Redaktion

4522 BEITRÄGE 18 KOMMENTARE / LESERBRIEFE

Hamburg. Eine Woche lang hatten 120 junge ‘Parlamentarier’ beim diesjährigen “Jugend im Parlament” Gelegenheit, um mit der Politik der gewählten Bürgerschaft aufzuräumen. Es war zudem die letzte Veranstaltung ihrer Art vor den Bürgerschaftswahlen im Februar 2015 und ab 16 Jahren können Jugendliche dann schließlich erstmalig aktiv mitwählen. Bereits aus diesen Gründen kam der diesjährigen Veranstaltung eine besondere Bedeutung zu. Was fordert die Jugend von Hamburg – wie würde sie entscheiden?  Wir waren vor Ort, ein Überblick.

Wie immer wurde eine eigene Resolution verabschiedet, nachdem man zuvor mit Gesprächspartnern und einigen Politikern in Ausschüssen gearbeitet hatte. 120 Jugendliche hatten dafür Zeit und durften die Schulbank gegen die Abgeordnetenbank tauschen. Mit der Generaldebatte am Freitag und der Übergabe der Forderungen an die Bürgerschaftspräsidentin gingt die Veranstaltung zu Ende. Präsidentin Carola Veit (MdHB, SPD) versprach der Jugendpräsidentin , die Politik werde sich mit den Forderungen beschäftigen. Die Resolution sei jetzt schließlich eine offizielle Drucksache. Zuvor debattierten die Nachwuchspolitikerinnen und Politiker in ihrer letzten Debatte über die Flüchtlingssituation.


Das will die Jugend in Hamburg: Ein Auszug aus den Beschlüssen

Das Thema Canabis blieb auch dem diesjährigen ‘Parlament’ in der Debatte nicht erspart. Während der Fachausschuss eine Legalisierung anstrebte und die Beschlussvorlage entsprechend einbrachte, fand das Thema dennoch keine Zustimmung im Plenum. Entscheidende Sätze wurden wieder aus der Resolution gestrichen. Fest steht damit: Die Mehrheit der Abgeordneten lehnt die Legalisierung ab.

Das war aber noch längst nicht alles. Im Bereich des ÖPNV gab es Forderungen nach einer Optimierung der Nachtbusse oder der HVV-App. Ein haltestellenungebundenes Aussteigen soll ermöglicht werden wie auch die APP stärker für Umfragen genutzt werden können. Ein Prepaidguthaben könne Jugendlichen ermöglichen besser Tickets zu kaufen.

Etwas ernstere Themen sind in dem sicherheitspolitischen Forderungskatalog zu finden. So soll ein Gesetz geschaffen werden, dass Personenkontrollen genau regelt. ‘Radical Profiling’ sei dort “ganz klar verfassungswidrig” zu benennen. Hamburg könne hier Vorbild sein und eine Initiative starten. Im Bereich der Flüchtlingspolitik soll nach Vorstellungen der jungen Leute ein “Distanzabbau” durch mehr Öffentlichkeitsarbeit der zuständigen Stellen, Veranstaltungen, Partnerschaften oder auch Plakataktionen erfolgen. Für die Flüchtlinge sollen die Unterbringungsstandards erheblich verbessert werden. Eine neutrale Prüfstelle solle zudem für Kontrollen Verantwortung übernehmen, sowie auch allgemein mehr Beamte in dem Bereich tätig werden. Aus den Beschlüssen gehen auch mehr Sprachangebote und psychologische Betreuung, sowie eine bessere Integration in den Arbeitsmarkt und eine Verbesserung der Jugendarbeit unter Flüchtlingen hervor.

Im Bereich der Wohnungsbaupolitik fordert ‘Jugend im Parlament’ von Bürgerschaft und Senat die absolute Einhaltung des Drittelmixes bei Neubauvorhaben. Lediglich bei einem kleinen Teil der neugebauten Wohnungen sei dies erfolgt. Die Bindungsfrist für geförderte Wohnungen solle zudem auf 50 Jahre hochgesetzt werden. Bei der Vergabe von Grundstücken wie Wohnraum sollten Auszubildendenwerke und Studentenwerke besser beteiligt sein, die selbst auch selbstverständliche Nebenkosten in der Förderung berücksichtigen sollen. Beim Themenkomplex Gentrifizierung sei eine „Imagepflege“ von “gewissen Stadtteilen” angebracht, damit Preissituationen in der Innenstadt entlastet werden.

Weitere Infos: Die Resolution von Jugend im Parlament 2014 (PDF)

Mit einer großen Ankündigungs-PR startete die Polizei bundesweit und auch in Hamburg vor Wochen den “24-Stunden-Blitzmarathon”. Bürgerinnen und Bürger sollten zuvor Hinweise geben, an welchen Orten sie selbst regelmäßig Verstöße feststellen. Die Straßenverkehrsbehörden koordinierten die Aktion, Mitarbeiter stellten sich an etlichen Orten in Hamburg auf. TV- und Radiosender berichteten, im Internet kursierten Listen, die Presselawine rollte. Am Donnerstag war es dann soweit.

Kurzum: Der aufgeklärte Bürger hatte in jedem Fall Zugang zu der Information und war allerbestens gewarnt. Wer heute geblitzt wurde, gehört wohl nicht zu den Leuten, die sich informieren. Fest steht: Wer auf dem Ökopapier unserer Behörden in den nächsten Tagen ein schönes Erinnerungsfoto vom 18. September mit Fußnote “bitte zahlen” erhält, der hat es einfach nicht anders verdient… schön doof.

Auch ein treuer Fan...

Altona. “Ja, es ist Liebe! Eine Reise zu den treuesten Fans der Republik” ist der Titel des Monatsmagazins 11Freunde. Die Redaktion hat einen Blick viele Vereins- und Fangeschichten abseits der Profiliga genommen und ging einer Frage nach. Warum wird man Fan von solchen Vereinen, wie Altona 93, SV Arminia Hannover, dem 1. SC Göttingen 05, Hörder SC 1910, VfR Bürstadt, TSV Grafenrheinfeld, der Spvgg Bayern Hof, dem Dresdner SC und TeBe Berlin. Geschichten der Anhänger aus der Republik wurden zusammengetragen.

Cover11FreundeAltona93
Cover: 11FREUNDE Verlag

Kostprobe aus Altona: “Helmcke, 50, leicht ergraut, ein Baseball-Cap voller Pins, eine Kutte mit Aufnähern, Typ Altpunk, ist seit 1994 Anhänger von Altona 93. Mehr noch: Er ist Hardcore-Fan. Seiner Frau hat er vor neun Jahren in der heimischen Adolf-Jäger-Kampfbahn einen Heiratsantrag über die Stadionlautsprecher gemacht, er hat jahrelang vor jedem Spiel Glückspfennige im Strafraum vergraben.”

 

Heft 155 des “Magazins für Fußballkultur” gibt es ab Donnerstag auf Papier und natürlich auch digital.

Altona / Altona-Nord. Aus ungeklärter Ursache kam es am Mittwochnachmittag zu einem Schwelbrand in einer sogenannten Dehnungsfuge zwischen einer Tiefgarage und einem angrenzenden Mehrfamilienhaus, berichtet die Feuerwehr. Mit zwei C-Rohren konnte der Brand gelöscht werden. Die Polizei habe Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Auf dem Desy-Campus entstehen zwei neue Petra III-Hallen. Foto: Desy

Altona / Bahrenfeld. Auf dem Desy-Campus wird gebaut, gebaut, gebaut und kräftig investiert. Erst kürzlich wurde ein einzigartiges Big-Data-Projekt vorgestellt. Jetzt erhält die Forschungslichtquelle Petra III zwei neue Experimentierhallen. Montag war Richtfest.

Auf insgesamt etwa 6000 Quadratmetern Fläche werden bis zu zehn weitere Strahlführungen für Experimente mit dem hochintensiven Röntgenlicht aus dem Teilchenbeschleuniger PETRA III aufgebaut, mit direkt angeschlossener Büro- und Laborfläche für Wissenschaftler, berichtete Desy. Mit dem Erweiterungsprojekt würden die Experimentiermöglichkeiten an der Synchrotronstrahlungsquelle PETRA III deutlich vergrößert. Die ersten neuen Strahlführungen des 80-Millionen-Euro-Projekts werden nach Angaben bereits ab Herbst 2015 in Betrieb gehen.

„Mit den neuen Messstationen erweitern wir die Vielfalt der Forschungsmöglichkeiten an PETRA III erheblich, zum Beispiel um neue Nano-Spektroskopie- und Materialuntersuchungstechniken“, so Desy-Vorstand Prof. Dr. Helmut Dosch. Man werde der “riesigen Nachfrage der internationalen Wissenschaft nach der besten Synchrotronstrahlungsquelle der Welt gerecht.“ Senat und Bundesregierung waren natürlich auch vor Ort und betonten die Bedeutung des Standortes für die internationale Wissenschaft.

Hintergrund: DESYs 2,3 Kilometer langer Ringbeschleuniger PETRA III produziert hochintensive, stark gebündelte Röntgenblitze für eine Vielzahl physikalischer, biologischer und chemischer Experimente. In einer rund 300 Meter langen Max-Laue Experimentierhalle, erst vor zwei Jahren eingeweiht, stehen bereits 14 Messstationen, die bis zu 30 Experimente ermöglichen. Die Eigenschaften der Blitze, die PETRA an die verschiedenen Messstationen liefere, sei exakt auf die verschiedenen Forschungsdisziplinen abgestimmt. Mit dem hochbrillanten Röntgenlicht untersuchen Forscher etwa innovative Solarzellen, beobachten die Dynamik von Zellmembranen und durchleuchten fossile Dinosauriereier.

Seit ihrem Betriebsstart im Jahr 2009 sei PETRA III als weltbeste Röntgenquelle ihrer Art stark überbucht, so Desy. Um mehr Wissenschaftlern Zugang zu ermöglichen und um das Forschungsportfolio von PETRA III um neue Experimentiertechniken zu erweitern, erfolge der Bau. Die Gesamtkosten von rund 80 Millionen Euro für die Erweiterung stammen größtenteils aus Ausbaumitteln der Helmholtz-Gemeinschaft, Mitteln des Bundesforschungsministeriums, der Freien und Hansestadt Hamburg und DESYs. Etwa ein Drittel der Kosten werden von Kooperationspartnern aus Deutschland und dem Ausland beigetragen.

Der nächste Bau? Vielleicht geht es bald mit dem Technologiepark los. Den Bebauungsplan brachte die Kommunalpolitik jüngst auf den Weg.

Altona / Nienstedten. Der CDU-Politiker Lars M aus dem Ortsverband Nienstedten, aktuell noch Beisitzer im Vorstand, steht vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm den Besitz kinderpornografischer Bilder vor. 47 Dateien sollen auf seinen PCs und externen Festplatten gefunden worden sein. Die Bilder zeigen nackte kleine Mädchen. Der Politiker gab an, zum Zeitpunkt des Auffindens der Bilder Essen gewesen zu sein. Belege hätte er dafür jedoch keine. Lars M beschuldigte seine heutige Ex-Frau, eine zum Zeitpunkt der Heirat 18-jährige Modawierin, der Rachesucht. Sie wiederum berichtete von häuslicher Gewalt in der Ehe.

Schon früher soll der Politiker in Erscheinung getreten sein. Damals bestritt er Berichten zufolge die Vaterschaft zu einem leiblichen Kind, was mit einem DNA-Test nachgewiesen werden musste. Die CDU in Altona erwägt aktuell ein Parteiausschlussverfahren gegen Lars M.

Die Verhandlung wird am 7. Oktober fortgesetzt.

Hamburg. Die FHH hebt zum 1. Oktober die Taxentarife um 7,8% an. Die Anhebung sichere den Mindestlohn für Fahrerinnen und Fahrer auf 8,50 Euro, so der Senat. Senatur Frank Horch: „Die jetzt beschlossene Erhöhung der Tarife ist notwendig, um die Zahlung des Mindestlohns zu sichern. Wir werden weiterhin darauf achten, dass die Erträge der großen Mehrheit der ordentlich arbeitenden Betriebe nicht durch unlautere Konkurrenz im Taxigewerbe selbst oder von illegalen Anbietern gefährdet werden”, so Horch in Anspielung auf Socialmedia-Dienste.

Ab dem 1. Oktober 2014 gelten dann nachfolgende Preise für Taxifahrten:

Preis bisher

in Euro

Preis neu

in Euro

Grundgebühr 2,90 3,20
km-Preis 1.-4.km 2,20 2,35
Km-Preis 4.-9.km 1,90 2,10
Km Preis ab 10. km 1,40 1,45

Die bisherige Regelung, dass für Wartezeiten bis zu einer Minute kein Wartegelt gezahlt werden muss (sog. „Karenzminute“), bleibe unverändert. Durchschnittlich erhöhen sich die Preise hier um 1,40 Euro.

Für ausgewählte Tourenlängen gelten danach folgende Preise:

Fahrtstrecke in km Preis bisher in Euro Preis neu in Euro Veränderung in Euro
5 13,89 14,99 1,10
10 23,10 25,05 1,95
15 30,26 32,46 2,20
20 37,42 39,87 2,45

Gerichtsstr-BushaltestelleHamburg / Altona. Der Protest der Bürgerini, das Zusammenstellen eigener Messdaten und das Sammeln von über 2.000 Unterschriften hatte Erfolg. Nach Informationen von ALTONA.INFO soll die Bushaltestelle Gerichtstraße nun wieder an den ursprünglichen Standort zurückverlegt werden. Entsprechende Informationen der Verkehrsbehörde seien heute bei der Bezirksamtsleitung in Altona eingegangen, berichtete der SPD-Kreisvorsitzende Mathias Petersen anlässlich des Kreisparteitages. Mehr Informationen, etwa zum Zeitplan und Kosten des Rückbaus, sind noch nicht erhältlich.

FeuerwehrOsdorfAltona / Osdorf (Alt). In der Langelohstraße, in Höhe Bushaltestelle am Sternbergweg, kam es am Montagabend zu einem Feuerwehreinsatz (19:40 Uhr). Die Straße musste wegen eines Wasserrohrbruches gesperrt werden. Das Wasser sprudelte aus dem Gehwegpflaster auf die Straße, wie Aufnahmen zeigen. Die Feuerwehr drehte auch Hydranten auf, um den Druck abzuschwächen. Gegen 21 Uhr wurde die Stelle an Hamburg Wasser übergeben, der Schaden behoben.

Wasserrohrbruch

Altona / Ottensen / Altona-Altstadt. Die Julius-Leber-Straße wird saniert und dafür wird der Lessingtunnel an zwei Wochenenden vollgesperrt. Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer erneuere die Asphaltdeckschicht im Bereich der Bahnunterführung.

 

Verkehrshinweise für Wochenende vom 20.09.

Von Samstag, den 20.09.2014, 16.00 Uhr bis Montag, den 22.09.2014, 05.00 Uhr wird die Südfahrbahn hergestellt und die Einfahrt von der Barnerstraße in den Lessingtunnel voll gesperrt.  Der Geradeausverkehr in der Barnerstraße sei möglich. Die Einfahrt von der Julius-Leber-Straße und die Querung von der Harkortstraße in die Präsident-Krahn-Straße werde voll gesperrt. In der Harkortstraße wird dafür die Geradeaus- und Linksabbiegespur gesperrt. Die zwei Fahrspuren der Julius-Leber-Straße in westlicher Richtung werden ab der Kreuzung Goetheallee auf die rechte Geradeausspur verengt. Für die Anfahrt in die Präsident-Krahn-Straße werde die Einbahnstraßenregelung der Immermannstraße gedreht und Halteverbote auf der östlichen Fahrbahnseite aufgestellt, so die Verkehrsbehörde.

Verkehrshinweise für Wochenende vom 27.09.

Am darauffolgenden Wochenende, von Samstag, den 27.09.2014 um 16:00 Uhr, bis Montag, den 29.09.2014 um 5:00 Uhr, soll die Harkortstraße im Bereich der Einmündung voll gesperrt werden. Auch die Julius-Leber-Straße wird ab Goetheallee in westlicher Richtung voll gesperrt. In östlicher Richtung werde der Verkehr einspurig durch die Unterführung bis ca. 80m hinter die Kreuzung Harkortstraße geleitet. Die Ampelanlagen der Kreuzungen Barnerstraße und Harkortstraße werden für die Dauer der Bauphasen abgeschaltet. Der Radverkehr könne die jeweilige Fahrbahn zusammen mit dem Autoverkehr nutzen. Der Durchgang für Fußgänger im Lessingtunnel wird voll gesperrt. Fußgänger aus der Harkortstraße sollen  östlich vor der Kreuzung über eine Fahrspur Richtung Bahnhof Altona in die Präsident-Krahn-Straße gelangen können, so die Vehrkehrsplaner.

 

Nach Informationen von ALTONA.INFO ist übrigens für den Lessingtunnel perspektivisch eine ganz andere Maßnahme geplant. Durch die Bahnhofsverlegung 2023 fahren auch die Fernzüge nicht mehr über die Brücke. Die Last wird geringer und dadurch könne das Bauwerk auch auf einige Stützpfeiler verzichten und heller gestaltet werden, lies ein Mitarbeiter der Verkehrsbehörde bei der Vorstellung der Bahnhofsplanungen durchblicken. Nur noch eine Reihe Pfeiler soll es dann geben. Mehr dazu in einem weiteren Beitrag (Dossier “Mitte Altona“) in den nächsten Tagen.

Die Altonaer Politikerin Britta Ernst (SPD).

Hamburg / Altona / Kiel. Die Altonaer SPD-Politikerin Britta Ernst wird aktuell für ein Ministeramt in Schleswig-Holstein gehandelt, dies berichten mehrere Hamburger Medien und die Kieler Nachrichten. Britta Ernst ist die Frau des Ersten Bürgermeisters Olaf Scholz und war zuletzt auch bis 2011 Bürgerschaftsabgeordnete in Hamburg, bevor sie nach der Wahl aus der aktuellen Wahlperiode ausschied, um einen Posten in der SPD-Bundestagsfraktion anzunehmen. In der Bürgerschaft war sie u.a. langjährige schulpolitische Sprecherin ihrer Fraktion.

Anlass für den Wechsel ist der Rücktritt der bisherigen Bildungsministerin Waltraud Wende (parteilos) aufgrund staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen. Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) wolle die Personalie am Dienstagmorgen bekannt geben. Eine Anfrage unserer Redaktion vom Nachmittag blieb unbeantwortet, was nach Einschätzung die Validität der Information erhöht. Schleswig-Holstein und Hamburg – die Verbindung der beiden Nachbarländer führt offenbar in Zukunft noch viel intensiver über Altona.

Ergänzung vom 16. September. Am Dienstagmorgen kam die Bestätigung. Britta Ernst soll nach Angaben der Landesregierung von Schleswig-Holstein Bildungsministerin im nördlichsten Bundesland werden.

Hamburg / Sternschanze. Der SC Osterbek hat heute seine 3. Herren-Mannschaft vom Spielbetrieb zurückgezogen, berichtet der HFV. Die Mannschaft werde also nicht weiter am Spielbetrieb des HFV teilnehmen.

Nachdem eine Mannschaft des SC Sternschanze ein Spiel aufgrund rechtsextremer Hintergründe einiger Spieler verweigerte, hatte eine andere Mannschaft des SC Osterbeck den Rausschmiss einzelner Spieler aus einer anderen Mannschaft gefordert. In deutlichen Worten distanzierte man sich innerhalb des SC Osterbek von einzelnen Spielern und forderte auch Konsequenzen gegenüber denjenigen, die ein solches Verhalten geduldet hätten. Nun erfolgte der vermeintlich stärkste Einschnitt.

Die komplette 3. Herrenmannschaft wird abgesetzt und vom Verein zurückgezogen. Jetzt klafft eine Lücke im Verband. “Das bereits terminierte Gespräch der Verantwortlichen von Hamburger Fußball-Verband und dem Verein SC Osterbek, um die Angelegenheit weiter aufzuklären, wird jedoch wie vorgesehen stattfinden”, heißt es bei Hamburger Fußballverband. Gleiches gelte für die geplante Beratung der Thematik insgesamt durch das Präsidium des HFV. Offenbar reicht der Skandal über einzelne Spieler hinaus. Hinweise, dass Spieler auch von einem anderen Club gewechselt sind, gab es bereits. Nach Angaben des HFV-Vorstands wurde auch der Verfassungsschutz eingeschaltet.

Hamburg / Altona / Bahrenfeld. Montagfrüh, 10 Uhr: Meeting mit St. Pauli-Urgestein Fabian Boll am Recyclinghof am Rondenbarg in Bahrenfeld. Hier traf sich der Kommissar mit Vertretern der Stadtreinigung, Dekra und dem Weissen Ring. Hintergrund ist eine erneute, diesmal rechtzeitig vor Weihnachten beginnende Sammelaktion für bedürftige Kinder. Ob Kuscheltier oder Tip(p)kick-Spiel, Gameboy oder Kinderrad – viele Hamburger Haushalte, die Spielzeug nicht mehr benötigen, können dieses jetzt bei der Stadtreinigung gezielt bis Ende Oktober für karitative Zwecke abgeben.

Dem Weissen Ring sei es eine Herzensangelegenheit bei der Aktion, die nunmehr im neunten Jahr läuft, mitzumachen. “Wie anders, als durch das Geschenk eines Spielzeuges, kann ein Kind schlimme Erlebnisse verarbeiten”, so Landesgeschäftsführer Hans-Jürgen Kamp. 3.000 Familien wurden auf diese Weise im letzten Jahr unterstützt, berichtete der Projektträger Dekra, der die Spielzeuge noch vor der Abgabe aufbereiten lässt. Fabian Boll unterstütze die Aktion sehr gerne. “Wenn man mit einer einfachen Aktion so viel Freude machen kann, dann ist das doch wunderbar.” Dann schnappte er sich das Kick-Tipp-Spiel – “mein Lieblingsspielzeug”, so Boll.

Die Recyclinghöfe der SRH und Stilbruch-Kaufhäuser nehmen noch bis zum 30. Oktober Artikel an.

Als Überbleibsel der Altonale verweilt die ‘Tauschkiste’ am Kemal-Altun-Platz. In ihr können ordentliche Sachen, Bücher, Kleidung, Einrichtungsgegenstände und weitere nette Sachen für MItmenschen abgegeben werden. Jeder darf sich etwas herausnehmen, der will. Es ist keine Bedingung, etwas in die Kiste zu legen.

 

Ein Protestmarsch der Bevölkerung. Foto: NDR

Hamburg / Çamburnu.  Das Heimatdorf der Großeltern des Filmemachers Fatih Akin war Gegenstand seines Dokumentarfilmes. Wer ihn noch nicht gesehen hat, kann ihn bei der Fernsehpremiere am Montagabend im NDR sehen.

Auf Beschluss der Regierung soll oberhalb des idyllischen Bergdorfes Çamburnu im Nordosten der Türkei eine Mülldeponie entstehen. Akin beschloss mit seinen Mitteln dagegen anzukämpfen: Über mehr als sechs Jahre hinweg dokumentiert er den Kampf des kleinen Dorfes gegen die mächtigen Institutionen, hält auch die Katastrophen fest, die das ehemalige Paradies immer wieder heimsuchen.

Die Anlage verschmutzt durch Unfälle und Havarien kontinuierlich die Umwelt und nimmt Bewohnern die Lebensgrundlage. Am Montag, 15. September, hat Akins Dokumentarfilm Fernsehpremiere: Das NDR Fernsehen zeigt “Müll im Garten Eden” um 23.15 Uhr. Der Film, der in Koproduktion mit dem NDR entstand, sei zugleich ein Porträt der türkischen Gesellschaft abseits der Metropolen und ein “bewegendes Plädoyer für Zivilcourage”, so die Ankündigung.

Fatih Akins neuer Film “The Cut” startet übrigens am 16. Oktober in den deutschen Kinos.

Altona / Bahrenfeld. Am Sonntag startet das große Volkspark-Jubiläumsfest. Ab 10:30 Uhr wird Bürgerinnen und Bürgern ein umfangreiches Programm geboten, das es so selten im Park gegeben hat. Das Fest ist gleichzeitg der Abschluss der Feierlichkeiten zu 100 Jahre Volkspark Altona – Treffpunkt ist die Große Spielwiese.

“Die Besucher erwartet ein buntes Unterhaltungs- und Mitmach-Programm mit Live-Musik, Open-Air-Gottesdienst, Zumba-Party, Natur- und Märchenführungen, Sportkursen und einem kunterbunten Kinderprogramm mit Hüpfburg, Kinderschminken, Basteln, Spielen und HSV Dino Hermann”, heißt es in der Ankündigung.

Der Festtag beginnt um 10.30 Uhr mit Taiji auf der Bühne. Der BTV lädt alle Besucher, ob Anfänger, Fortgeschrittene oder einfach Interessierte, zum Mitmachen ein. Um 11.10 Uhr folgt die offizielle Eröffnung der Feier durch Bezirksamtsleiterin Dr. Liane Melzer und Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt Jutta Blankau. Die Luthergemeinde, die Islamische Gemeinde und die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde laden um 11.30 Uhr zu einem gemeinsamen Gottesdienst mit Grußworten, Gebeten und Liedern ein.

Ab 12.15 Uhr rocke „John Monday“ die Festbühne, Lucas Kaminski werde gegen 13.00 Uhr mit Street Magic seine Zuschauer verzaubern. Die Schulband des Gymnasiums Altona „Bad Destiny“ ist ab 13.30 Uhr mit Cover-Songs auf der Bühne zu hören.

Der Gartenhistoriker Joachim Schnitter hält um 14.15 Uhr einen kurzen Vortrag über die Entstehung des Altonaer Volksparks unter Ferdinand Tutenberg. Seine Parkführung mit dem Titel „…gewissermaßen König in meinem Reich“ findet am Vormittag um 11.30 Uhr statt. Wer sich ein genaueres Bild der Parkentstehung machen möchte, könne sich in der Ausstellung im Schulgarten einen Überblick verschaffen.

Um 14.45 Uhr beginnt eine große ‘Mitmach-Zumba-Party’. Gegen 16.00 Uhr erwartet die Besucher eine Tanzvorführung bevor schließlich ab 16.15 Uhr die Live-Band „Schmidt“ ihre deutschsprachigen Popsongs zum Besten gibt. Aber nicht nur auf der Bühne werde am Jubiläumstag viel geboten, auch das begleitende Aktionsprogramm bietet Mitmach-Möglichkeiten für Jung und Alt.  Für die Kleinen gibt es Kinderschminken, Ballonmodellage, Basteln und Spiele.

Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt sowie die Abteilung Stadtgrün des Bezirksamts Altona bauen Informationsstände auf, an denen sich die Besucher unter anderem über Hamburgs größten Park, den Altonaer Volkspark, und andere gestaltete Grünflächen und ihre Macher informieren können. heißt es.
Das IFAB (Institut für Angewandte Bodenbiologie) biete Experimente und Infos zum Thema Boden. Auch der VAF als ansässiger Sportverein ist mit kleinen Spielen für Familien vor Ort. All diejenigen, die ihr sportliches Geschick spielerisch auf die Probe stellen möchten, sollten die Aktionen der VAF Kindersportschule ab 15.00 Uhr keinesfalls auslassen.

Für einen “märchenhaft schönen Rundgang durch den Volkspark” sorge um 13.30 Uhr die Märchenerzählerin Ellen Engelhard auf ihrer ‘Märchenführung’. Die Blütenpracht des Volksparker Dahliengartens zeige Frau Zechner auf einer Führung um 13.30 Uhr. Bei der Aktion „Mein Volkspark für zu Hause“ dürfen sich die Besucher aus einem eigens dafür angelegten „100 Jahre Volkspark“-Blumenschriftzug eine Pflanze aussuchen und mit nach Hause nehmen. Das Jubiläumsfest sei Teil und Abschluss des Veranstaltungsprogramms anlässlich des 100jährigen Jubiläums des Altonaer Volksparks.


Bühnenprogramm:

Moderation: John Langley
10.30 – 11.10 Uhr
„Taiji“ auf der Festbühne mit Claus Albermann (BTV Bahrenfelder Turnverein)
11.10 – 11.30 Uhr
Offizielle Eröffnung durch Bezirksamtsleiterin Dr. Liane Melzer und Senatorin Jutta Blankau
11.30 – 12.00 Uhr
Gottesdienst auf der Festbühne
Luthergemeinde, Islamische Gemeinde und Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde feiern einen gemeinsamen Gottesdienst mit Gebeten, Grußworten und Liedern
12.15 – 13.00 Uhr
Live-Band „John Monday“ (Rock, Rock´n´Roll)
13.00 – 13.30 Uhr
Lucas Kaminski Street Magic (Zauberer)
13.30 – 14.15 Uhr
Live-Band „Bad Destiny“ (Schulband des Gymnasiums Altona, Cover Songs)
14.15 – 14.35 Uhr
Vortrag Joachim Schnitter, Gartenhistoriker
14.45 – 15.45 Uhr
„Mitmach-Zumba-Party“ mit Halil Gül (Internationaler Presenter und Personal Trainer)
16.00 – 16.10 Uhr
Tanzfabrik Hamburg (Tanzschule in Bahrenfeld) Tanzvorführung einer Kinder- und einer Erwachsenengruppe
16.15 – 17.00 Uhr
Live-Band „Schmidt“ (Pop-Musik)

Aktionsprogramm:

10.30 – 17.30 Uhr
Kinderecke mit Geburtstags-Hüpfburg Kinderschminken, Ballonmodellage und Basteltisch.
10.30 – 17.30 Uhr
HSV Schussgeschwindigkeitsanlage
10.30 – 17.30 Uhr
Kleine Spiele für Familien der VAF Kindersportschule
11.30 – 13.00 Uhr
Führung Joachim Schnitter „…gewissermaßen König in meinem Reich“ – üFührung zur Entstehung des Altonaer Volksparks unter Ferdinand Tutenberg
12.00 – 13.30 Uhr
HSV Dino Hermann gibt Autogramme und steht für Fotos zur Verfügung
13.30 – 14.30 Uhr
Märchenführung mit Ellen Engelhard (Märchenerzählerin)
13.30 – 14.30 Uhr
Führung durch den Dahliengarten mit Frau Zechner

Altona / Ottensen. Bei der ersten Demo im Sommer kurz nach Bekanntgabe waren es “nur” 200 Personen. Am Samstag versammelten sich auf dem Kemal-Altun-Platz und bei der Demo in Ottensen nach Polizeiangaben schon 600 Teilnehmer. Ihr Anliegen ist, die Ansiedlung der weltgrößten Werbeagentur mit ihrer Hamburg-Zentrale und etlichen Tochterfirmen (u.a. Scholz & Friends) auf der Fläche am Zeiseparkplatz zu verhindern und dort sozialverträglichen Wohnungsbau durchzusetzen.

Ursprünglich war dieser dort und in dem von massiver Aufwertung und Verdrängung seit gut einem Jahrzehnt geplagten Ottensen geplant (wir berichteten). 50% des Wohnungsbaus sollte dabei öffentlich als Sozialwohnungen gefördert werden. Eine höchst seltene Angelegenheit, gerade in Ottensen.

Es ist wohl der große Kontrast, der die Leute auf die Straße bringt. Einerseits sozialer Wohnungsbau – andererseits 850 Werber aus dem weltgrößten Werbekonzern. Irgendwas passt in den Augen der Ottenser hier nicht, deshalb heißt es schlicht “WPP, NEE”. Die Dichte von Werbeagenturen und Kreativen ist in dem Stadtteil bereits immens, was auch schon dazu führte, dass sich Anwohner in der Vergangenheit einen Teil der ‘Kreativen’ wieder wegwünschte. Jetzt sollen nach Plänen, zu denen es im Übrigen noch nicht eine einzige parlamentarische Debatte gegeben hat, viele weitere Werber aus anderen Stadtteilen Hamburgs ins Viertel umsiedeln.

Nach vereinzelten Protestaktionen im Sommer, hatten sich zuletzt auch Ottenser Prominente in einem öffentlichen Brief an WPP gegen das Vorhaben gestellt und dabei gefordert, der Konzern solle doch in die Hafencity gehen. Wie heute bekannt wurde, sind erste Auswirkungen der geplanten Ansiedlung bereits im Umfeld zu vernehmen und einzelnen Mietern in der Friedensallee wurde bereits ihr Mietvertrag gekündigt. Der Anmelder der Demo und Mitglied der Bürgerini “Pro Wohnen”, Frank Zibell, sprach heute von irreführenden und nicht vollständigen Informationen in der Öffentlichkeit. Die Kommission für Bodenordnung habe das Thema vertagt, was auch auf den Protest der Initiative hin passierte.

Zentrale Aussagen auf den Plakaten waren heute: “Wohnungen statt Werber”, “Sozialverträglicher Wohnraum”, “Gute Mieten statt schlechter Meetings”, “Unser Platz”, “Olaf, das kann nicht dein Ernst sein!”, “Bürger beteiligen statt Versprechen zu brechen.”  Zu den Hintergründen der Entscheidung in der Kommission für Bodenordnung berichteten wir am Vortag mit vielen Details und warfen einen Blick zurück auf die Ereignisse der letzten Monate.

Einige Eindrücke in Bildern von der Demonstration.

Foto: Metropolregion Hamburg / Michael Berndt

Hamburg / Altona. Der Tag des offenen Denkmals steht 2014 unter dem Motto „Farbe“. Die bundesweite Eröffnungsfeier fndet diesmal sogar in Hamburg statt. Hier ein Überblick über alle Denkmalstätten aus dem Bezirk, die an der Aktion teilnehmen. Die Zusammenerstellung erfolgte durch die Stiftung Denkmalpflege.

 

Altona-Altstadt

Eiskeller unter Lessers Passage
Der um 1870 erbaute Eiskeller unter dem Haus Lessers Passage 4 diente wahrscheinlich der Restauration des damals direkt angrenzenden Altonaer Stadttheaters als Lager- und Kühlraum tief unter der Erde. Während des 2. Weltkrieges zum Luftschutzraum umgebaut und in der Nachkriegszeit fast ver-gessen, wurde das architektonische Kleinod vor einigen Jahren wiederentdeckt und kann nur zum Denkmaltag besichtigt werden. In den aufwändig renovierten Ziegelgewölben gibt es eine Kunstausstellung
Adresse: Lessers Passage 4
Öffnungszeiten: Sa. und So. 10 – 18 h
Weitere Angebote: Kunstausstellung
Schwerpunktthema

Ehem. Mälzerei Naefeke – stilwerk Hamburg   
1642 erteilte der dänische König Christian IV. das Bauprivilegium für das Grundstück, auf dem G. Behrend vor 1850 ein Gebäude errichtete. Dort etablierte G. W. Naefeke 1875 seine Malzfabrik. 1907 entstand das große Mälzereigebäude als eine der ersten Stahlbetonskelett-Konstruktionen Deutsch-lands mit der zeittypischen Backsteinfassade. Seit 1996 befindet sich dort das stilwerk Hamburg. Am Denkmaltag können bei der Führung mit W. Vacano (Altonaer Stadtarchiv) die Fischauktionshalle und die Große Elbstraße von der sonst nicht zugänglichen stilwerk-Brücke betrachtet werden.
Adresse: Große Elbstr. 68
Öffnungszeiten: Sa. 10 – 18 h und So. 13 – 18 h
Führung: Sa. 13.30 und 15.30 h, So. 13.30 h, Treffpunkt: Foyer
Weitere Angebote: Ausstellung mit histor. Aufnahmen der Mälzerei Naefeke und der Großen Elbstraße
Barrierefrei
Schwerpunktthema

Wohnheim Bei der Johanniskirche 17 – 18
1883 als Stadthäuser von den Architekten Hanssen & Meerwein geplant, gehören diese zur Platzanlage um die St. Johanniskirche. Ab 1928 (Nr. 18) bzw. 1942 wurden sie als „Marienheim“ mit einer Klausur für Ordensschwestern genutzt. Heute befindet sich dort ein pädagogisch betreutes Wohnheim für junge Frauen. Durch pmp Projekt wurden die Gebäude denkmalgerecht modernisiert und der im Krieg verlorene Eckturm wieder errichtet. Die Restaurierungsarbeiten wurden von der Stiftung Denkmalpfle-ge Hamburg gefördert. Gestaltung und Farbigkeit der Fenster entsprechen bauzeitlichen Befunden ebenso wie die farbliche Gestaltung der beiden Treppenhäuser.
Adresse: Bei der Johanniskirche 17-18
Führung: So. 12 und 15 h (max. 12 P.), Treffpunkt: Haupteingang. Nur nach Anm. bis 8.09. bei von.spiegel@skf-hamburg-altona.de
Weitere Angebote: Kaffee und Kuchen (Spende)
Schwerpunktthema

Museum für textile Techniken e.V.   
Der Anbau Ecke Hospitalstr. hebt sich als rot-violetter Backsteinbau vom gelb geklinkerten Hauptge-bäude des ehem. Allg. Altonaer Krankenhauses ab. Er entstand 1920, möglicherweise nach Plänen des damaligen Altonaer Baupflegers W. Jakstein vom Altonaer Stadtbauamt, eines wichtigen Vertre-ters der Reformarchitektur. Im Souterrain befindet sich heute das “Museum für textile Techniken e.V.” Neben Kurzführungen zum Gebäude gibt es ein textiles Mitmachangebot für Kinder u. Erw.  sowie eine Ausstellung zum 350sten Stadtjubiläum Altonas.
Adresse: Max-Brauer-Allee 134, Seiteneingang: Hospitalstr. 111
Öffnungszeiten: Sa. und So. 14 – 16 h
Führung: Sa. und So. 14.15 h (Kurzführung zum Gebäude)
Familienprogramm: Sa. und So. 14 – 16 h: “Textile Techniken ausprobieren” für Kinder u. Erw. Anregungen können die Besucher in der Museumsausstellung erhalten. Werkzeuge und Materialien sind vorhanden, Techniken werden vermittelt (Materialumlage).
Weitere Angebote: Ausstellung zum 350sten Stadtjubiläum von Altona
Schwerpunktthema

Ottensen/Altona-Altstadt

Stadtführung zu farbigen Bauten Gustav Oelsners    
Gustav Oelsner löste sich von tradierten Architekturauffassungen der Kaiserzeit und prägte 1924 – 33 als Altonaer Stadtbaurat das Stadtbild. Seine klare Architektursprache entspricht den Prinzipien des Neuen Bauens. Für seine einzigartigen Mauerwerksfassaden verwendete er farbige Klinker. Nach Ein-führung und Modellschau im Altonaer Museum werden auf dem Rundgang anhand farbiger Beispiele (Berufsschule G 10, Museumstr.; Wohnsiedlungen Helmholtzstr./ Bunsenstr. und Schützenstr.) Einbli-cke in Oelsners Werk gegeben.
Führung: Sa. 14 h (3 Std.), Treffpunkt: Foyer Altonaer Museum, Museumstr. 23, HVV-Ticket erforder-lich
Schwerpunktthema

Altona-Nord

Victoria-Kaserne – Künstlerhaus Frappant   
Von dem 1878 – 83 errichteten Backsteinbau der Victoria-Kaserne ist das Eckgebäude mit zwei Tür-men erhalten geblieben. Ab 1923 hatten das Polizeipräsidium und ab 1933 auch kurz die Gestapo Schl.-Holsteins hier ihren Sitz. Die Hallen an der Haubachstraße wurden 1933 als Haftstätte für politi-sche Gefangene, 1939 als Lager für zu deportierende staatenlose Juden zweckentfremdet. Nach 1945 waren in der Kaserne die Polizei, Flüchtlinge, Obdachlose und die Meeresbiologie untergebracht. 1977/78 wurde ein Großteil abgerissen. Seit 2010 bespielen die ca. 140 Mitglieder des Frappant e.V. den Bau.
Adresse: Zeiseweg 9 / Ecke Bodenstedtstr. 16
Öffnungszeiten: So. 12 – 17 h
Führung: So. 12 – 16 h lfd. (Haus), 12 und 14 h (hist. Gelände-Rundgang), Treffpunkte: Innenhof Bo-denstedtstr. 16
Schwerpunktthema

Gymnasium Allee   
Das Gymnasium Allee wurde 1876 als erste städtische Töchterschule im damals preußischen Altona gegründet. 1903 – 05 entstand der Neubau an der damaligen Straße „Allee“ nach Plänen des Stadt-baurates Brandt. Das Gebäude verbindet die pädagogische Ausstattung mit zahlreichen künstleri-schen Elementen im Jugend- und Heimatstil. Im repräsentativen Eingangsbereich stehen ein Brunnen und ein von Säulen getragenes Treppenhaus. Mit Hilfe der Stiftung Denkmalpflege Hamburg konnte die Pfortenanlage rekonstruiert und der Brunnen sowie Wandmalereien – zuletzt in der Aula – freigelegt werden.
Adresse: Max-Brauer-Allee 83
Öffnungszeiten: Sa. 10 – 16 h und So. 10 – 14 h
Führung: Sa. 11 und 14 h und So. 11 h, Treffpunkt: Eingangsbereich
Schwerpunktthema

Bahrenfeld

Altonaer Volkspark 
Der Altonaer Volkspark ist Hamburgs größter öffentlicher Park. Mit vielen Mitmach-Aktionen feiert er nun seinen 100. Geburtstag. Bei einer Parkführung wird anhand von historischen Fotos und Plänen ein wichtiges Stück Altonaer Zeitgeschichte beleuchtet: Welches waren die pädagogischen Ideale, wel-ches die politischen Umstände, die hinter dem Bau des Altonaer Volksparks standen? In welcher künstlerischen Auseinandersetzung fand der Schöpfer des Parks, Gartendirektor Ferdinand Tuten-berg, zu dem bis heute erhaltenen Raumkonzept? Vor welchen Aufgaben steht eine verantwortungs-volle Parkpflege heute? Die Stiftung Denkmalpflege Hamburg fördert die Restaurierungsmaßnahmen im Altonaer Volkspark.
Adresse: August-Kirch-Str.
Öffnungszeiten: ganztags
Führung: So. 11.30 h, Treffpunkt: Pinguin-Brunnen im Schulgarten (August-Kirch-Str./ Ecke Schulgar-tenweg)
Weitere Angebote: So. 14.30 h: Vortrag des Gartenhistorikers J. Schnitter (Bühne), So. 10.30 – 17.30 h: Volkspark-Fest
Schwerpunktthema

Reihenhaus Lyserstraße 8
Die Reihenhäuser Lyserstraße 1-13 und 2-10 wurden 1928/29 nach einem Entwurf von Karl Schneider und Karl Zöllner für Curt Winter errichtet. Hipp sieht in ihnen den „Versuch, die bürgerliche Stadthaus-tradition mit einheitlichen Großformen und rationeller Bauweise zu verbinden.“ Nach dem Kauf 2008 ist im Haus Lyserstraße 8 die originale Farbigkeit nach Befunden rekonstruiert und in der originalen Tech-nik mit Leim- und Ölfarben ausgeführt worden. Zum Schwerpunktthema Farbe gibt es einmalig die Möglichkeit das Haus zu besuchen.
Adresse: Lyserstr. 8
Öffnungszeiten: Sa. 15 – 18 h
Führung: Sa. stdl. 15 – 17 h, nur nach Anm. bis 1.09. bei garbe@garbe-architekten.de
Schwerpunktthema

Ausstellung „Karl Schneider 1923 – 33 in Hamburg“   
Die Ausstellung „Farbe in der Architektur. Karl Schneider 1923 – 33 in Hamburg“ präsentiert die Far-bigkeit der Bauten des Hamburger Architekten Karl Schneider (1892 – 1945) exemplarisch anhand von drei rekonstruierten Beispielen der originalen Fassungen der Räume. Es handelt sich um das Treppen-haus eines Wohnblockes Saarlandstr., Haus Müller-Drenckberg und das Reihenhaus Lyserstraße 8. Zu sehen sind Fotografien von Felix Borkenau sowie Farbtafeln und Plakate der Architektin Irina Panai-tescu.
Adresse: LutherCampus (Glashaus), Lyserstraße 25
Öffnungszeiten: Sa. 14 – 18.30 h und So. 15 – 19.30 h
Führung: So. 18 h (im Anschluss an die Führung von H. Bunge)
Barrierefrei
Schwerpunktthema

Rundgang durch das „Karl-Schneider-Quartier“       
Der Rundgang führt von dem von Karl Schneider 1928/29 entworfenen Reihenhaus-Ensemble Lyserstr. über Reste des Bahrenfelder Marktplatzes und die Brücke der Autobahn A7 zu dem Haus Spörhase (Baurstr. 74) und dem Eigenhaus Karl Schneiders (Grünewaldstr. 11) aus den Jahren 1927/28. Das Haus Schneider wurde seit Ende der 1950er Jahre durch Umbauten verändert, könnte aber zusammen mit den anderen Schneiderbauten nach dem Bau des geplanten Deckels über die A7 zu einem kleinen „Karl-Schneider-Quartier“, in der wiederherzustellenden historischen Mitte von Bahrenfeld, werden.
Führung: So. 15 h, Treffpunkt: Lyserstr.8, nur nach Anm. bis 8.09. bei karl-schneider-haus@egap.de (max. 30 P.). Im Anschluss an den Rundgang Ausstellungsführung (LutherCampus)
Schwerpunktthema

Blankenese

Fischerhaus Blankenese   
Das Fischerhaus, ein schlichtes Backsteinfachwerkhaus mit Reetdach wurde als Tweehus von zwei Familien erbaut. Urkundlich erwähnt wurde es erstmalig bei einem Weiterverkauf 1690. In Blankenese gibt es noch ca. 60 derartige Gebäude, die mehreren Familien als Wohn- und Arbeitsraum dienten: Die Diele wurde als Werkstatt zum Stricken und Reparieren der Netze genutzt. Auf dem Boden wurde im Winter das Fischergerät gelagert. Heute dient das Gebäude als Treffpunkt für ältere Menschen und ist vom „Förderkreis Historisches Blankenese“ als Heimatmuseum gestaltet.
Adresse: Elbterrasse 6
Öffnungszeiten: Sa. und So. 14 – 17 h
Führung: Sa. und So. 14, 15 und 16 h, Treffpunkt: Diele
Weitere Angebote: 5. Blankeneser Literaturtage mit Autoren-Lesungen, Kaffee und Kuchen

Groß Flottbek

Friedhof Groß Flottbek  
Das alte Friedhofsensemble der Groß Flottbeker Kirche langewurde 1909 vom ortsansässigen Gar-tenbauingenieur Brüggemann gestaltet. 1928 kam eine Kapelle am Stillen Weg im expressionistischen Stil hinzu (Raabe und Wöhlecke). Das Ensemble mit seinem Grabanlagen und sakralen Einrichtungen wurde 2013 unter Denkmalschutz gestellt. Am Denkmaltag wird ein Friedhofsrundgang mit dem Schwerpunkt ‘Farbsymbolik’ inklusive einer kleinen Kaffeepause angeboten. Der Rundgang wird be-schlossen mit einer geistlichen Besinnung. Bei starkem Regen findet nur die Andacht in der Kapelle (15.30 h) statt.
Adresse: Stiller Weg 28
Führung: So. 14 h (1 Std.), anschließend 15.30 h Andacht (Pastor Dr. Lobe), Treffpunkt: Kapelle
Barrierefrei
Schwerpunktthema

Osdorf

Grundschule Wesperloh   
Diese für Hamburg sehr typische Schule wurde von 1960 – 65 unter dem 1. Baudirektor Paul Seitz errichtet und konnte, im Gegensatz zu anderen Schulen gleichen Typs, erhalten werden. Turnhalle und Pausenhalle sind bereits erneuert, die Sanierung der restlichen Gebäude und eine denkmalverträgliche Erweiterung sind geplant. Bei der Führung werden die Schwierigkeiten, die fehlende Wärmedämmung so zu ergänzen, dass die schlanke Gestaltung erhalten bleibt, die Beseitigung vielerlei Schadstoffe und der Einbau moderner Technik unter Erhalt möglichst viel originaler Bausubstanz aufgezeigt.
Adresse: Wesperloh 19
Öffnungszeiten: Sa. 11 – 14 h
Führung: Sa. 11 und 12 h, Treffpunkt: Eingangshalle vor dem Pausenhof
Weitere Angebote: Kleine Ausstellung der weiteren Planung
Barrierefrei

Othmarschen

Jenischpark       
Der Jenischpark war als Süderpark ein Teil der ehemals 225 ha umfassenden Ornamented Farm von Caspar Voght. Die wesentlichen Strukturen des vor 200 Jahren angelegten Landschaftsgartens blie-ben bis heute erhalten. Ab dem 19. Jahrhundert wurden zunehmend auch rotlaubige Buchen und Ahor-ne im Park gepflanzt. Mit seinen alten Baumbeständen und Wäldern, bunt blühenden Wiesen, aber auch der Vielfalt exotischer Gehölze zeigt der Jenischpark zu jeder Jahreszeit sein eigenes Farben-spiel. Am Denkmaltag gibt es die Führung „Die Farben des Jenischparks“. Die Stiftung Denkmalpfle-ge Hamburg förderte die Restaurierung des Kaisertors (1906) und des benachbarten Parkwärterhauses in seiner originalen Farbigkeit.
Adresse: Hochrad 75
Öffnungszeiten: ganztägig
Führung: So. 14 h, Treffpunkt: Weiße Mauer, Eingang Hochrad
Barrierefrei
Schwerpunktthema

Jenisch Haus   
Das Jenisch Haus inmitten des Landschaftsgartens an der Elbe war einst Landsitz des Kaufmanns und Bausenators M. J. Jenisch d. J. und wurde 1831 – 34 nach Entwürfen von F. G. Forsmann und K. F. Schinkel im klassizistischen Stil erbaut. Heute zeigt es als Museum repräsentative Säle mit reichen Stuckaturen und Parkettböden sowie Mobiliar, Gemälde und Skulpturen aus dem Empire und Bieder-meier. Am Sonntag gibt es die Führung „Anmerkungen zu historischen Parkettfußböden im Jenisch Haus“ mit der Restauratorin C. Botha.
Adresse: Baron-Voght-Str. 50
Führung: So. 14 h
Weitere Angebote: Museumscafé geöffnet

Ottensen

Schellfischtunnel   
Mit dem Bau der Eisenbahnlinie Altona-Kiel 1844 galt es, die Hafenanlagen am 28 m tiefer gelegenen Elbufer anzuschließen. So entstand die „schiefe Ebene“, ein Rampengleis, das 1874 – 76 ein 395 m langer Tunnel ersetzte. Altona wurde Zentrum der deutschen Fischindustrie und der Hafenbahntunnel seine „Lebensader“. Mit Verlegung des Altonaer Bahnhofs 1893 – 95 nach Norden wurde der Tunnel auf 961 m verlängert. Nach dem 2. Weltkrieg, in dem der Tunnel auch als Schutzraum diente, verlager-te sich der Fischtransport zunehmend auf die Straße. Seit 1993 steht der Tunnel leer und ist sonst verschlossen.
Adresse: Präsident-Krahn-Str.
Führung: Sa. und So. stdl. 10.30 – 16.30 h, nur nach Anm. unter www.hamburgerunterwelten.de Festes Schuhwerk und Taschenlampe erforderlich
Weitere Angebote: Informationen durch den Verein Rettet die Hafenbahn e.V.

Sternschanze

Rundgang Schanzenviertel   
Bei einem ca. 60-minütigen Rundgang durch das Schanzenviertel lernen Sie eine Nachbarschaft ken-nen, die es versteht, das Leben im Stadtteil mit Ideen und Engagement vielfarbig zu gestalten. An bunten Häuserwänden vorbei und durch grüne Parks geht es zur Roten Flora am Schulterblatt, dem Haus der Konzerte, Theater und Kino mit bewegter Vergangenheit und Zukunft. Die „Kurverwaltung St. Pauli e.V.“ führt seit 15 Jahren zugunsten sozialer und kultureller Projekte in St. Pauli Gäste über den Kiez (Spende erbeten).
Führung: So. 13 h (1 Std.), Treffpunkt: Ausgang S Sternschanze (Schanzenstr.)
Schwerpunktthema

Nord / Kiel.Ein Zwischenergebnis in Sachen rostender Atommüll: Bei der Inspektion von Kavernen des Kernkraftwerks Brunsbüttel seien bislang an 38 Fässern mit schwach- bis mittelradioaktiven Abfällen starke Rostschäden oder andere schwere Beschädigungen festgestellt worden, teilt das Kieler Umweltministerium mit.

Teilweise sei die Korrosion wanddurchdringend, teils seien Fassinhalte bereits ausgetreten. Insgesamt sind von 631 Fässern bisher 217 untersucht worden. Das berichtete Minister Robert Habeck am Freitag im Kieler Landtag. Besonders starke Schäden wiesen 20 von 118 Fässern in der Kaverne II auf, die im August inspiziert worden war. Zum Teil waren sie so beschädigt, dass Fassinhalte ausgetreten sind und sich auf dem Boden der Kavernen ausgebreitet haben. Hinweise auf Schäden an den Kavernen selbst haben die Untersuchungen dagegen nicht ergeben.

Bislang hat der Betreiber des Kernkraftwerks, Vattenfall, drei von sechs Kavernen (Kaverne II, IV und V) mittels einer Spezialkamera inspiziert. “Die Atomaufsicht drängt darauf, dass die Inspektion der drei weiteren Kavernen bis Jahresende abgeschlossen ist. Ziel sollte sein, dass Vattenfall danach so schnell wie möglich mit der Bergung beginnt. Wir dürfen nicht riskieren, dass der Zustand der Fässer sich weiter verschlechtert”, so Habeck.

Die Inspektion der Kaverne II hatte ergeben, dass vor allem Fässer, die 1983 und 1985 eingelagert worden waren, korrodiert sind. Allerdings wiesen auch Fässer, die Ende der 90er Jahre befüllt wurden, Rostschäden auf. Gesundheitsgefahren für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Kernkraftwerks und für die Bevölkerung bestünden nicht, da die Kavernen durch meterdicke Betonriegel von der Umgebung abgeschirmt seien.

Die Atomaufsicht forderte Vattenfall nach Angaben auf, bis Ende September ein spezielles Bergungskonzept vorzulegen, mit dem alle Fässer sicher gehandhabt werden können, um sie in sichere Behältnisse zu verpacken.


Atomaufsicht: Keine vergleichbaren Probleme im Krümmel und Brokdorf

Die Atomaufsicht habe eine umfassende Analyse der Lagerungspraxis der vergangenen knapp 40 Jahren veranlasst, bei der auch externe Sachverständige hinzugezogen werden sollen, so die Mitteilung. “Für die Kernkraftwerke Krümmel und Brokdorf wissen wir, dass es keine vergleichbare Problematik gibt. Dennoch werden wir uns die Einlagerungsbedingungen und die Kontrollmechanismen genau ansehen. Wir müssen sicherstellen, dass es solche Befunde nicht noch einmal gibt”, so Habeck. Die GRÜNEN in Hamburg hatten zuvor entsprechende Befürchtungen zum AKW Krümmel geäußert und auch dort rostige Fässer vermutet.

“In der Vergangenheit wurde immer darauf gesetzt, dass die Fässer bald in das Endlager Konrad in Niedersachsen kommen und sie so lange schon noch halten würden. Das Prinzip Wegsehen darf aber nicht Grundlage für den Umgang mit Atommüll sein”, so der Kieler Umweltminister abschließend.

Darstellung: Ska Sibylle Kramer Architekten

Altona / Rissen. Die Finanzierung für die neue DLRG-Station in Rissen ist gesichert. Dies bestätigte SPD-Fraktionschef Andreas Dressel bei einer Veranstaltung im Osdorfer Heidbarghof und kündigte einen Antrag der Fraktion an, der jetzt vorliegt. Die Bürgerschaftsabgeordneten Anne Krischok und Frank Schmitt (SPD) hatten sich dafür stark gemacht.

Zuletzt fehlten nach einer früheren Finanzierungszusage der Bürgerschaft noch weitere 150.000 Euro, da man nach Angaben neue gesetzliche Bauauflagen erfüllen musste. DLRG und Bezirk Altona sind ebenfalls an der Finanzierung mit einem Gesamtvolumen von 300.000 Euro beteiligt.

Die Abgeordneten und die DLRG warben noch für ein Sponsoring von Treppen, was zum Teil gelang. Den größten Anteil steuert soll die Bürgerschaft auf Antrag der SPD mit 125.000 Euro beisteuern. Die ehrenamtlichen Helfer benötigen einen neuen Posten, weil die alte Holzhütte nach einigen Jahrzehnten marode wurde. Duschen soll es jetzt auch geben und Baubeginn noch in diesem Jahr sein.

Hier noch Baustelle, die Zeiten sind längst um - es wird ordentlich gearbeitet, im neuen Bürgerhaus.

Altona / Osdorf. Das neue Bürgerhaus Bornheide am Osdorfer Born weist einige Mängel auf, die auch bereits Thema einiger Debatten in der Bezirksversammlung waren. Zuvor hatte es Schriftwechsel mit dem Generalunternehmer gegeben, der eine Schuld von sich gewiesen hatte. Hintergrund: Die ehemalige Schule wurde umgebaut. Sanierungen der Siele mussten nachgeholt werden, es fehlen Überdachungen und in einigen Räumen Lärmschutz. Alles zweite Priorität, hieß es von Seiten der Bezirksamtsleitung – man sei froh, dass das Bürgerhaus nun endlich da.

 

“Aktuelle Stunde” der Märzsitzung

Die CDU setzte das Thema auf die Tageordnung – von “Bausünden” war im Vorfeld der Bezirkswahl die Rede. Zu Beginn ergriff Bezirksamtsleiterin Melzer das Wort. Sie sei ihrem Vorgänger Jürgen Warmke sehr dankbar für die Anstrengungen rund um das neue Bürgerhaus. Ein altes Schulgelände wurde umgebaut, 11 Mio Euro investiert, davon 5,7 Mio Euro in den Bau. Aus Zeit- und Geldgründen seien zahlreiche Maßnahmen vernachlässigt worden, so hatte es etwa für die Innenausstattung immer weniger Geld gegeben, monierte die CDU.

BuergerhausBornheideCafeStatt Danke zu sagen, beschwere man sich nun, hieß es von Seiten der SPD und GRÜNEN. Jalousien, Regen- und Überdach vor den Eingängen, Lärmschutz müssen nachgebessert bzw. ergänzt werden. Viel wichtiger als diese ganzen Dinge sei jedoch, dass jetzt richtig Leben in der Bude ist, meinte die Amtsleiterin.

Die Häuser sind nicht nur von Außen bunt, sondern auch von Innen strotzt es mittlerweile vor Aktionen. Der Zirkus Abraxkadabrax schlug Zelte auf. Immer mehr Veranstaltungen finden dort gerade statt – demnächst ein SPD Kreisparteitag – und die Borner Runde kommt so richtig in Fahrt, organisierte am Rande schon erste Demos gegen eine Busbeschleunigung im nicht gerade für hohe Wahlbeteiligung berüchtigten Osdorfer Born. Sensationell günstig sind übrigens die Preise in dem Café.

Das Bezirksamt erstellte nun eine Mängelliste und legte diese dem Planungsausschuss vor. Kleinere Reparaturen sind in einem Punkt zusammengefasst. Ein anderer großer Themenblock ist der Lärmschutz, d.h. die innere Akkustik der Räume. Dem könne über eine Mängelhaftung begegnet werden. Ansonsten seien einfache Maßnahmen mit den betroffenen Engagierten erörtert worden.

Für einen Anstrich der Heizkörper und Heizungsleitungen, die Bemalung der Decke im Bewegungsraum, Beschilderungsanlagen, Wandfliesen in Teilbereichen der WC-Räume, Lüftungsanlagen in den Pavillongebäuden, Spielgeräte im Freiraum, ein Vordach am Haupthaus, Heckenpfanzungen und ein Duzend Parkbänke werden dennoch rund 300.000 Euro kalkuliert. Woher die Euronen kommen sollen ist unklar – wer spendet?