Der ‚Regionalpark Wedeler Au‘ will sich erweitern. Hierzu beschloss der Trägerverein auf seiner Mitgliederversammlung im Sommer die Erweiterung um mehr Mitglieder sowie die Aufnahme neuer Gebiete (siehe Darstellung in Karte). Die Fläche werde sich demnach von jetzt 5.100 ha auf insgesamt 12.000 ha mehr als verdoppeln.

Ab 2016 sollen die Gemeinden Hetlingen, Heist und Halstenbek, die in Vorgesprächen grundsätzliches Interesse an einer Mitgliedschaft signalisiert hätten, hinzukommen. Die Gemeinde Halstenbek habe den Beitritt bereits beschlossen. Auch die Stadt Schenefeld habe der Erweiterung zugestimmt. Weitere Beitritte und Erweiterungen stehen indes noch aus. Auch die Bezirksversammlung Altona muss noch zustimmen.

Die neuen Grenzen des Regionalparks im Bezirks Altona basieren nach Angaben des Bezirksamtes Altona auf den Vorschlägen des Landschaftsplanungsbüros Schaper + Steffen + Runtsch sowie auf Gesprächen mit dem Bezirk. Für Altona soll die Osdorfer Feldmark hinzukommen, sowie kleinere grüngeprägte Flächen nördlich der Kiesgrube im Waldpark Marienhöhe und zwischen Bismarckstein und Krumdal. Der Anteil des Bezirks Altona am Regionalpark vergrößere sich nach Planungen damit von 1.841 ha auf 2.028 ha.

So könnte sich der Regionalpark vergrößern. Darstellung: BA Altona / Regionalpark Wedeler Au
Die blaue Linie zeigt die derzeitige Eingrenzung, die pinke Linie die geplante Vergrößerung des Gebietes. Darstellung: BA Altona / Regionalpark Wedeler Au

Das Bezirksamt schreibt an die Bezirksversammlung: „Mit der Osdorfer Feldmark wird ein wichtiger Teil einer Landschaftsachse sowie ein attraktiver, stadtnaher Naherholungsraum (mit Bornpark, Kleingärten, Helmuth-Schack-See, Freibad) in den Regionalpark integriert. Die Düpenau wird zukünftig als weiterer Bachlauf im Regionalpark liegen. Sie verbindet die Osdorfer Feldmark über einen Grünkorridor durch Schenefeld mit der offenen Feldmark von Halstenbek, Schenefeld und Pinneberg. Hierbei handelt es sich um ähnliche Biotop- und Nutzungsstrukturen, in denen länder- und gemeindeübergreifende Entwicklungsziele verfolgt werden könnten, wie z. B. Wegeführungen und der Biotopverbund. Auch die Verbindungen zwischen der Osdorfer Feldmark und der Rissen-Sülldorfer Feldmark mit dem Klövensteen sollen mit der Regionalparkerweiterung gestärkt werden. Die Erweiterungen verbessern zudem die Anbindung der Stadtteile Lurup, Osdorf und Iserbrook an den Regionalpark.“

Die Erweiterung des Regionalpark habe keine Auswirkungen auf das Planungsrecht und hätte nur informellen Charakter, heißt es weiter. Sie diene dazu, Projekte zu Naherholung, Naturschutz, Landschaftspflege und regionaler Wirtschaft zu initiieren und umzusetzen und dabei auch gemeindeübergreifend zu denken. Für Projekte bestünde etwa die Möglichkeit, mit Unterstützung des Vereins Fördermittel der EU oder der Metropolregion einzuwerben. Als gemeinnütziger Verein könne der Regionalpark Wedeler Au etwa auch Anträge bei Stiftungen stellen und Spendenquittungen ausstellen. Konkrete Maßnahmen für die Erweiterungsflächen sollen nach der Abstimmung über das neue Gebiet in einem Gutachten erarbeitet werden, das voraussichtlich mit Hilfe von Fördermitteln 2016 in Auftrag gegeben werde.

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