Bei einer Schlägerei in der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Osdorf wurde ein junger Mann schwer verletzt. Beamte des PK 26 nahmen drei Männer (18-23) vorläufig fest, die im Verdacht stehen, einen 18-jährigen Flüchtling schwer verletzt zu haben. Bei der Schlägerei setzten die Täter u.a. Aluminiumstangen ein. Das Landeskriminalamt (LKA 123) übernahm die Ermittlungen.

Der Sicherheitsdienst der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung im Rugenbarg meldete über den Polizeinotruf eine Auseinandersetzung zwischen ca. 40-50 Personen. Beim Eintreffen der insgesamt neun Funkstreifenwagen stellten die Beamten fest, „dass sich zwei Gruppen gegenüberstanden“, so die Polizei in ihrem Bericht. Die Situation habe sich nach Eintreffen der Polizei beruhigt. Bei der Auseinandersetzung zwischen den Personengruppen erlitt ein 18-jähriger Mann aus der Unterkunft eine Kopfverletzung und musste schwer verletzt von einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gefahren werden.

Die Beamten fanden vor Ort ca. 20 Aluminiumstangen, die aus den Betten herausgebrochen wurden und als Tatmittel bei der Schlägerei eingesetzt worden seien. Ermittlungen ergaben, dass es bereits am Nachmittag zu Streitigkeiten gekommen sein soll. Der Hintergrund der Auseinandersetzung sei noch unklar.

Neben dem Schwerverletzten wurde auch ein Sicherheitsangestellter bei dem Versuch, den verletzten Mann zur Seite zu tragen, von einem unbekannten Mann mit einem Feuerlöscher angegriffen. Verletzt wurde der Sicherheitsangestellte hierbei nicht. Nach Identitätsfeststellungen wurden die drei Tatverdächtigen von der Polizei entlassen.

Tatzeit: 19.10.2015, 01:04 Uhr
Tatort: Osdorf, Rugenbarg, Zentrale Erstaufnahmeeinrichtung

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