Bereits Anfang des Jahres stellte die Bundeswehr an der Graf von Baudissin-Kaserne in Osdorf ein Teilgrundstück für die Unterbringung von etwa 150 Flüchtlingen zur Verfügung. Die Unterbringung ist im Bau – ab Dezember könnten am Blomkamp Menschen einziehen, so ein Sprecher. Nachdem der Bezirk Altona dem Senat im Sommer die Kasernen für eine weitere Unterbringung vorschlug, öffneten sich nun wiederholt die Tore. „Flüchtlinge erhalten Unterkunft in Kasernen“, teilt die Bundeswehr in Hamburg mit. Die Bundeswehr stelle Gebäude in Iserbrook und Sporthallen in Steinwerder sowie Osdorf zur Verfügung.

In ein Gebäude der Reichspräsident-Ebert-Kaserne in Iserbrook zogen am Wochenende bereits 75 Flüchtlinge ein. Bisher diente das Gebäude als Unterkunft für Schüler der Bundeswehrfachschule. „Das Gebäude wurde durch einen Zaun sozusagen aus der übrigen Kaserne ausgegliedert. Es hat einen eigenen Zugang“, erklärte der Kommandeur Landeskommando Hamburg, Kapitän zur See Michael Setzer. „Die Bundeswehr hat die Zimmer mit Betten ausgestattet und das Gebäude an die Stadt übergeben. Wie in anderen Unterkünften übernimmt die Stadt den Betrieb und auch die Absicherung des Gebäudes“.

Eine weitere Unterbringungsmöglichkeit werde derzeit auch in der nördlichen Sporthalle der Generalleutnant-Graf-von-Baudissin-Kaserne in Osdorf geschaffen. Nach Informationen von ALTONA.INFO könnten hier 250 Flüchtlinge Platz finden. Eine Zuwegung zum Rugenbarg wird es geben. Weiterhin werde auch das vom Bezirk vorgeschlagene östliche Teilgrundstück, eine Grünfläche, derzeit geprüft.

„Die Bundeswehr hat ihr Engagement in der Hilfeleistung zur Bewältigung der Flüchtlingshilfe auch personell deutlich intensiviert“, betonte Setzer. Zur Unterstützung der Stadt seien seit dem Wochenende 100 Pioniere des Spezialpionierbataillons 164 aus Husum als sogenannte „Helfend Hände“ eingesetzt, die etwa beim Aufbau von Betten helfen. Die Bundeswehr ist zudem mit einem Ärzteteam des Bundeswehrkrankenhauses zur Unterstützung der medizinischen Versorgung im Einsatz. Mehrere Dienststellen seien an der Hilfeleistung in der Hansestadt beteiligt. Die Maßnahmen rund um die Amtshilfe werden vor Ort durch das Landeskommando Hamburg koordiniert, das auf zivil-militärische Zusammenarbeit spezialisiert sei.

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