehauptungen. So wurde den Wirten weisgemacht, sie würden von der Ansiedlung der Agentur-Mitarbeiter „überhaupt nichts haben“, da diese ja eine „Riesen-Kantine“ bekämen und somit vom Arbeitgeber günstig versorgt würden.

            Herr Zibell, vermutlich nicht nur Sie wissen sehr genau, dass in unserem Projekt zu keinem Zeitpunkt eine Kantine vorgesehen war. Denn aus Ihrer Ini wurde der Vorschlag an uns herangetragen, eine solche doch nachträglich in der Planung zu berücksichtigen. Noch besser: Die Kantine solle sogar ÖFFENTLICH ZUGÄNGLICH gestaltet werden.

            Herr Zibell, Ihre Ini spielt ein ganz unsympathisches Spielchen mit den Bürgerinnen und Bürgern.

            Denn jetzt erzeugen Sie bei den Gastronomen im Viertel erneut Sorgen und Ängste, in dem Sie das bisher gezeichnete Bild kurzerhand umdrehen und nun ein Schreckensszenario skizzieren, in dem Menschenmassen sich täglich Punkt 12 Uhr aus dem neuen Geschäftshaus in Bewegung setzen würden, um heuschreckenartig die Restaurants und Cafés zu stürmen. Weil diese diese erst dem Ansturm und dann den davon galoppierenden Mieten nicht mehr standhalten, übernehmen in Windeseile Ketten das kulinarische Kommando.

            Also, lieber Herr Zibell, ganz ehrlich: Nicht zum ersten Mal fragen wir uns gerade, ob Sie sich Ihre Thesen eigentlich selbst noch glauben. Unsere vielen Gespräche mit Menschen aus Ottensen zeigen uns, dass immer mehr Leute Ihre Behauptungen hinterfragen und der Schwarzmalerei nicht mehr zu folgen bereit sind.

            Abschließend ein Zitat aus dem Abendblatt, das im Mai über die sich rundum positiv auswirkende IKEA-Ansiedlung in Altona berichtete: „Und die Verdrängung der kleinen Läden? Der Zusammenschluss der Einzelhändler in der Straße hatte die Ansiedlung immer unterstützt. Heute ist Ikea dort Mitglied. Genau gegenüber von Ikea hat beispielsweise Bünyamin Öztürk seinen Gemüse- und Obstladen. Seit 25 Jahren verkauft er hier schon, sagt Öztürk. Es seien gute Zeiten gewesen, dann nach dem Auszug von Karstadt aber auch schreckliche. ,Ikea ist gut für uns‘, sagt er heute. Klar, könnten Mieten etwas steigen. ‚Aber was nützen mir kleine Mieten, wenn ich keinen Umsatz mache, weil keine Kunden kommen?'“

            Allein sonnabends zählt IKEA übrigens mittlerweile bis zu 20.000 Kunden. 20.000 Herr Zibell! Und Sie dramatisieren 850 Mitarbeiter, von denen ein Viertel ohnehin in Ottensen und direkter Umgebung wohnt.

            Viele Grüße Ihr Zeise2-Team

          • Zitat:

            Ich möchte mich bemühen, über Ihre Unterstellungen, ich würde die Öffentlichkeit gezielt aufs Glatteis zu führen versuchen, hinweg zu sehen und mich stattdessen sachlich zu Ihrem Kommentar äußern.

            Zitatened.

            Da haben Sie es sich aber sehr leicht gemacht. Tun Sie der Leserschaft doch mal den Gefallen *Nicht* uber die Aussagen hinweg zu sehen, sondern diese vielmehr inhaltlis zu widerlegen.

            Dafuer schon einmal vielen Dank im Vorraus.

  10. Hallo Wolfgang,

    wir würden gern auch auf anderen Kanälen mit den Kritikern unseres Bauprojekts, das 850 Jobs nach Altona bringt, diskutieren. Leider verweigert sich die Initiative beharrlich dem Dialog mit uns. Immer wieder gab es unsererseits Versuche. Lediglich ein Mitglied war zu Vier-Augen-Gesprächen bereit.

    Ein von beiden Seiten mit der Mopo vereinbartes Streitgespräch ließ die Initiative kurzfristig platzen, weil sie sich nicht auf einen Sprecher einigen konnte. Auf deren Facebook-Seite werden kritische Kommentare und Fragen seit Wochen gelöscht. Mitarbeiter unseres Teams wurden dort zunächst beschimpft, dann gesperrt.

    Aufgrund dessen haben wir uns dafür entschieden, dem Beispiel von IKEA Altona zu folgen und auf altona.info den Austausch im Rahmen eines Bürgerforums anzubieten. Wer sich die Berichterstattung hier zu Zeise 2 ansieht, dürfte an der redaktionellen Unabhängigkeit keine Zweifel haben..

    Viele Grüße vom Zeise2-Team

    • Dass Sie als Investor zu einem offenen Dialog mit den Kritikern bereit sind, darf bezweifelt werden. Auch mir wurde dieses Angebot, als Mitglied der Bürgerinitiative unterbreitet. Sie stellten aber immer von vorn herein klar, dass ein Baustopp während der Gespräche nicht in Frage käme. Durch die fortschreitenden Bauaktivitäten werden aber täglich Fakten zu Gunsten des Bürobaus geschaffen. Eine Hinhaltetaktik und Pseudo-Gesprächsangebot? Sie stellten auch immer wieder klar, dass sich durch die Gespräche an dem Plan des Bürobaus nichts ändern würde. Lediglich kosmetische Korrekturen zur Abmilderung der Gentrifzierungseffekte, wie Mikrowellen in den Teeküchen der Büros etc. wurden von Ihnen angeboten. Dass hierfür eine Bürgerinitiative nicht zur Verfügung steht und sich nicht instrumentalisieren lässt, ist nachvollziehbar. Sie haben bis heute kein Zugehen auf die Wünsche der Bürgerinitiative erkennen lassen, die eine Basis für Gespräche darstellen würde.

      Die von Ihnen hier zitierten „Mitarbeiter Ihres Teams“, die auf der Facebookseite der BI Meinungen und Stimmungslage gezielt zu manipulieren versucht haben, haben sich nie als „Mitarbeiter Ihres Teams“ zu erkennen gegeben. Im Gegenteil: direkt darauf angesprochen, wurde dies vehement bestritten. Stattdessen wurden von Ihren Mitarbeitern gezielt andere Teilnehmer und Mitglieder der BI provoziert und diffamiert und Meinungsmache betrieben. Diese Art und Weise, ein Forum zu manipulieren bestätigt meine Befürchtungen, dass Ihnen als Investor nicht wirklich etwas an einem offenen Dialog gelegen ist. Sie versuchen mit allen Mitteln, Ihr Projekt zum Abschluss zu bringen.

      Ich hoffe auch, dass hier bei altona.info eine neutrale Plattform zur Diskussion und Information der Bürgerinnen gefunden werden kann. Ich hoffe, die Redaktion wird als neutrale Stelle oft Fakten kommentieren und dafür Sorge tragen, dass Beiträge zur offensichtlichen Meinungsmache (egal in welche Richtung) kritisch hinterfragt werden. Und an den Investor möchte ich appellieren, auf den Einsatz von „Trollen“ wie auf der Facebookseite der BI zu verzichten und einen sachlichen Meinungsaustausch zu ermöglichen. Bitte weisen Sie Ihre Mitarbeiter zukünftig darauf hin, sich als solche erkennbar zu machen.

      An die Redaktion: können Sie zu der Behauptung des Investors „der Bürobau bringt 850 Jobs nach Altona“ die Faktenlage darlegen? Und dabei auf die Frage eingehen, ob dies neu geschaffene Arbeitsplätze für Hamburg sind? Da dies immer wieder von dem Investor als Kernargument genannt wird, dass dazu geeignet ist zu suggerieren, durch den Bürobau würden Jobs geschaffen, wäre hier eine Information von neutraler Stelle zu begrüßen.

      • Hallo Herr Zibell,

        ihr Verständnis von Ehrlichkeit, Transparenz und Dialogbereitschaft ist schon bemerkenswert: Was Sie von uns erwarten, scheint für Ihre eigenen Aktivitäten nicht zu gelten.

        Über den Umstand, dass Sie für Gespräche mit uns einen totalen Baustopp zur Bedingung erklären und uns vorwerfen, den Austausch mit Ihnen und Ihren Mitstreitern deshalb nicht ernsthaft gewollt zu haben, weil wir dieser Maximalforderung nicht umgehend nachgekommen sind, sollen die Leserinnen und Leser am besten selbst bewerten. Wir dürfen daran erinnern, dass wir eine Baugenehmigung und eine vertragliche Verpflichtung gegenüber unserem künftigen Mietern haben. Grünes Licht haben nicht etwa wir selbst uns erteilt, sondern die Verwaltung.

        Nun zu den von Ihnen angesprochenen Mitarbeitern: Sie betreiben seit geraumer Zeit eine Facebook-Seite, auf der die Ini offenbar vor allem mit sich selbst kommunizieren möchte. Sobald dort in den vergangenen Monaten eine andere Stimme auch nur zaghaft Kritik an Ihren Radikalpositionen angemeldet hat, wurde der Kommentator i.d.R zunächst verunglimpft, im Anschluss gelöscht. Unser Verdacht: Sie ertragen die Kritik und die Auseinandersetzung an ihrem Tun nicht. Das ist sehr bedauerlich.

        Diese Beobachtungen hatten zunächst gar nicht wir selbst gemacht, sondern uns wurde von Dritten davon berichtet. Ehrlich: Wir konnten das nicht so richtig glauben. Also haben wir uns entschlossen die Probe aufs Exempel zu machen. Dass sich freie Projekt-Berater auf Ihrer Seite als solche vorstellen müssen, bevor sie sich zu Wort melden dürfen, lesen wir hier das erste Mal. Fakt ist: Es wurden konkret Fragen gestellt. Zum Beispiel die, ob Sie einen Investor benennen können, der auf dem Zeise-Areal bereit ist, ausschließlich „günstige Wohnungen“ zu bauen. Genau das suggeriert es Ihre öffentliche Darstellung. Die Antwort steht bis heute aus. Unsere Kollegen wurden erst beschimpft, dann gelöscht – und letztlich sogar für Ihre Seite gesperrt, also mundtot gemacht.

        Herr Zibell, das fanden und finden wir nicht in Ordnung.

        Leider passt dieses undemokratische Verhalten zu dem mit der Mopo vereinbarten Streitgespräch, das Ihre Mitstreiter im Juli kurzfristig hatten platzen lassen, weil Ihr „Sprecher“ plötzlich kein Sprecher mehr sein durfte. Auf Ihrer Facebook-Seite behaupteten Sie, der gar nicht zugegen war, stritten Sie dies ab und gaben der Redaktion die Schuld. Wenige Tage später war Ihr tollkühner Kommentar: gelöscht :)

        Viele Grüße vom Zeise2-Team

        • Spreche ich mit Herrn Barth persönlich? Leider ist dies aus Ihrem Pseudonym nicht klar ersichtlich.
          Herr Barth (Anmerk. für die Leser-/innen: Geschäftsführer Procom Invest und Grundstücksgesellschaft Zeise II GmbH & Co. KG),
          Sie haben oben erwähnt, dass nur einer der BI bisher zu 4-Augen Gesprächen mit Ihnen bereit war. Aufgrund unseren diversen Telefonaten und Gesprächen am Rande der Planungsausschußsitzungen, bei denen Sie auf mich zukamen, vermute ich, dass ich damit gemeint war. In der Tat war ich immer der Meinung, entgegen vieler meiner BI Kollegen, dass man trotz aller Differenzen und gegenseitigem Misstrauen im Gespräch bleiben solle. Meine Tür stand Ihnen immer offen und ich habe Ihre Meinungen angehört und respektiert, wenn ich auch in der Sache eine andere Meinung vertreten habe. Dennoch war ich der Meinung, dass wir beide eine Gesprächsebene hatten, die von gegenseitigem Respekt gestützt wurde.

          Ich muss Ihnen aber ganz deutlich sagen: dass Mitarbeiter von Ihnen auf unserer Facebook-Seite gezielt Spannungen und Provokationen erzeugen um Stimmungsmache gegen die BI zu betreiben, geht gar nicht! Es wäre zumindest in Sachen fairplay angebracht gewesen, sich zu Ihrem Team zugehörig zu erkennen zu geben. Stattdessen wurden deutliche Nachfragen danach aufgrund der auffallenden Meinungsmache und teilweise hetzerischen Äußerungen vehement bestritten. Spätestens hier wäre eine ehrliche Antwort angezeigt gewesen. Ich gebe zu, dass auch von Seiten einiger BI-Mitglieder, die sich haben provozieren lassen, verbale Entgleisungen stattgefunden haben. Diese haben sich dafür bereits entschuldigt. Ich persönlich hätte diese Facebook-Threads auch nicht gelöscht, da ich der Meinung bin, dass solche Posts für sich sprechen. Andererseits habe ich Verständnis für die Meinung anderer BI-Mitglieder, die sagen, dass Threads, bei denen die Stimmung manipuliert wird und hochkocht, nichts mit einer sachlichen Auseinandersetzung zu tun haben und von den eigentlichen Themen und Fakten ablenken.
          Auch wenn ich es bedauerlich finde, dass mit viel Herzblut engagierte Aktivisten auf unserer Seite manchmal ein gewisses Maß an Professionalität vermissen liessen und sich haben provozieren lassen (kann ich mich da ausnehmen??), muss ich Ihnen sagen, dass die Art und Weise, wie Ihr Team auf unserer FB-Seite aktiv war, empfinde ich in höchstem Maße subversiv und unfair. Selbst für einen Vergleich der BI mit dem dritten Reich war man sich nicht zu schade. Entschuldigen Sie bitte, bei aller Toleranz, aber dafür fehlt mit jedes Verständnis. Selbst ich wurde von Ihren Mitarbeitern angegriffen, als ich versucht habe, in den Threads die Wogen zu glätten.
          Und auch Sie greifen mich hier persönlich dafür an, dass ich in besagtem Thread, als es um das Thema Mopo-Streitgespräch ging, die erhitzen Gemüter zu beruhigen versuchte und vermitteln/erklären wollte. Ich hoffe im Geiste unserer Gespräche, dass Sie mich hierdurch nicht in Misskredit bringen wollten. Und bitte glauben Sie mir, mit der Mopo war das damals anders abgesprochen gewesen. Auch Sie Herr Barth waren, so wurde mir berichtet, ja nicht alleine zu dem Termin erschienen, was zeigt, dass auch Sie ursprünglich nicht von einem 1:1 Gespräch ausgingen.
          Herr Barth, Sie haben mich als gesprächsoffenen Menschen kennengelernt. Ich denke, gegenseitige Anschuldigungen auf öffentlichen Medien ist die falsche Art und ist einer sachlichen Debatte nur abträglich, da geben Sie mir sicher Recht.

          Viellicht können wir ein einem persönlichen Gespräch noch ein mal über die eine oder andere hier angesprochene Sache reden.

          Ich kann hier nur für mich sprechen und das oben geschilderte ist meine ganz persönliche Meinung. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass unsere BI kein homogener Haufen ist und es innerhalb der BI zu Detailthemen öfter unterschiedliche Meinungen gibt, wie z.B. der Bewertung Ihrer Vertrauenswürdigkeit, auch wenn in der Hauptsache Einigkeit besteht. Ob also ein direktes Gespräch zwischen Ihnen und der BI möglich ist, kann ich als normales Mitglied nicht beeinflussen. Ich denke, dies hängt im Wesentlichen davon ab, ob Sie dazu bereit wären, den Plan des Bürobaus nicht als unumstößlich vorauszusetzen.

          • Hallo Herr Zibell,

            wir bearbeiten die Fragen in diesem Forum nicht unter Pseudonym, sondern als Team – so, wie es der Name suggerieren soll.

            Wenn Sie Ihren zwischenzeitlich unterbrochenen Dialog mit unserer Geschäftsführung direkt fortsetzen möchten, begrüßen wir dies ausdrücklich. Uns erscheint dieses Forum aber als der falsche Kanal dafür. Sie haben alle Kontaktdaten, melden Sie sich jederzeit gern.

            Herr Zibell, div. Kommentatoren auf der Facebookseite der Ini, die mit unserem Unternehmen in keinerlei Kontakt standen und stehen, wurden ebenfalls allein aufgrund ihrer kritischen Anmerkungen beschimpft und gelöscht. Warum verstecken Sie sich jetzt hier hinter der dünnhäutigen Beschwerde über ein angeblich unfaires Vorgehen unsererseits? Vor allem: Warum beantworten Sie die gestellten Sachfragen weiterhin nicht? Glauben Sie ernsthaft, unsere gestandenen Berater würden von uns auf Sie „angesetzt“? Wo in Ihren Spielregeln steht, dass sich Leser ihrer dubiosen Thesen und Parolen erst zu Job und dergleichen mehr erklären müssen, bevor sie eine Meinung äußern oder eine Frage stellen dürfen?

            Dass uns das Löschen von Meinung und Sperren von Personen fatal an Zeiten politischer Zensur erinnert, sollten Sie schon ertragen können.

            Sie sollten uns aber zumindest keine Inhalte vorwerfen, die wir nicht produziert haben. Nie wurde Ihre Ini als solche von uns mit dem Dritten Reich verglichen, es ging allein um die beschriebene Zensur. Nie wurde „vehement bestritten“, dass freie Mitarbeiter von uns kritische Kommentare geschrieben und Fragen an Sie gerichtet haben. Stellen Sie die Kommentare zurück ins Netz und jeder kann sich selbst ein Bild davon machen, wie „unfair“ oder gar „hetzerisch“ diese gewesen sind.

            Sie bleiben bei ihrer Darstellung, dass die Mopo selbst für das geplatzte Streitgespräch verantwortlich gewesen sein soll? Herr Zibell, Ihr „Sprecher“ Hauke Sann, der aus mutmaßlich sehr persönlichen Motiven heraus seit einem Jahr unverhältnismäßig aggressiv gegen Zeise2 zu Felde zieht (siehe „Abendblatt“ vom Sonnabend), hatte einen von der Redaktion moderieren Schlagabtausch mit Hern Barth, einem unserer beiden Geschäftsführer, zugesagt. Einer unserer freien Berater hat Herrn Barth zu dem Termin als Augen- und Ohrenzeuge begleitet. Die Begleiter von Herrn Sann (5 an der Zahl!) hingegen wollten zunächst mit aufs Foto drängen, anschließend an dem Interview aktiv teilnehmen. Dies war ein eindeutiger Verstoß gegen die Vereinbarung.

            Da Sie diese Info nicht erreicht zu haben scheint: Kann es sein, dass die Ini-Mitglieder einander gegenüber nicht ganz ehrlich sind?

            Viele Grüße vom Zeise2-Team

            • Wir möchten an dieser Stelle auf die Einhaltung der Netiquette hinweisen (siehe oben) und darauf verweisen, dass dies ein „Frage-Antwort-Forum“ ist. Fragen werden i.d.R. kurz und sachlich formuliert – Antworten ebenfalls. Bitte vermeiden Sie Subtext, der nicht auf die konkrete Fragestellung eingeht. Vielen Dank.

            • @ Redaktion und alle Beteiligten auf dieser Plattform: In diesem von den Zeise-2-Investoren Procom und Quantum bezahlten PR-Forum wird versucht, den Bau-und Politik-Skandal Zeise-2 auf eine private Fehde herunterzuskalieren und so der Konflikt Bürger-gegen-Investoren verharmlost. 9.000 Menschen haben hier einen Bürgerentscheid durchgesetzt. 250 Ottenser tragen die Klage gegen die unrechtmäßige Baugehmigung. 100 Geschäfte und kulturelle Institutionen aus Altona unterstützen diesen Bürgerentscheid. Viele Menschen unterstützen mit ehrenamtlicher Arbeit diesen demokratischen Akt. Diesen Skandal entscheiden weder ein „Herr Sann“ noch ein „Herr Barth“. Hier werden letztlich Gesetz und Wahrheit entscheiden.

              Nachtrag Glaubwürdigkeit: Falls sich Herr Onken hier noch nicht vollständig vorgestellt haben sollte: Er steht seit einigen Wochen als PR-Berater im Sold des Investors Procom. Mit diesem Filter lassen sich einige Beiträge leichter einordnen.

      • Zur Arbeitsplatzthematik verweisen wir auf unseren Beitrag vom 22.09.2014: http://www.altona.info/2014/09/22/zeise-parkplatz-grundstuecksausschuss-empfiehlt-kfb-zustimmung-zu-wpp/

        Darin, u.a.: „Von Unternehmensseite war zuvor zu hören, dass Mitarbeiter mehrerer Standorte zusammengelegt werden sollen, ohne neue Arbeitsplätze zu schaffen, so WPP-GF Richard Karpik im Gespräch mit ALTONA.INFO. Ein Wachstum sei jedoch nie ausgeschlossen, hieß es damals. Eckdaten zu dargestellten 160 Arbeitsplätzen über dem aktuellen Bestand der betroffenen Agenturtöchter, soll WPP nun gegenüber der Wirtschaftsbehörde und dem Ausschuss plausibel dargelegt haben. Die Holding will etwa 12 Werbeagenturen an dem Standort in Ottensen versammeln…“

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