In der städtischen Unterkunft in Sieversstücken (Sülldorf) kam es am Samstagabend zu einem Brand. Dabei seien vierzehn Wohn-Container zerstört worden, so die Feuerwehr. Menschen wurden nicht verletzt. Die Container dienten der Folgeunterbringung von Flüchtlingen und Wohnungslosen.

Die Staatsanwaltschaft Hamburg und das Landeskriminalamt (Fachdezernat für Brandermittlungen, LKA 42) ermitteln im Zusammenhang zu einem Feuer in einer Folgeunterkunft. Nach einem ersten Verdacht nahmen die Beamten einen 19-Jährigen, der Bewohner der Unterbringung ist, vorläufig fest.

Zu dem schnellen Löscheinsatz kam es offenbar nur zufällig. Ein Zeuge machte eine am Brandort vorbeifahrende Rettungswagenbesatzung auf ein Feuer in einem Containerhaus auf dem Gelände der Flüchtlingsunterkunft aufmerksam, so die Polizei. Die Feuerwehr berichtete später von vierzehn in voller Ausdehnung brennenden Containern, die binnen zwei Stunden nach zwischenzeitlicher Erhöhung der Alarmstufe geloscht wurden.

Noch in der Nacht koordinierte ein Verantwortlicher von „Fördern und Wohnen“ die Unterbringung der obdachlos gewordenen Bewohner des abgebrannten Containerhauses. Die Ermittlungen der Beamten des Landeskriminalamtes führten zu dem Tatverdächtigen, da es zwischen ihm und Bewohnern der Unterkunft zu einem Streit gekommen war.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Hamburg erließ das Amtsgericht Hamburg dann auf dem Eilwege eine Durchsuchungsanordnung für das Zimmer des Tatverdächtigen. Nach erkennungsdienstlicher Behandlung wurde der Tatverdächtige zunächst entlassen. Die Ermittlungen dauern an, so die Polizei abschließend.

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