Redaktion

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Das AK Altona. Foto: AK Altona

Altona / Othmarschen. Das NDR-Magazin Panorama 3 berichtete in der Sendung vom 26.08. von internen Mitarbeiterberichten aus der Asklepios Klinik Altona. Ärzte und Pfleger der Klinik warnten nach Angaben, dass sie nicht mehr für die Patientensicherheit in der zentralen Notaufnahme garantieren könnten. Wir baten Asklepios auch unsererseits um Stellungnahme zu den Vorwürfen, die noch nicht vorliegt.

Aus internen Gefährdungsanzeigen von Ärzten und Pflegepersonal, die der Redaktion des NDR-Politikmagazins und offenbar auch der Gewerkschaft ver.di vorliegen, ginge hervor, dass die Belegschaft seit März 2014 etwa 200 Hinweise an die Leitung der Klinik gerichtet hat. Anonyme Mitarbeiter beklagen, dass zum Beispiel Patienten mit schwerer Erkrankung länger als sechs Stunden auf eine Behandlung warten müssten. Sogar Patienten mit lebensbedrohlichen Krankheitsbildern hätten den Dokumenten zufolge nicht umgehend behandelt werden können, sondern mussten bis zu zwei Stunden warten. Die Warnung sei eindeutig: “Die Patientensicherheit ist nicht gegeben”, zitiert das Magazin. .

Nach einem Bericht von NDR 90,3 soll auch Engpässe in dem Westklinikum in Rissen gegeben haben.
Nach einem Bericht von NDR 90,3 von Dienstag soll es auch auch Engpässe in dem Westklinikum in Rissen gegeben haben – die Quelle ist auch hier die Gewerkschaft ver.di

Asklepios räume auf Nachfrage des Magazins ein, dass es einige Überlastungsanzeigen der Belegschaft gegeben habe. Eine Zahl nannte die Klinik gegenüber dem NDR nicht. Gegenüber ALTONA.INFO sprach ein Konzernsprecher von einer Aufarbeitung des Themas. Man nehme die Vorwürfe ernst, wolle jedoch noch den Bericht abwarten. Andererseits sei auch nicht klar, von wievielen Personen diese Überlastungsanzeigen ausgegangen seien. Interne Unzufriedenheit gäbe es, zu Stellenkürzungen oder Einsparungen in dem Bereich sei es jedoch nicht gekommen. Ein Sprecher von ver.di sprach in dem Bericht von einer besonderen Auffälligkeit in Altona.

 

2010 wurden 18 Mio. Euro in neue Notfallaufnahme investiert

Gegenüber dem NDR schilderten Mitarbeiter, dass bereits seit Monaten regelmäßig Ärzte und Pfleger in der Notaufnahme fehlen würden. Selten sei ein Team in den Schichten komplett. In den Gefährdungsanzeigen fänden sich Einträge wie: “Akute Notfälle gleichzeitig hier. Aufgrund der chronischen Unterbesetzung in den Nächten mussten Patienten mit Hebungsinfarkten, akuten Abdomen und Sepsis deutlich länger warten.” Oder: “Alle Zentrale-Notaufnahme Boxen voll, auf Fluren liegen Patienten. Eine medizinische Verantwortung ist somit komplett abzulehnen.” (Zitate der NDR-Redaktion)

Honorarärzte, so ein Sprecher von Asklepios gegenüber ALTONA.INFO, würden immer wieder verpflichtet, was auf dem gegenwärtigen Markt aber auch eine Herausforderung sei. Die internen Vorwürfe von Mitarbeiterseite zur Praxis in der Notfallaufname sind vor dem Hintergrund einer erst vor ein paar Jahren getätigten Investition der Klinikgesellschaft erstaunlich.

Asklepios in Altona hatte seine Notaufnahme vor fünf Jahren komplett modernisiert und neu strukturiert (wir berichteten) und dies gerade, um die Wartezeit auf ein Minimum zu verringern. Es wurden 18 Mio Euro investiert. Nach eigenen Angaben sollte die Zentrale Notaufnahme mit einem “First View”-Konzept eine Art Vorreiterrolle unter Kliniken in Deutschland aufnehmen und besonders modern sein, da Abläufe der Notaufnahme so strukturiert seien, dass die Wartezeiten der Patientinnen und Patienten auf ein Minimum reduziert würden, so damalige Hinweise des Unternehmens in dem Bericht aus 2010.

Nach eigenen Angaben habe sich das Patientenaufkommen in den vergangenen Jahren erhöht. Mittlerweile versorge die Klinik in der Notaufnahme rund 50.000 Patienten pro Jahr. Eine schriftliche Stellungnahme von Asklepios liegt noch nicht vor (26/08, 22:25 Uhr).

Die Altonaer Hauptkirche St. Trinitatis bietet in Zukunft am Samstag eine Kinderkirche an. Von 10.30-12 Uhr will diese von der neuen Pastorin Britta Eger gestaltet (kam aus Ottensen). Im Mittelpunkt des Vormittags für Kinder ab dem Schulalter stehe die Geschichte von Jakob und dem Segen, die guten Dinge des Lebens, die sich manchmal trotz Streit und Entbehrungen im Leben durchsetzen, so eine Ankündigung.

Im Anschluss an das Erzählen sollen Jungen und Mädchen in einem Gespräch Erlebtes einbringen und eigene Gedanken entwickeln. Kreativität sei gefragt: Mit Farbe und weiteren Materialien werde gestaltet. Auch Lieder und ein einfaches Gebet gehörten dazu. Die neue “Kinderkirche” möchte das Staunen und die natürliche Faszination der Kinder für das, was hinter den Dingen liege, aufgreifen.

Eine Anmeldung sei nicht erforderlich. Das Angebot ist kostenlos und selbstverständlich könnten Eltern ihre Kinder begleiten, so die Pastorin der Mitteilung.

Heldenlauf 2013 Foto: www.gutes-foto.de (Florian Büh)

Blankenese / Nienstedten. ‘Wo laufen sie denn, wo laufen sie denn hin?’ Vom Mühlenberg nach Blankenese ist die Antwort. Bei der zwölften Auflage des “Blankeneser Heldenlaufes”, diesmal mit dem Sonderlauf Bergziege hochzwei, können sich noch kurzfristig Teilnehmer den bislang über 3.500 Laufwilligen anschließen, teilt der Veranstalter mit. Von Freitag (ab 14:00 Uhr) bis Sonntag, direkt beim Infostand am Blankeneser Marktplatz, bestehe dazu Gelegenheit.  Die Kosten liegen, je nach Event, zwischen 20-40 Euro pro Starter.

Die Starttermine:

•     Bergziege2: Sonntag, 31. August 2014 (09 bis 11 Uhr, Start um 10:00 Uhr: Mühlenberger Segel-Club, Ziel: Blankeneser Marktplatz), Strecke: 6,8 km, 323 Höhenmeter und 1.206 Treppenstufen
•     11. Blankeneser Heldenlauf: Sonntag, 31. August 2014 (09 bis 16 Uhr, Start ab 11:00 Uhr: Mühlenberger Segel-Club, Ziel: Blankeneser Marktplatz), Strecken: 6 km, 11 km, 21,1 km (Halbmarathon)

 

Hamburg / Altona. Die Bezirksversammlung Altona musste die Plenumssitzung um zwei Tage auf Dienstag vorziehen. Hintergrund sind Fristen zu dem anstehenden Bürgerentscheid “Bürgerwillen verbindlich machen”. Die Bezirksversammlung musste sich nach Zustandekommen (wir berichteten) innerhalb einer Frist äußern, die am Dienstag abläuft. Die Tagesordnung ist unabhängig davon nach der langen Sommerpause umfangreich. Eine Anpassung des Bezirksverwaltungsgesetzes wird debattiert, ein Bebauungsplan für Teufelsbrück und Umgebung angedacht, die Unterbringung für Flüchtlinge in Bahrenfeld oder die Schulplanung in Osdorf sind weitere Themen. Einzelheiten können der vorläufigen Tagesordnung (PDF) entnommen werden.

Verfolgen Sie Sitzungen der Bezirksversammlung Altona?

Ergebnis

Am Abend und nach der Sitzung des Plenums findet auch noch eine Sitzung des Hauptausschusses statt.

Wir werden die Sitzung(en) live übertragen und kommentieren. Das Plenum kann vor Bürgerinnen und Bürgern wie immer auch live von der Tribüne verfolgt werden. Beginn ist 18:00 Uhr im Kollegiensaal, Altonaer Rathaus.

 


Livestream ALTONA.INFO

Hamburg. Im Jahr 2013 verunglückten 697 Kinder durch Verkehrsunfälle auf Hamburgs Straßen, davon 261 mit dem Rad, 178 als Fußgänger und 258 als Mitfahrer in Fahrzeugen, so die Polizei. In dieser Woche werden ca. 13.500 Kinder in Hamburg eingeschult. Besonders für Autofahrer bedeute dies, Rücksicht auf 13.500 zusätzliche Verkehrsanfänger zu nehmen. Zusätzliche Verkehrskontrollen im Umfeld von Grundschulen sind angekündigt.

Für die Jungs & Deerns ist ist der Weg zur Schule eine neue Erfahrung. Trotz aller Vorbereitung gelte: Schulanfänger bewegen sich noch unsicher im Straßenverkehr, deshalb benötigen sie zum Schulanfang besonders viel Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme. Ab Montag wird die Hamburger Polizei im Umfeld von Schulen unterschiedlichste Einsätze durchführen, um die Sicherheit im Bereich von Grundschulen weiter zu erhöhen.

Besondere Gefahren für die Erstklässler laut Polizei:

  • Überhöhte Geschwindigkeit im Bereich von Schulen
  • Missachtung des Rotlichts
  • Nichtbeachtung des Vorrangs von Fußgängern an Überwegen
  • Verkehrswidriges Halten und Parken im Schulumfeld
  • Missachtung der Anschnallpflicht bzw. unzureichende Sicherung der Kinder in Fahrzeugen

Altona / Flottbek. Die Bezirksversammlung beschloss auf Empfehlung des Sportausschusses ein Pilotprojekt mit sogenanntem Hybridrasen durchzuführen. Hintergrund: Die erheblichen Rüstkosten für einen Kunstrasen, den sich viele Sportvereine wünschen, seien mit 300-500.000 Euro höher als bei einer Mischform von echtem Rasen und Kunsthalmen. Ein Industrievertreter im Ausschuss wurde vorstellig, die BV übernahm die Idee auf und betragte den Piloten. Das für Sportverwaltung zuständige Amt – angesiedelt beim Bezirk Mitte – wiegelte jetzt ab. Das sei alles schon bekannt, eigne sich jedoch nicht für intensiv bespielte Plätze, geht aus einer Anwort hervor.

“Die Möglichkeiten die Tragschicht von Naturrasen durch eine Kombination mit synthetischen Materialien zu stabilisieren sind seit Jahren bekannt und mit unterschiedlichem Erfolg getestet worden”, so das Amt eingangs. Die Bezeichnung „Hybridrasen“ suggeriere “zu Unrecht eine Innovation, die über den Begriff hinausgeht”, lautet die Kritik. Offenbar eine reine Verkaufsmasche.


Kunstrasen bei belasteten Plätzen strapazierfähiger

Das Amt geht aber noch weiter und unterteilte zunächst bekannten Produkte, die sich unter dem Stichwort zusammenfassen lassen, in die Gruppen Faser-Implantate, Synthetische Zuschlagstoffe Trägergewebe mit Kunststoffrasenfasern.

Die Strapazierfähigkeit von Naturrasen sei eingeschränkt, durch eine Kombination mit synthetischem Material werde er jedoch nicht belastbarer, die ziele mehr auf eine Verbesserung der Scherfestigkeit der Grasnarbe. In der Praxis bedeute dies, dass etwa das Heraustreten von Grassoden im Trainings- und Spielbetrieb erschwert wird, verhindert werde aber nicht, dass die Grasnarbe abgenutzt wird. Aus solchen Gründen seien diese Produkte bislang hauptsächlich in Fußballstadien und auf Trainingsplätzen von Erst- und Zweitligavereinen zum Einsatz gekommen, die ein hohes Maß an Verfügbarkeit brauchen aber gleichzeitig relativ gering frequentiert sind. Im Bereich des Breitensports, um den es bei den öffentlichen Sportplätzen hauptsächlich ginge, führten “diese Produkte zu keiner signifikanten Verbesserung im Sinne einer höheren Belastbarkeit”, so das Sportamt. Der Eindruck höherer Belastbarkeit entstehe sei nur ein fiktiver, da das abgenutzte Feld durch hervorstehe grüne Kunststoffbändchen noch gut zu sehen ist – “ein rein optischer Effekt”, so die Bemerkung.

Von der Belastbarkeit liege ein Belag aus Hybridrasen dennoch geringfügig vor einem reinen Naturrasenbelag, aber nach wie vor deutlich hinter Tennen- und Kunststoffrasenbelägen. Ein weiterer Nachteil von Hybridrasenbelägen sei außerdem die Störung der „Sortenreinheit“ und die Steigerung des Pflegeanspruches. Produktabhängig führe dies zu Sondereinsätzen für das Mähen, das Vertikutieren und das Aerifizieren, sowie Teilinstandsetzungen – faktisch höheren laufenden Kosten.

Weiterhin lägen die tatsächlichen Kosten für ein Großspielfeld bei 100 bis 400.000 Euro, “durchaus im Bereich der von Kunststoffrasenbelägen bzw. darüber”, schließt das Amt in ihrer Antwort an das Altonaer Lokalparlament. Einen Modellversuch lehne man aus den vorgetragenen, fachlichen Gründen ab, werde sich jedoch bei anderen Städten und Gemeinden über Erfahrungswerte erkundigen und bei turnusmäßigen Sitzungen des “Beirats Bezirklicher Sportstättenbau” berichten.

Rissen. Aus ungeklärter Ursache geriet der Fernseher in einer Wohnung im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses in Brand. Ein Bewohner wurde am späten Freitagnachmittag durch den Rauch verletzt.

Die Feuerwehr versorgte den verletzten Bewohner und beförderte ihn in ein Krankenhaus, löschte das Feuer und belüftete die betroffenen Bereiche. Ermittlungen zur Brandursache hat die Polizei aufgenommen.

Altona. Der schöne Bezirk feiert sein Stadterbe am 23. August mit einer Parade. Historische Schiffe, eine Straßenkunst-Parade entlang des Elbufers, die Uraufführung der Telemann-Hymne sind besondere Sehenswürdigkeiten.

Mehr als 50 Schiffe aus Deutschland und Dänemark werden ab 18 Uhr an der großen historischen Schiffsparade zwischen Landungsbrücken und Museumshafen Oevelgönne teilnehmen, während parallel das Straßenkunstfestival STAMP (vom 22. – 24. August) am Elbufer Straßentheater-Aktionen durchführt. Eine Besonderheit ist eine Luftakkrobatik-Nummer am Holzhafen Hamburg hoch über den historischen Kampnagel-Kränen

Ein ökumenischer Festgottesdienst sowie der Wiederaufführung „Jubelmusik für die Stadt Altona“ von Georg Philipp Telemann finden in Altonas Hauptkirche St. Trinitatis statt. Neben einem Kinderprogramm und weiteren Überraschungen bietet das Altonaer Museum bei freiem Eintritt zu seiner Sonderausstellung um 12, 13, 15, 16, 17 und 19 Uhr jeweils eine Führung durch die Geschichte der Stadt Altona und ist ausnahmsweise bis 22 Uhr geöffnet.

Ab 20:00 Uhr startet an der Fischauktionshalle eine “spektakuläre STAMP NIGHT PARADE”, so der Veranstalter mit Künstlern aus ganz Europa. Entlang der Elbe bietet sie eine faszinierende Mischung aus circensischen Darbietungen, Illuminationen, Großmasken, Kostümen und geschmückten Festwagen. Gebäude, Kräne und Brücken werden mit Licht und Feuer inszeniert, Scheinwerfer setzen farbige Akzente und eine Vielzahl von Wachslichtern und Laternen weisen den Weg zum dem Bürgerfest im Museumshafen.

10.00 Uhr Ökomenischer Gottesdienst, Hauptkirche St. Trinitatis
10.00 Uhr Tag der offenen Tür, Altonaer Museum
12.00 Uhr Festmusik für die Stadt Altona von G. P. Telemann, barockwerk, Hauptkirche St. Trinitatis
15.00 Uhr Offizieller Festakt im Rathaus Altona (geladene Gäste)
18.00 Uhr Historische Schiffsparade, Fischmarkt bis Oevelgönne
20.00 Uhr NIGHT Parade, Fischmarkt bis Oevelgönne
22.00 Uhr Lichterfest & Flammenzauber im Museumshafen

Hamburg. Die Verbraucherschutzsenatorin Prüfer-Storcks appelliert an Banken „die teilweise immer noch deutlich überhöhten Dispositions- und Überziehungszinsen” spürbar zu senken. „Leider zeigt sich, dass Banken immer noch überzogene Dispozinsen nehmen. Dies ist gerade in Zeiten, in denen sich Banken und Sparkassen selbst Geld zu historisch niedrigen Zinsen beschaffen können, mehr als bedauerlich. Das Vertrauen darauf, dass die Kreditinstitute freiwillig tätig werden, wurde enttäuscht“, so die Senatorin.

Hamburg habe stets auf eine gesetzliche Deckelung der Zinsen gesetzt. Nun gilt eine letzte Frist für die Banken, die Verbraucherinnen und Verbraucher nachhaltig zu entlasten. “Ansonsten ist die Bundesregierung aufgerufen, den Beschluss der Verbraucherschutzministerkonferenz umzusetzen und die Dispo- sowie Überziehungszinsen per Gesetz zu begrenzen“, kündigte die Senatorin an.

Hintergrund: Der Leitzins der Europäischen Zentralbank sank seit Oktober 2008 von 4,25 auf derzeit etwa 0,25 Prozent. Hingegen blieben die Dispo- bzw. Überziehungszinsen – auch im norddeutschen Raum – bei teilweise über 10 Prozent nahezu unverändert hoch. Nachdem sich die Verbraucherschutzministerkonferenz in den Vorjahren bereits zweimal mit diesen Belastungen für die Verbraucherinnen und Verbraucher befasst hatte, haben die Ministerinnen und Minister bzw. Senatorinnen und Senatoren im Mai 2014 die Bundesregierung aufgefordert, „eine gesetzliche Deckelung der Zinsen für Dispositions- und Überziehungskredite auf Basis eines marktabhängig schwankenden Referenzzinses festzulegen, sofern die Banken nicht innerhalb der nächsten sechs Monate eine flächendeckende Korrektur der Zinssätze für Dispokredite und für geduldete Überziehungen vornehmen“.

Symbolisch: Der kreative Protest gegen das Gefahrengebiet vor der Davidwache.

Hamburg / Altona. Der Senat hatte bereits am 13. August festgestellt, dass die Volksinitiative „Für ein freies Hamburg – Gefahrengebiete abschaffen!“ nicht zustande gekommen ist. Die Initiative hatte zum Ziel, die Ausweisung von Gefahrengebieten gesetzlich auszuschließen. Am 16. Juli 2014 hatten die Initiatoren nach eigenen Angaben ca. 10.400 Unterstützungsunterschriften eingereicht. Die genaue Zählung der Innenbehörde hat nun ergeben, dass tatsächlich nur 9.665 Unterstützungsunterschriften eingereicht worden sind. Damit wurde das Unterstützungsquorum von mindestens 10.000 zur Bürgerschaft Wahlberechtigten nicht erreicht. Die Volksinitiative sei damit nicht zustande gekommen.

Nord / Hamburg. Die Fraktion der GRÜNEN in der Bürgerschaft befürchtet nach den Funden in Brunsbüttel (wir berichteten) jetzt auch marode Fässer in Krümmel und kritisierten Vattenfall: „Angesichts zahlloser Pannen und Zwischenfälle steht die Kompetenz und Zuverlässigkeit von Vattenfall als Betreiber von Atomanlagen schon lange in Frage”., so der GRÜNEN-Fraktionsvorsitzende Jens Kerstan (MdHB). “as jetzt über die Fahrlässigkeit des Konzerns im Umgang mit dem eigenen Atommüll bekannt werde, “ist schon beinahe kriminell”, so der Bürgerschaftsabgegeordnete. Im Keller unter dem AKW Brunsbüttel herrschten “katastrophale Zustände”. Was die Sache noch schlimmer mache: “Nach eigener Aussage wussten die Verantwortlichen, dass die verwendeten Atommüll-Fässer für eine langfristige Lagerung ungeeignet sind. Trotzdem hat Vattenfall erst unter dem Druck der Kieler Atomaufsicht im eigenen Müllkeller nachgeschaut”, weiß Kerstan zu berichten.

Die GRÜNEN vermuten jetzt entsprechende Zustände auch im baugleichen Keller des stillgelegten AKW Krümmel an der Hamburger Stadtgrenze. Die Pannenstatistik von Krümmel sei ellenlang. Es gäbe keinen Anlass anzunehmen, dass die Verhältnisse dort besser seien als in Brunsbüttel. “Der Hamburger Senat muss sich und der Öffentlichkeit jetzt umgehend Klarheit darüber verschaffen, in welchem Zustand sich der Vattenfall-Atommüll in Krümmel befindet”, so die Forderung.

Hamburg / Altona / Ottensen. Am Dienstag, den 26.08.2014, um 18:30 Uhr ist es in der AJK soweit: Altona 93 empfängt den Zweitligisten FC St. Pauli zu einem Freundschaftsspiel auf der Adolf-Jäger-Kampfbahn an der Griegstraße. “Für die Gäste eine willkommene Möglichkeit, unter Wettkampfbedingungen zu testen”, so der AFC. Die Equipe freue sich natürlich ganz besonders auf dieses nachbarschaftliche Traditionsderby und werde nichts unversucht lassen, der Elf vom Millerntor so lange wie möglich Paroli zu bieten.

Der Kartenvorverkauf für diese Begegnung hat bereits am Mittwoch, den 13.08.2014, in Geschäftsstelle begonnen. Vorverkauf auch im Kartencenter FC St. Pauli, Tabakshop Gül, Mercado und Tabakshop “Blauer Dunst”, Ottenser Hauptstr. 61 | Die Kartenpreise: Sitzplatz 12 € (ermäßigt 10 €) | Stehplatz 8 € (ermäßigt 6 €)

 

 

Genehmigte Wohngebäude und Wohnungen in Hamburg in den letzten 12 Monaten Stand: Juni 2014, Quelle: Statistikamt Nord

Hamburg. Das Statistikamt Nord berichtete von rückläufigen Baugenehmigungen in Hamburg gegenüber dem Vorjahr. Im ersten Halbjahr ist demnach der Bau von 3.910 Wohnungen genehmigt worden. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 4.588 WE (Wohneinheiten) – ein Minus von 14,8 Prozent. Die FDP sieht Ursachen dafür in der Einführung der Mietpreisbremse oder in Sozialen Erhaltungsverordnungen.

Im Bundestrend hatte es im ersten Halbjahr aus sehr schwachen Vorjahren einen Anstieg von fast 10 Prozent bei Wohnungsbaugenehmigungen gegeben, während die Zahlen in Hamburg kalkulatorisch bei –14,8 Prozent liegen.  Der Bürgerschaftsabgeordnete Dr. Kurt Duwe (FDP) sieht die Stadt Hamburg vom Trend “abgehängt” und wiederholte Forderungen der Fraktion “investitionshemmende Maßnahmen” zurückzufahren. “Die geplante Mietpreisbremse ist dabei das schädlichste Instrument. Auch die inflatorische Ausweitung sozialer Erhaltungsverordnungen oder das unflexible Festhalten am Prinzip des Drittelmix aus Sozialwohnungen/Eigentumswohnungen/frei finanzierten Mietwohnungen ist nicht hilfreich. Der SPD-Senat sollte hier endlich umsteuern, um eine wahrhaft mieterfreundliche Politik zu betreiben, die den Wohnungsmarkt langfristig belebt“, so Dr. Duwe.

Wiederspricht Senat der Darstellung?

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2014 sind nach Angaben der Hamburger Bezirke “4.954 Baugenehmigungen erteilt worden”, berichtete Senatssprecher Christoph Holstein. Die entspreche einer Steigerung um rund 6,7% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Von Januar bis Juni 2013 seien in Hamburg nach Angaben aller Bezirke 4.640 Wohnungen genehmigt worden. Die Zahlen, insbesondere aber die Angabe zu einem Wachstum, stehen im Widerspruch zu Angaben des Statistikamtes Nord.

Blick ins DESY-Rechenzentrum. Bild: Heiner Müller-Elsner/DESY

Hamburg / Altona / Bahrenfeld. Die Hamburger Desy-Forscher und der US-Konzern IBM entwickeln gemeinsam eine “Big-Data-Lösung für die Forschung”, so eine Mitteilung. Das System soll bis zu 20 Gigabyte pro Sekunde verarbeiten können und und Zugang für mehr als 2.000 Forscher jährlich bieten, die dann auch weltweit darauf zugreifen können sollen. Für die Kooperation zur Entwicklung einer hochperformanten Big-Data-Speicherlösung wurde jetzt eine Vereinbarung abgeschlossen. DESY setzt nun ein IBM-Speichersystem ein, das große Datenmengen extrem schnell handhaben soll. Zu Spitzenzeiten solle es bis zu 20 Gigabyte pro Sekunde verarbeitet können (etwa der Inhalt von rund fünf einfachen DVDs).

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Startschuss für die neue Petra III -Halle war 2012 in Bahrenfeld.

Solch große Datenmengen entstehen auf dem Campus der Einrichtung etwa an der Forschungslichtquelle PETRA III. Ihr hochbrillantes Röntgenlicht liefert Wissenschaftlern einzigartige Einblicke in den Nanokosmos – von neuartigen Halbleitern über Katalysatormaterialien bis hin zu lebenden Zellen. Mit dem 2,3 Kilometer langen Ringbeschleuniger, der elektrisch geladene Teilchen nahezu mit Lichtgeschwindigkeit durch spezielle magnetische Slalomstrecken schickt, sind mehr als 2000 Forscher pro Jahr beschäftigt. Das Licht wird dabei atomgenau die innere Struktur ihrer Proben zerlegt, wobei enorme Datenmengen entstehen. „Ein typischer Detektor liefert heute einen Datenstrom von etwa fünf Gigabit pro Sekunde”, erläutert der Leiter der DESY-IT, Dr. Volker Gülzow. Das entspricht knapp einer CD-ROM pro Sekunde. „An PETRA III steht aber nicht nur ein Detektor, sondern es gibt 14 Messstationen, die zurzeit auf 24 erweitert werden. Alle diese Daten müssen zuverlässig gespeichert und verarbeitet werden.” DESY und IBM Research arbeiteten nun an einer Lösung auf Basis des IBM-Systems “Software-Defined-Storage” mit dem Codenamen “Elastic Storage”. Diese nach oben skalierbare Lösung soll die Datenmengen speichern und für die Analyse vorhalten. Forscher könnten so schnelleren Zugang zu ihren Messdaten erhalten und DESY auf diese Weise “Analysis-as-a-Service” und Cloud-Dienste für die Nutzer seiner Anlagen aus aller Welt anbieten. Die Lösungen sollen auch bei künftigen Themen bei der Verarbeitung von Forschungsdaten helfen. In Zukunft viel größere Datenmengen Mit dem europäischen Röntgenlaser European XFEL bauen DESY und internationale Partner derzeit eine Forschungslichtquelle, die noch viel mehr Daten produzieren wird als PETRA III. „Wir erwarten vom European XFEL etwa 100 Petabyte pro Jahr, also 100 Millionen Gigabyte”, erläutert Gülzow. Das sei vergleichbar mit dem Datenvolumen des weltgrößten Teilchenbeschleunigers LHC (Large Hadron Collider) am europäischen Teilchenforschungszentrum CERN bei Genf. Die Software könne für das Forschungszentrum in Zukunft auch Analysen in Echtzeit anbieten, so Jamie Thomas, Manager bei IBM. Einerseits profitiere man von der Erfahrung mit DESY,  bringe aber auch Erfahrungen aus datenintensiven wissenschaftlichen Bereiche wie etwa Astronomie, Klimaforschung und Geophysik ein.

Hamburg. Die Fraktion DIE LINKE berichtet von vier Containern, die mit radioaktiver Fracht seit Juli im Hamburger Hafen lagern. Der russische Frachter „Sheksna“ habe am 13.8.2014 Hamburg erneut mit radioaktiver Fracht angelaufen, obwohl sich Container der letzten Fuhre noch immer im Hamburger Hafen befänden. In der jetzigen Fuhre hatten Anti-Atom Aktivisten das Ausladen von 18 Containern mit der UN-Nummer 2912 (gültig für Uranerzkonzentrat) beobachtet und dabei auch die alten Container auf dem Gelände der Firma C. Steinweg beobachtet.

Die Fraktion fühlt sich nun vom Hamburger Senat bei einer Auskunft über die lagernden Behälter getäuscht. Dieser hatte auf eine Kleine Anfrage von Dora Heyenn (MdHB) geantwortet: „Sie wurden mit der Bahn zu dem nächstmöglichen Termin abtransportiert.“ Die Innenbehörde räumte nun eine Falschinformation ein. “DIE LINKE erwartet eine vollständige Aufklärung und eine Entschuldigung für die Falschinformation”, fordert Heyenn von Innensenator Neumann. Dieser Vorgang lasse zudem die Skepsis gegenüber der Informationspolitik des Senats leider wachsen, meint die Abgeordnete.

Insgesamt lagern nach Angaben von AtomkraftgegnerInnen derzeit 36 Container mit radioaktivem Uranerzkonzentrat im Hamburger Hafen. Sie hatten diese geheimen Atomtransporte vor einigen Tagen im Hamburger Hafen entdeckt, die nächste Woche per Zug abtransportiert werden sollen. Die LINKE hatte schon mehrfach die Teilentwidmung des Hamburger Hafens für Atomtransporte gefordert.

Altona / Sternschanze. Bereits am letzten Montag stießen in der Schanzenstraße eine 34-jährige Fußgängerin und ein 32-jähriger Rennradfahrer zusammen und verletzten sich.

Die 34-Jährige erlitt schwere Verletzungen und verbleibt stationär im Krankenhaus. Der 32-Jährige hatte eine Kopfplatzwunde und wurde ebenfalls im Krankenhaus behandelt. Die Polizei bittet Zeugen, die den Zusammenstoß beobachtet haben, sich unter Tel. 4286-51610 im Polizeikommissariat 16 zu melden.

Nach bisherigen Erkenntnissen war der 32-Jährige mit seinem Rennrad auf der Fahrbahn der Schanzenstraße in Richtung Kleiner Schäferkamp unterwegs. Im Einmündungsbereich Schanzenstraße / Lagerstraße zeigte die Ampel nach seinen Angaben grünes Licht. Die 34-Jährige schob ihr Fahrrad aus der Lagerstraße kommend über die Schanzenstraße. Als sie die Fahrbahn betrat, kam es zum Zusammenstoß. Bei dem Rennrad, das als Sportgerät eingestuft wird, war zudem am Abend keine Beleuchtungseinrichtung vorhanden.

Unfallzeit: 11.08.2014, 21:10 Uhr
Unfallort: Sternschanze, Schanzenstraße

Die "Altonias" (im Haus3 entstanden) wurden von dem Orchester Pindoterama aus Brasilien auf dem Fischmarkt begrüßt. Foto: Altonale GmbH

Hamburg / Altona. Nach einjähriger Pause gibt es wieder “STAMP” in Altona-Altstadt. Das internationale Straßenkunstfestival, das von der Altonale-GmbH organisiert wird, findet in diesem Jahr im Einklang mit den Feierlichkeiten zu 350 Jahre Altona statt. Während die Stadtrechte am Samstag im Mittelpunkt stehen, geht es mit Straßenkunst bereits am Freitagabend los.  Hier ein Überblick über das gesamte STAMP-Programm:

Freitag, 22.08.2014:
18.00 Uhr Eröffnung von STAMP am Bruno-Tesch-Platz mit der Compagnia degli Sbuffi, Stelzen-Art, Oakleaf, Winged Dragon Theater, Dunkelfolket und vielen anderen
19.00 Uhr Beginn der Shows an 8 Spielorten in Altona
22.30 Uhr Opening Show von Retouramont am Goethepark
23.00 Uhr Ende des STAMP-Programms

Samstag, 23.08.2014:
12.00 Uhr Battlefield – HipHop am Bruno-Tesch-Platz
14.00 Uhr Beginn der STAMP-Shows an 8 Spielorten
18.20 Uhr Finale Popping und HipHop, Battlefield Bruno-Tesch-Platz
20.00 Uhr Ende des STAMP-Programms
20.00 Uhr NIGHT Parade, Fischmarkt bis Oevelgönne

Sonntag, 24. August 2014:
11.00 Uhr Maritimer Gottesdienst, Feuerschiff ELBE3
12.00 Uhr Battlefield – HipHop am Bruno-Tesch-Platz
13.00 Uhr Beginn der STAMP-Shows an 8 Spielorten
15.00 Uhr STAMP Parade, HausDrei bis Rathaus Altona
16.30 Uhr Shows der Paradengruppen, Rathaus Altona
18.00 Uhr Ende der STAMP Parade
18.25 Uhr Finale House und Breakdance, Battlefield Bruno-Tesch-Platz
20.00 Uhr Ende des STAMP-Programms

Urban Art:
- Stylekickz Graffiti- und Street-Art Workshop seit 18.8.2014
- Finale Wand-Malaktion 22.-24.08.2014
- Schnupperkurse: 23. und 24.08. 12-18 Uhr
Ort: Bauzaun Goetheplatz/Neue Große Bergstraße
www.stylekickz.de

Installationen:
- Ata Bozaci: Neue Große Bergstraße 223, Giebelwand Eisdiele
- We are Büro|Büro: Ehrenbergstraße 62, Schillerstraße
- Björn Holzweg: Bahrenfelder Str. 214/Zeißstraße
- Ki Yoon Ko: Nöltingstraße 5, Penny Markt
- Elmar Lause: Gertigstraße 62-64

Die Schwanenblume Foto: Loki-Schmidt-Stiftung / Dieter-Damschen

Hamburg / Altona / Flottbek. Die Loki Schmidt Stiftung hatte die Schwanenblume zur Blume des Jahres gekürt – nun gibt es in der Blütezeit und führ Interessierte eine spezielle Führung. Mit der jährlichen Benennung einer ‘Blume des Jahres’ wird seit 1980 für den Schutz von bedrohten Pflanzen geworben.

Die Blume des Jahres repräsentiere auch immer einen bedrohten Lebensraum. Bei der Schwanenblume seien dies Flussauen und Marschgebiete,  wo sie am Ufer von Altarmen, Gräben und Teichen vorkommt. Die Schwanenblume findet man in Hamburg auf den Naturschutzflächen der Stiftung in Hamburg-Neuland, -Wilhelmsburg und –Bergedorf.

Die Blume des Jahres 2014 nochmals in voller Blüte erleben – Führung zur Schwanenblume
Sonntagsführung im Botanischen Garten Klein Flottbek
So.24.08.2014 10:00h – Die Führung leitet Axel Jahn, Geschäftsführer der Loki Schmidt Stiftung.
Kosten: keine

Nord / Hamburg. Die städtische Hamburg Tourismus GmbH zog eine Halbjahresbilianz und spricht von neuen Rekorden. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum habe man 3,4 Prozent mehr Übernachtungen gezählt, davon legten die ausländischen Gäste mit 12 Prozent zu. Auch die Zimmerauslastung in den Hamburger Hotels steigt auf ein Rekordniveau von 75,8 Prozent – damit läge Hamburg in Deutschland auf Position eins, so die Mitteilung. In der Metropolregion setzte die Tourismuswirtschaft laut einer Studien 11,6 Mrd. Euro um. “Mehr als 211.000 Menschen leben vom Tourismus”, so die Tourismus-Gesellschaft.

Die meisten Übernachtungen aus dem Ausland konnte Hamburg aus Großbritannien verzeichnen (129.310, ein Plus von 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum). Dänemark mit einem kraftvollen Zuwachs von 23,8 Prozent und 129.043 Übernachtungen folgt. Zu den Top-5-Märkten zählen außerdem: Schweiz 120.433 (+6,8%), Österreich 112.704  (+12,3%) und USA 88.803  (+16,5%).

Studie kommt auf 11,6 Mrd. Euro Umsatz mit Tourismus in Hamburg

Im Auftrag der Hamburg Tourismus GmbH belege eine aktuelle Studie von dwif Consulting die Bedeutung der Tourismusbranche: „Die Tourismuswirtschaft hat sich in der Metropolregion zu einer Schlüsselbranche für die Zukunftsfähigkeit unserer Region entwickelt“, kommtierte Staatsrat Rieckhof aus der Hamburger Wirtschaftsbehörde. Die Zahl der touristischen Aufenthaltstage lag 2013 demnach bei rund 259 Millionen, das mache durchschnittlich 709.000 Gäste pro Tag in Hamburg und der Metropolregion.

Der Tagestourismus sei das mit Abstand größte Teilsegment des Tourismus. 51,1 Mio. Übernachtungen stünden 192,4 Mio. Tagesreisen in der Metropolregion gegenüber. Davon entfallen 106,2 Mio. Tagesreisen auf die Metropolregion, 88,2 Mio. auf Hamburg. Mit 6,2 Mrd. Euro Umsatz handele es sich um das volumenstärkste Marktsegment.

Die Hamburg Tourismus GmbH arbeite derzeit weiter an der internationalen Wahrnehmung Hamburgs. Mit Erfolg würden Flugrouten beworben. Man setze zudem auf eine Profilierung in Spezialthemen wie Golf-, Gesundheits- und Barrierefreier Tourismus sowie Kreuzfahrttourismus. Insgesamt eröffnen bis zum Jahresende 2016 18 Hotels mit 7.500 Betten. Bei der Zimmerauslastung liegt Hamburg im ersten Halbjahr mit 75,9 Prozent auf Spitzenposition in Deutschland.

Für das zweite Halbjahr rechnet man weiter mit höheren Zuwachsraten. Eine Übernachtungssteigerung um 5 bis 6 Prozent auf mehr als 12 Mio. erscheine realistisch. Hierzu zählen dann etwa auch die Cruise-Days 2014.

Altona. Im Rahmen des Altonaer Stadtjubiläums wird ab dem 22.08.2014 eine Sonderausstellung über die Königlich Dänische Post gezeigt. Die Ausstellung gibt Einblicke in die Königlich Dänische Post zwischen Altona und Kopenhagen. Als Friedrich III. von Dänemark im Jahr 1664 an Altona die Stadtrechte verlieh, war Kommunikation schließlich noch ein schwieriges Unterfangen – und der Weg von Kopenhagen nach Altona nicht nur weit, sondern auch von den vorherrschenden Witterungsbedingungen abhängig.

Ein Schriftstück musste über die Ostsee und dann per Pferdekutsche bis zum Ziel transportiert werden. Der Königlich Dänischen Post war es ein Anliegen, den Austausch mit Altona als der zweitgrößten Stadt im Gesamtstaat Dänemark zu forcieren. Anlässlich des Jubiläums

Vom 22. August bis zum 25. September 2014 ist in den Öffnungszeiten (montags-donnerstags 8-18, freitags 8-17 Uhr) Informatives rund um Botenordnung, Siegel, Stempel und Eisboote, den Fortschritt der Technik vom Telegraphen, über den Ausbau der Altona-Kieler-Chaussee bis hin zur Bahnanbindung zu sehen. Auch die Einweihung des Altonaer Bahnhofs (des heutigen Altonaer Rathauses) im Jahr 1844 durch König Christian VIII sei ein Aspekt.

Die Sonderausstellung ist vom gemeinnützigen Verein Zugpferdemuseum e.V. arrangiert worden und zeigt die Posthistorie mit den geschichtlichen Aspekten der dänischen Vergangenheit. Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Post- und Kommunikationsgeschichte e.V. Region Nord entwickelt worden.

Nord / Hamburg. In unterirdischen Lagern auf dem Gelände des von Vattenfall betriebenen Atomkraftwerks Brunsbüttel sind zehn weitere „rostige und zum Teil undichte Atommüllfässer” entdeckt worden. Die Umweltaktivisten kritisieren den unverantwortlichen Umgang mit dem Atommüll: „Der Fund weiterer Rostfässer ist alarmierend. Dass Atommüllfässer bereits innerhalb weniger Jahrzehnte nicht nur rosten, sondern auslaufen, stellt die Lagerung von Atommüll in diesen Fässern grundsätzlich in Frage“, so Robin-Wood-Sprecher Florian Kubitz. Dies zeige ferner, dass das Atommüllproblem völlig ungelöst sei und Vattenfall Atommüll nicht sicher lagern könne. Die Forderung sei daher, alle Atomkraftwerke sofort abzuschalten.

Nach einem Bericht des schleswig-holsteinischen Umweltministeriums ist aus den rostigen Fässern Verdampferkonzentrat aus der Behandlung von radioaktiv kontaminiertem Wasser ausgetreten. Dies befinde sich nun in breiiger Form neben den Fässern und in einem Fall sei der Deckel nicht mehr mit dem Fass verbunden. Zurzeit laufen noch Untersuchungen in den Atommüll-Kavernen am AKW, nachdem bereits 2012 ein durchgerostetes Atommüllfass auf dem AKW-Gelände entdeckt worden war. Bislang ist jedoch völlig unklar, wie die hier gefundenen kaputten Fässer mit strahlendem Müll geborgen werden sollen.

Der Umweltverband kritisiert weiterhin, dass die Stadt Hamburg trotz solcher Umstände den Betreiber Vattenfall eine Bühne für “Greenwashing” biete. Die Aktivisten kündigten etwa Proteste bei den Cyclassics am kommenden Sonntag an.

Altona / Altona-Altstadt. Am Dienstag konnten eine 25-Jährige und ein 33-Jähriger nach Diebstahl vorläufig festgenommen werden. Ein Zeuge konnte zuvor in einem Waschsalon beobachten, wie Täterin und Täter die abgelegte Handtasche einer 57-jährigen Frau an sich nahmen und daraufhin den Waschsalon verließen. Die beiden gingen anschließend Richtung Bahnhof Altona und konnten in der Präsident-Krahn-Straße von der Polizei angetroffen werden. Bei der Durchsuchung fanden Polizisten Teile des Diebesgutes. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden beide Beschuldigten dem Untersuchungsgefängnis zugeführt.

Tatzeit: 19.08.2014, 12:35 Uhr
Tatort: Hamburg-Altona, Max-Brauer-Allee