Der Platz „Am Altonaer Holzhafen“ – direkt am ehemals hölzernen Hafen Altonas – wurde wieder eingeweiht. Der öffentliche Raum zwischen den Gebäuden des Holzhafen-Quartiers erhielt zudem zwei Krane. In der sogenannten ‚Perlenkette‘ ist der Platz, der jahrelang als Parkplatz verkam, einer der wenigen unverbauten Orte entlang des Elbufers am Fischmarkt in Altona.

Gemeinsam mit der B&L Gruppe weihte das Bezirksamt Altona den frisch sanierten Platz „Am Altonaer Holzhafen“ ein. Damit sei jetzt ein Schlussstein in der Entwicklung gesetzt worden, betonte ein Vertreter von B&L. Der Altonaer Holzhafen wurde in den Jahren 1722 bis 1724 gebaut und sei damit die älteste künstlich errichtete Hafenanlage am nördlichen Elbufer Hamburgs, so das Bezirksamt Altona. Nachdem der Hafenbetrieb für Küstenmotorschiffe in den 1980-iger-Jahren eingestellt worden war, verkam die Landseite des Hafenbeckens zu einem Auto-Abstellplatz und wurde zwischenzeitlich als Baustelleneinrichtung für die beiden großen Bürokomplexe beiderseits des Holzhafens genutzt.

Baudezernent Dr. Reinhold Gütter wies auf die historische Bedeutung hin und erwähnte, dass der Bezirk auch Gebote für eine Bebauung ausgeschlagen habe sowie mit einer erheblichen Investition zuletzt den Radweg am Ufer herstellte. Der Platz „Am Altonaer Holzhafen“ selbst wurde mit Kopfsteinpflaster und mit großflächigen hafentypischen Stelcon-Platten ausgelegt. Letztere sollen an die alte Hafenbahn erinnern und Rollstuhlfahrer und Kinderwagen den Weg entlang der Elbe erleichern.

Am Platz befinden sich auch zwei original Kampnagel-Hafenkrane (Dreh-Wipp-Krane) aus dem Jahre 1939, die sich im Besitz des Hafenmuseums Hamburg befinden und das Bild des Platzes maßgeblich prägen. Die Hafenkrane sind allerdings restaurierungsbedürftig. Dem Museum fehlen dazu nach Angaben die finanziellen Mittel. Der Förderverein Hafenkultur e. V., den Bezirk Altona, die Deutsche Seemannsmission Hamburg Altona e. V. und die B&L Gruppe unterstützen, soll entsprechende Gelder akquirieren. Nach Angaben fehlen Mittel in Höhe von etwa 120.000 Euro. Die größe Kostenposition wäre dabei das Einrüsten der Krane für die Sanierung, so eine Vertreterin des Hafenmuseums.

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